Hagebutten – ideal für Selbstversorger

Hagebutten – Wissenswertes und leckere Rezepte

Hagebutten sind auch für Selbstversorger, die keinen eigenen Garten haben, ideal. Sie wachsen wild und oft sogar direkt neben dem Weg, an Hecken oder an Waldrändern, sodass sie bequem gesammelt werden können.

Hagebutten reifen im Spätsommer und können etwa ab Ende September, sobald sie leuchtend rot sind, geerntet werden. Wer warten mag: Hagebutten werden nach dem ersten Frost süsser.

Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.
Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.

Die kleinen supergesunden Kraftpakete eignen sich hervorragend für die Vorratshaltung. Sie schmecken angenehm süss und in ihnen steckt eine grosse Portion an Mineralstoffen und Vitaminen. Ausserdem enthalten sie Pektin und Betacarotin. Diese vielen Vorzüge sollten Sie nutzen und den kleinen «Dornapfel» oder «Rosenapfel», wie die Hagebutte im Volksmund heisst, von einem Herbstspaziergang mit nach Hause nehmen.

Gesunde Vorratshaltung mit Hagebutten

Nur eine Frucht enthält noch mehr Vitamin C als die Hagebutte: der Sanddorn. Hagebutten sind somit ein super Mittel um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen zu lindern. Besonders als Tee gehören sie in jede Hausapotheke. Hagebutten sind seit Hunderten von Jahren als wirksames Heilmittel gegen Darm-, Nieren- und Blasenbeschwerden bekannt. Dank seiner entzündungshemmenden Stoffe beugt Hagebuttentee Infektionen vor. Hagebuttenmarmelade ist zwar nicht so ganz so gesund, wie der Tee, aber im Vergleich zu vielen anderen Brotaufstrichen hat sie doch die Nase vorn.


Hagebutten einmachen

Hagebutten kann man nicht nur als Marmelade einmachen. Selbstversorger sollten auch ein paar Gläser mit den Früchten im Notvorrat haben. Schon Uroma kochte die Hagebutten für Vorratshaltung folgendermassen ein:

  • Stiel und Kelch entfernen.
  • Den Samen mit den juckenden Härchen entfernen.
  • Die Früchte in kaltem Wasser gründlich waschen, damit keine Härchen übrig bleiben.
  • Aus 500 g Zucker und 1 l Wasser eine Zuckerlösung bereiten.
  • Die Hagebutten in sterile Gläser füllen.
  • Mit der Zuckerlösung übergiessen und bei 80 Grad erhitzen: enge Gläser 20 Minuten, weite Gläser 25 Minuten.
  • Dann die Gläser sofort fest verschliessen und zum Abkühlen verkehrt herum auf ein Küchentuch stellen.

Heute ist man ja allgemein mit Haltbarkeitsdaten oft übervorsichtig. Früher hielten eingemachte Früchte jahrelang. Warum sollte sich das heute, sofern ein kühler, dunkler Vorratskeller vorhanden ist, geändert haben?

Wer selbst eingemachte Hagebutten im Notvorrat hat, kann jederzeit auf eine vorzügliche und gesunde Zutat zurückgreifen. Die Hagebutten eignen beispielsweise sich als Beilage zu Fleischgerichten, zum Belegen von Torten und für viele Süssspeisen.

Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.
Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.

Erfrischender, stärkender Hagebuttentee

Wenn Sie die Hagebutten trocknen möchten, müssen Sie die Kerne nicht extra entfernen. Lediglich der Stielansatz und die Blüten müssen mit einem kleinen Messer weggeschnitten werden. Dann spülen Sie die Früchte kurz unter fliessendem Wasser ab und breiten sie zum Trocknen auf ein Küchentuch aus. Anschliessend die Hagebutten mit einem Cutter zerkleinern. Idealerweise trocknen Sie die Früchte in einem Dörrapparat. Fehlt dieser, können die Hagebutten auch auf ein Backblech ausgebreitet im Backofen langsam bei maximal 40 Grad getrocknet werden. Lassen Sie dabei die Backofentüre einen Spalt offenstehen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Das Trocknen im Backofen kann sehr lange dauern und braucht natürlich viel Energie.

Wie so vieles, führt Pearl natürlich auch Dörrautomaten zu sehr fairen Preisen. Ich finde, die Anschaffung lohnt sich, denn getrocknetes Obst und Gemüse gehört in jeden Notvorrat.


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Hagebuttentee zubereiten

Damit die juckenden, feinen Härchen nicht mit im Tee landen, benutzen Sie am besten einen Teefilterbeutel. 6 Teelöffel getrocknete Hagebutten in den Filter füllen, mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgiessen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen.

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Dreimal täglich eine Tasse in der kalten Jahreszeit getrunken, stärkt das Immunsystem und hilft, Erkältungen vorzubeugen.

Eine Wohltat bei Hudelwetter ist eine warme Hagebutten-Apfel-Suppe

Dieses Rezept ergibt 4 Portionen. Sie benötigen dafür getrocknete Hagebuttenschalen ohne Kerne.

  • Die Hagebuttenschalen mehrere Stunden, am besten über Nacht, in kaltem Wasser einweichen.
  • Das Wasser abgiessen und die Früchte mit einem halben Liter frischem Wasser aufkochen. In ca. 45 Minuten garen bis sie weich sind.
  • Pürieren und durch ein feines Sieb streichen.

  • 2 kleine Äpfel rüsten: schälen, Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel in Ringe schneiden.
  • Einen halben Liter Wasser aufkochen und die Apfelringe kurz darin garen. Herausnehmen und abtropfen lassen.
  • 1 EL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glattrühren und unter ständigem Rühren dem Kochwasser hinzufügen.
  • Hagebuttenmus und 4 EL Zucker dazu geben, erhitzen und abschmecken: Falls Sie es süsser wünschen, geben Sie einfach noch etwas Zucker dazu.
  • Die Suppe in Suppenschalen verteilen und die Apfelringe dazugeben.
  • Mit Schlagrahm garnieren.

 

 

Pilze sammeln und haltbar machen

Vereinzelt kann man jetzt schon auf einem Waldspaziergang Pilze entdecken. So richtig spriessen sie aber erst, wenn es wieder kühler wird und der Herbst allmählich ins Land zieht. Pilze bereichern die Herbstküche, kosten nichts und können ganz einfach haltbar gemacht werden. Sie bringen gesunde Abwechslung in die Vorratshaltung!

Pilze – nährstoffreich und gesund

Ob frisch oder für den Notvorrat: Pilze sollten nur gesammelt werden, wenn die nötigen Kenntnisse vorhanden sind. Nehmen Sie deshalb nur jene Sorten mit, die Sie wirklich mit Sicherheit kennen. Wenn Sie dennoch unsicher sind, lassen Sie Ihre Ausbeute unbedingt von einem Pilzexperten anschauen. Unter diesem Link finden Sie weitere nützliche Informationen.

Pilze stehen uns gratis zur Verfügung und sind eine ideale Ergänzung des Notvorrates
Pilze stehen uns gratis zur Verfügung und sind eine ideale Ergänzung des Notvorrates

Waldpilze sind reich an Magnesium, Kalzium und wertvollem Eiweiss. Besonders für Vegetarier sind sie eine der besten Eiweissquellen. Ihr hoher Gehalt an Wasser und Ballaststoffen sorgt dafür, dass die kalorienarmen Pflanzen die Verdauung regulieren. Einigen Pilzen werden besondere Heilkräfte nachgesagt. So soll der Champignon Blutdruck senkende Wirkungstoffe enthalten und der Austernseitling den Cholesterinspiegel regulieren.

Die bevorzugten Standorte

Butterpilze spriessen bevorzugt unter Kiefern. Das ist auch einer der Lieblingsstandorte der Steinpilze, die sich aber auch in Fichtenwäldern wohlfühlen. Eierschwämmli bevorzugen Mischwälder, sie sind unter Nadelbäumen, Eichen und Rotbuchen zu finden. Beim Birkenpilz verrät schon der Name, wo Sie ihn finden können: nämlich dort, wo Birken stehen. Am besten legen Sie sich ein Buch zu, das Ihnen ausführliche Antworten zu allen bei uns heimischen Pilzsorten gibt.

Pilze haltbar machen

  • Sie können Pilze einmachen

    Wie das geht, erklärt Ihnen dieses Video:

  • Weniger Aufwand macht es, die Pilze zu trocknen:

    Schneiden Sie die gesäuberten Pilze in Scheiben und verteilen Sie sie locker auf ein Backblech. Auf diesem werden sie in rund 2 Stunden bei 50 Grad und leicht geöffneter Backofentüre getrocknet. Es geht aber auch ohne Ofen und das ist natürlich die ökologischere Variante: Fädeln Sie die in Scheiben geschnittenen Pilze auf einen Faden und hängen Sie sie an einen schattigen, warmen, luftigen Ort. Die getrockneten Pilze verwahrt man in fest verschlossenen Gläsern an einem trockenen Platz auf. Zerrieben können Sie übrigens als Gewürz, zum Beispiel für ein Ragout, verwendet werden.




    Getrocknete Pilze gehören in den Notvorrat und benötigen kaum Platz für die Lagerung.