Honig als Hausmittel

Wie Sie mit Honig fit und gesund werden

Honig als Hausmittel: Er ersetzt viele Pillen und Salben und hat in der Naturheilkunde seit Tausenden von Jahren einen festen Platz.




Ich liebe Honig. Deshalb finden sich in meiner Küche immer verschiedene Sorten. Ob Waldhonig aus dem Emmental oder Thymianhonig von Malta: Ich muss ihn einfach haben! Nur die Billigprodukte aus dem Supermarkt meide ich. Guter Honig ist nicht billig, und die beste Qualität zahlt sich auf jeden Fall aus.  Lesen Sie dazu auch diesen Bericht von Stiftung Warentest.

Honig als Hausmittel

Honig kann viel mehr, als nur den Tee süssen oder als Backzutat Kuchen und Kekse verfeinern. Vor allem ist er ein hervorragendes Mittel bei vielen gesundheitlichen Problemen.

Honig als Hausmittel- ein beinahe Alleskönner in der Naturapotheke

Gleich vornweg: Wenn Sie ernsthaft krank sind, sich Ihre Beschwerden nach ein paar Tagen nicht bessern oder gar verschlechtern, müssen Sie einen Arzt aufsuchen! Bei alltäglichen Beschwerden ist Honig ein wunderbares Mittel, um nebenwirkungsfrei bald wieder auf die Beine zu kommen.

Die folgende Aufzählung ist natürlich nicht komplett. Vielleicht kennen Sie auch noch Hausmittel, bei denen Honig die Hauptrolle spielt und die Sie erfolgreich anwenden? Dann erzählen Sie uns doch darüber! Unter diesem Beitrag ist viel Platz für Kommentare. Ich bin gespannt!

5 Beschwerden und ihre Behandlung mit Honig



  • Müde und der Kreislauf macht schlapp
    Eine Massage mit angewärmten, flüssigen Honig wirkt entgiftend und fördert die Durchblutung. Dabei wird der Kreislauf auf ganz natürliche Art und Weise angeregt.
    Auch innerlich angewendet hilft Honig, bald wieder fit und energiegeladener zu sein. Dazu werden 1 TL frisch gepresster Zitronensaft und 2 EL Honig mit einem Glas Wasser verrührt und schluckweise getrunken. Zwei Gläser pro Tag geben bald wieder mehr Kraft.
  • Zahnfleischenzündung und entzündliche Wunden
    Honig ist ein super Mittel bei kleineren Wunden. Er killt sogar resistente Bakerien und lässt Verletzungen rasch heilen. Dafür wird die gereinigte Wunde dünn mit Honig bedeckt.
    Dunkler Biohonig ist ein zuverlässiges Mittel gegen Zahnfleischentzündungen. Entweder etwas Honig lutschen oder direkt auf die entzündete Stelle auftragen.
  • Husten und Schlafstörungen
    Wer hat sich die Nächte noch nicht mit qualvollen Hustenattacken herumgeschlagen, weil der übliche Hustensaft nichts nützte? Klar, man kann Hustenblocker in der Apotheke beziehen. Es geht aber auch natürlich: Bier erwärmen und in eine Tasse geben. Einen TL Honig darunter rühren und langsam trinken.

    Für mich war das warme Honigbier, als ich Keuchhusten hatte, das einzige Mittel, mit dem ich nachts Schlaf finden konnte.




  • Trockene, juckende Haut und Ekzeme
    Auch bei juckender, trockener Haut ist Honig eine gute Wahl: Einfach einen Löffel flüssigen Honig mit gleich viel Olivenöl vermischen und die Haut dünn damit einreiben. Mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  • Schnupfen und Halsweh
    Die Empfehlung, Honig in heissen Tee oder heisse Milch zu rühren, ist nicht mehr zeitgemäss. Inzwischen weiss man nämlich, dass zu grosse Hitze die gesunden Inhaltsstoffe des Honigs zumindest teilweise zerstören. Wer bei Halsschmerzen auf Honigmilch schwört, sollte diese lauwarm zubereiten. Der Honig beruhigt den Hals aber auch, wenn er pur gegessen wird. Wie bereits oben erwähnt, hat sich Honig als Hausmittel bei Entzündungen bewährt, da er Bakterien und Keime zuverlässig tötet. Aus diesem Grund ist auch eine Nasenspülung mit Honig wirksam und schafft bei hartnäckigem, festsitzenden Schnupfen sofort Erleichterung: 1 TL Honig mit einem halben TL Salz in einer zur Hälfte mit laufwarmem Wasser gefüllten Tasse auflösen und mehrmals täglich damit die Nase spülen. Bereiten Sie etwas mehr von dieser Lösung zu, haben Sie ein gutes Mittel zum Gurgeln.

Wissenswertes rund um den Honig als Hausmittel

Billiger Honig ist oft gepanscht. Achten Sie unbedingt auf gute Qualität. Farbe und Geschmack sind davon abhängig, welche Blüten und Kräuter die Bienen anfliegen. Übrigens: Bis zu 10’000 mal müssen die fleissigen Bienchen ausfliegen, um ein Kilo Honig zu produzieren!

Honig als Hausmittel

Es ist normal, wenn Honig kristallisiert und das hat keinen Einfluss auf die Qualität. In warmem Wasser wird er schnell wieder flüssig.

Möchten Sie Honig als Hausmittel verwenden, kaufen Sie ihn am besten direkt beim Imker oder im Reformhaus.

Erstklassig ist der Manuka-Honig, der so manches Antibiotika ersetzen kann.
Möchten Sie mehr über Manuka-Honig erfahren? Dann gibt es hier interessante Bücher und die Bestellmöglichkeit, nicht nur für Literatur, sondern auch für den Honig:


Übrigens: Honig ist, kühl und dunkel gelagert, beinahe unbegrenzt haltbar und somit bestens für die Vorratshaltung geeignet.

Honig als Hausmittel

Fotos in diesem Beitrag: Quelle pixabay.de

 

Eier für die Vorratshaltung – Hühnerhaltung für die Selbstversorgung

Eier für die Vorratshaltung – Tipps für Selbstversorger und Vorratshaltung

Heute weiss schon jedes Kind: Eier sollten immer frisch sein, im Kühlschrank aufbewahrt werden, und müssen, falls sie eine beschädigte Schale haben, rasch verbraucht werden.

Aber wie war das früher, bevor es Kühlschränke gab?

Grossmutter kannte verschiedene Methoden für die Aufbewahrung von Eiern
Grossmutter kannte verschiedene Methoden für die Aufbewahrung von Eiern




Während des Winters legten früher alle Hühner viel weniger Eier, die meisten sogar gar keine mehr. Deshalb musste es Möglichkeiten geben, einen Vorrat anzulegen. Denken Sie nur beispielsweise einmal an die Weihnachtsbäckerei unserer Vorfahren! Da hat man keine Guetzli gekauft, sondern fleissig für die Grossfamilie gebacken. Sonntags gab es einen Kuchen und auch die Pasta wurde selbst gemacht. Wie wurden Eier aber monatelang gelagert? Ich habe in Aufzeichnungen meiner Urgrossmutter Antworten gefunden und versuche, diese verständlich und für die heutige Zeit anwendbar wiederzugeben.

Eier für die Vorratshaltung – was Uroma noch wusste:

• Septembereier sind für die Vorratshaltung am besten geeignet. Sie können ohne besondere Vorsichtsmassnahmen auf einem Eierbrett in einem kühlen, dunklen Raum aufbewahrt werden. Es ist wichtig, dass sie im Winter immer wieder gewendet werden. Da heute wahrscheinlich niemand mehr ein Eierbrett aus Keramik daheim hat, denke ich, dass ein Eierkarton den Zweck auch erfüllen würde.

• Eine weitere Möglichkeit, die früher weit verbreitet war, war jene, die Eier in einem absolut trockenen Gefäss in ebenso trockenem Salz, Sand oder in Asche zu lagern. Dieses Material musste im Winter ein- zweimal erneuert werden.

• Es gibt noch eine andere, zu jener Zeit offensichtlich sehr beliebte, Methode, Eier einzulegen: Die Konservierung mit Wasserglas. Im Verhältnis 1:9 mit Wasser angerührt, wurde die chemische Substanz mit einem Schneebesen aufgeschlagen, bis sie eine gallertartige Konsistenz bekam. Die gut gesäuberten Eier kamen da hinein und wurden konserviert, indem die Lösung die Poren der Schalen verschloss. Luft, Wasser oder Mikroorganismen konnten nicht mehr eindringen und das Ei war über Monate hinweg geschützt. Wasserglas wird heute kaum noch für die Vorratshaltung verwendet, findet aber im Bauwesen Einsatz. Deshalb sollte es leicht zu bekommen sein, falls sich jemand für diese Methode interessiert.

• Sollten Eier nicht über den Winter, sondern nur ein paar Wochen frisch bleiben, war es üblich, die Schale mit Fett einzureiben.

Warum legen die meisten Hühner heute auch im Winter?

Fehlt ausreichend Licht und Wärme, gibt es weniger Eier.


Wer nur wenige Hühner für die Selbstversorgung hält, kennt das: Manche Hühner lassen sich überzeugen, doch ab und zu ein Ei zu legen, wenn sie zum Beispiel in warmem Wasser aufgeweichtes Toastbrot zum Fressen bekommen. Andere Hühnerhalter schwören auf das Füttern von Sonnenblumenkernen. Ob es auch nützt, mit seinem Huhn zu sprechen und ihm ein paar Streicheleinheiten zu schenken? Da erinnere ich mich an Frieda, mein Lieblingshuhn aus Kindertagen. Frieda liess sich streicheln und herumtragen und ihre Eier schmeckten viel besser als die anderen. Mir zumindest. Wer für die Selbstversorgung nur ein Dutzend Hühner hält, kann seinen Tieren natürlich viel mehr derartige Aufmerksamkeit schenken, als wenn Hunderte Hühner im Stall daheim sind.
Kunstlicht für den Hühnerstall ist ganz klar die zuverlässigere Lösung.

Auch ein Huhn freut sich über Streicheleinheiten
Auch ein Huhn freut sich über Streicheleinheiten

Sicher haben Sie schon Sprüche gehört wie: «Mit den Hühnern ins Bett gehen» oder «Beim ersten Hahnenschrei». Das heisst nichts anderes, als dass sich die Hühner ohne entsprechende Massnahmen ihren natürlichen Rhythmus anpassen: Mit den ersten Sonnenstrahlen in den Tag starten, in der Dämmerung schlafen gehen. Das tun sie auch heute noch, sofern sie nicht in modernen, beleuchteten Ställen leben. Dazu kommt, dass ein Huhn viel zum Fressen braucht, damit es täglich ein Ei produzieren kann. In der dunklen Jahreszeit findet es aber tagsüber im Freilauf kaum genug Nahrung dafür. Wer also erzwingen möchte, dass seine Tiere auch in der dunklen Jahreszeit täglich ein Ei legen, muss mit modernen Mitteln für die nötigen Bedingungen sorgen:

Spezielles Licht und gutes Futter verhelfen auch im Winter zu ausreichend frischen Eiern. Schweizer Bauern sind für ihre Hühnerställe pro Tag maximal 16 Stunden Kunstlicht erlaubt.

Übrigens, wenn Sie für die Selbstversorgung Hühner halten möchten, beachten Sie bitte, dass diese für das Legen der Eier einen dunkleren Platz bevorzugen.

Wir hatten zwar früher zu Hause selber Hühner, die aber ihren natürlichen Hühnerrhythmus lebten und im Winter nicht mit speziellen Massnahmen zum Eierlegen animiert wurden. Ich bin also keine Geflügelfachfrau und kann Ihnen keine Fachfragen beantworten. Ich habe aber einen Link gefunden, der viele Antworten rund um die Hühnerhaltung in der Schweiz gibt.




—> Wer noch mehr wissen möchte, findet vertieftes Hühner- und Selbstversorgerwissen zum Beispiel in diesen Büchern:

Für die Vorratshaltung sollten nur einwandfreie Eier in Bioqualität verwendet werden. Wer keine eigenen Hühner halten kann oder möchte, bezieht diese am besten direkt beim Biobauer.