Vorratshaltung – so alt wie die Menschheit

Vorratshaltung – auch dann sinnvoll, wenn kein unmittelbarer Versorgungsengpass droht

Muss ich einen Notvorrat haben, ist Vorratshaltung gleich Hamstern, was gehört eigentlich alles zur Vorratshaltung und was versteht man unter Selbstversorgung?

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Mitte August 2016 verunsicherte die deutsche Regierung die Bevölkerung mit dem Aufruf, sich für 10 Tage Notvorräte anzulegen. Die Verunsicherung schwappte natürlich auch über die Grenzen. Auch in der Schweiz fragten wir uns: Warum gerade jetzt, gibt es einen bestimmten Grund, oder war der Zeitpunkt, die Bevölkerung zur Vorratshaltung aufzurufen, einfach nur schlecht gewählt?

Vorratshaltung ist so alt wie die Menschheit und fand sowohl wenn Kriege drohten statt, als auch in Friedenszeiten. Was auf dem Land beinahe selbstverständlich ist, haben Städter weitestgehend verlernt: Vorräte anlegen, eine sinnvolle Vorratshaltung betreiben, im Notfall eine Zeit lang zum Selbstschutz und zur Selbstversorgung fähig zu sein.

Zur Notvorratshaltung gehören laut Bundesregierung ausreichend Wasser, Lebensmittel, Bargeld und Energie. Vieles lässt sich langfristig zu Hause verstauen, manches bietet uns auch die Natur an. In Zeiten, als es noch keine Tankstellenshops und Supermärkte gab, haben die Menschen auch nicht schlecht gelebt. Ohnehin ist selber machen und selber anbauen derzeit wieder stark im Trend.

Wie sieht es bezüglich Notvorrat in der Schweiz aus?

Auch in der Schweiz gibt es Empfehlungen vom Bund für eine sinnvolle Notvorratshaltung. 2014 fand eine Sicherheitsübung statt, die ein Katastrophenszenario nachstellte. Es wurde von einer Grippepandemie und gleichzeitigem Stromausfall im ganzen Land ausgegangen. Das Fazit war eindeutig: Wird der Strom für längere Zeit knapp oder fällt komplett aus, müssen vor allem die täglichen Güter erreichbar sein. Das heisst: Wer sich nicht in guten Zeiten vorbereitet, wird in schlechten besonders übel dran sein.

Wenn Lebensmittel knapp werden, ist ein Notvorrat überlebenswichtig.
Wenn Lebensmittel knapp werden, ist ein Notvorrat überlebenswichtig.

Im letzten Jahr veröffentlichte die Schweizer Pendlerzeitung 20min eine Liste mit empfohlenen Lebensmitteln und den entsprechenden Mengen. Darüber konnte jeder Selbstversorger und einigermassen bewusst lebende Mensch nur den Kopf schütteln. Eine vierköpfige Familie benötigt, um wenige Wochen zu überbrücken, natürlich keine 8 Kilo Zucker, keine 8 Liter Öl und auch keine 2 Kilo Salz. Dagegen kommt sie mit 36 Litern Wasser nicht weit. Ein solcher Notvorrat würde die betroffene Familie bald in Schwierigkeiten bringen.


Sie werden wahrscheinlich in nächster Zeit in vielen Zeitungen, Magazinen und auf etlichen Webseiten Hinweise zur Vorratshaltung finden, schliesslich bewegt das Thema fast jeden. Prüfen Sie, was Sinn macht und was nicht und fertigen Sie eine Vorratsliste speziell für Ihre individuellen Bedürfnisse an.

Notvorrat – das sind nicht nur Lebensmittel!

Ich möchte auf dieser Webseite keine Angst und Panik verbreiten, auch soll dies keine politische Seite werden. Vielmehr möchte ich Ihnen zeigen, was zu einer sinnvollen Vorratshaltung gehört, gebe Ihnen viele Tipps, Infos, Anleitungen und Rezepte. Vorratshaltung und Selbstversorgung, unabhängig von Krisenzeiten, macht Spass. Selbst haltbar gemachte Lebensmittel sind gesünder als gekaufte Konserven, selbst gesuchte Kräuter, Wildgemüse, Beeren und Pilze zudem gratis. Wäsche waschen ohne Waschpulver, und Strom, bzw. Licht erzeugen, ohne auf den Schalter zu drücken: Beides ist möglich, man muss nur wissen, wie!

Kerzen und Streichhölzer gehören in jeden Notvorrat
Kerzen und Streichhölzer gehören in jeden Notvorrat

Natürlich darf die Bevorratung benötigter Medikamente und Verbandsmaterial nicht vergessen werden und auch die Hygiene ist in Krisenzeiten wichtig. Für vieles ist ein Kraut gewachsen, da ist es gut, wenn man die wichtigsten kennt. Ich werde Ihnen auf dieser Seite einheimische Heilpflanzen und Wildgemüse, deren Verwendung sowie eigene Erfahrungen vorstellen.

Was hat Notvorratshaltung mit Hamsterkäufen zu tun?

Nichts! Die Bevorratung hat absolut nichts mit Hamstern zu tun, auch rief die Bundesregierung nie zu Hamsterkäufen auf. Mal abgesehen davon, sind viele ja geübt im Hamstern: Jeweils vor Weihnachten oder anderen Feiertagen tun sie dies, als würde eine Hungersnot bevorstehen. Schlussendlich landen viele gute Lebensmittel im Müll oder, wenn sie Glück haben, wenigstens in der Biotonne.

Andere Leute denken nicht daran, sich mit einem kleinen Vorrat an Lebensmitteln einzudecken, schliesslich hat heute immer irgendwo in einem Bahnhof oder an einer Tankstelle ein Shop geöffnet. Was aber, wenn dies, aus welchem Grund auch immer, mal nicht mehr der Fall sein sollte?

Was finden Sie auf dieser Seite?

Ich bin der Meinung, dass der vorgeschlagene Notvorrat zwar wichtig ist, aber dieser allein nicht ausreicht. Was wirklich stets vorrätig sein sollte und was schon unsere Vorfahren über Selbstversorgung wussten: Auf vorratshaltung.ch finden Sie Tipps, Infos, Anleitungen, News und Rezepte.