Sprossen und Kresse

Sprossen und Kresse – Vitalstoffe von der Fensterbank

Der Winter hat sich noch nicht so ganz verabschiedet und der Frühling ist noch nicht da. Er kündigt sich aber bereits an: Während die einen schon über Heuschnupfen klagen, macht sich bei anderen die Frühjahrsmüdigkeit bemerkbar.




Jetzt ist es an der Zeit für eine Extra-Portion Vitamine! Dafür müssen Sie aber nicht zu Nahrungsergänzungsmitteln aus der Apotheke greifen. Kleine Pflänzchen versorgen Sie mit allem, was Ihr Körper jetzt ganz besonders braucht: Kresse und Sprossen, zum Beispiel von Bambus, Radieschen, Randen, Sojabohnen, Rettich oder Alfalfa, liefern reichlich Vitalstoffe.

Kresse und Sprossen

Sprossen und Kresse, die kleinen Winzlinge, sind so anspruchslos, dass Sie weder ein Beet noch einen grünen Daumen brauchen, um in kürzester Zeit eine reiche Ernte geniessen zu können. Die verschiedenen Sorten lassen sich bequem in Schalen auf der Fensterbank ziehen und bereichern Ihre Küche das ganze Jahr über.




Einige Sorten keimen so schnell, dass die zierlichen Blättchen bereits nach wenigen Tagen geerntet werden können. Dazu gehört die Gartenkresse. Diese wird auch von Kindern geliebt, denn man kann ihr beinahe beim Wachsen zusehen! Selbst gesät und selbst geerntet, stört es auch kleine Hobbygärtner überhaupt nicht, dass die Blättchen etwas scharf sind. Gartenkresse ist reich an Eisen, Kalzium und Vitamin C und schmeckt lecker, wenn sie einfach auf ein Butterbrot gestreut wird.

Die Auswahl an Kresse und Sprossen, die leicht daheim gesät und in kürzester Zeit geerntet werden können, ist gross und sollte mehr Beachtung finden: denn einfacher kann man sich fast nicht mit frischen Vitalstoffen versorgen! Der Samen kostet nur wenig und passt bestens in den Vorratsschrank. Wenn Sie für Kresse keine Erde haben, macht das nichts: Säen sie einfach auf feuchte Watte oder Küchenpapier.

Sprossen keimen gut in Gläsern. Hier habe ich ein Video entdeckt, welches Ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie Sie Sprossen einfach ziehen können.

Wussten Sie schon:




  • dass auch Giersch, Rosenkohl, Hopfen, Chicoreè und Spargel zu den Sprossen zählen?
  • dass alle Sprossenarten während des Keimens enorm viele Mineralstoffe und Vitamine bildet?
  • dass Sprossen reich an ungesättigten Fettsäuren sind?
  • dass Sie mit Sprossen viel Magnesium, Kalzium und Zink zu sich nehmen?

Kresse und Sprossen sind übrigens auch ideale Toppings für leckere Salate und sorgen für Genuss und Gesundheit!



Honig als Hausmittel

Wie Sie mit Honig fit und gesund werden

Honig als Hausmittel: Er ersetzt viele Pillen und Salben und hat in der Naturheilkunde seit Tausenden von Jahren einen festen Platz.




Ich liebe Honig. Deshalb finden sich in meiner Küche immer verschiedene Sorten. Ob Waldhonig aus dem Emmental oder Thymianhonig von Malta: Ich muss ihn einfach haben! Nur die Billigprodukte aus dem Supermarkt meide ich. Guter Honig ist nicht billig, und die beste Qualität zahlt sich auf jeden Fall aus.  Lesen Sie dazu auch diesen Bericht von Stiftung Warentest.

Honig als Hausmittel

Honig kann viel mehr, als nur den Tee süssen oder als Backzutat Kuchen und Kekse verfeinern. Vor allem ist er ein hervorragendes Mittel bei vielen gesundheitlichen Problemen.

Honig als Hausmittel- ein beinahe Alleskönner in der Naturapotheke

Gleich vornweg: Wenn Sie ernsthaft krank sind, sich Ihre Beschwerden nach ein paar Tagen nicht bessern oder gar verschlechtern, müssen Sie einen Arzt aufsuchen! Bei alltäglichen Beschwerden ist Honig ein wunderbares Mittel, um nebenwirkungsfrei bald wieder auf die Beine zu kommen.

Die folgende Aufzählung ist natürlich nicht komplett. Vielleicht kennen Sie auch noch Hausmittel, bei denen Honig die Hauptrolle spielt und die Sie erfolgreich anwenden? Dann erzählen Sie uns doch darüber! Unter diesem Beitrag ist viel Platz für Kommentare. Ich bin gespannt!

5 Beschwerden und ihre Behandlung mit Honig



  • Müde und der Kreislauf macht schlapp
    Eine Massage mit angewärmten, flüssigen Honig wirkt entgiftend und fördert die Durchblutung. Dabei wird der Kreislauf auf ganz natürliche Art und Weise angeregt.
    Auch innerlich angewendet hilft Honig, bald wieder fit und energiegeladener zu sein. Dazu werden 1 TL frisch gepresster Zitronensaft und 2 EL Honig mit einem Glas Wasser verrührt und schluckweise getrunken. Zwei Gläser pro Tag geben bald wieder mehr Kraft.
  • Zahnfleischenzündung und entzündliche Wunden
    Honig ist ein super Mittel bei kleineren Wunden. Er killt sogar resistente Bakerien und lässt Verletzungen rasch heilen. Dafür wird die gereinigte Wunde dünn mit Honig bedeckt.
    Dunkler Biohonig ist ein zuverlässiges Mittel gegen Zahnfleischentzündungen. Entweder etwas Honig lutschen oder direkt auf die entzündete Stelle auftragen.
  • Husten und Schlafstörungen
    Wer hat sich die Nächte noch nicht mit qualvollen Hustenattacken herumgeschlagen, weil der übliche Hustensaft nichts nützte? Klar, man kann Hustenblocker in der Apotheke beziehen. Es geht aber auch natürlich: Bier erwärmen und in eine Tasse geben. Einen TL Honig darunter rühren und langsam trinken.

    Für mich war das warme Honigbier, als ich Keuchhusten hatte, das einzige Mittel, mit dem ich nachts Schlaf finden konnte.




  • Trockene, juckende Haut und Ekzeme
    Auch bei juckender, trockener Haut ist Honig eine gute Wahl: Einfach einen Löffel flüssigen Honig mit gleich viel Olivenöl vermischen und die Haut dünn damit einreiben. Mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  • Schnupfen und Halsweh
    Die Empfehlung, Honig in heissen Tee oder heisse Milch zu rühren, ist nicht mehr zeitgemäss. Inzwischen weiss man nämlich, dass zu grosse Hitze die gesunden Inhaltsstoffe des Honigs zumindest teilweise zerstören. Wer bei Halsschmerzen auf Honigmilch schwört, sollte diese lauwarm zubereiten. Der Honig beruhigt den Hals aber auch, wenn er pur gegessen wird. Wie bereits oben erwähnt, hat sich Honig als Hausmittel bei Entzündungen bewährt, da er Bakterien und Keime zuverlässig tötet. Aus diesem Grund ist auch eine Nasenspülung mit Honig wirksam und schafft bei hartnäckigem, festsitzenden Schnupfen sofort Erleichterung: 1 TL Honig mit einem halben TL Salz in einer zur Hälfte mit laufwarmem Wasser gefüllten Tasse auflösen und mehrmals täglich damit die Nase spülen. Bereiten Sie etwas mehr von dieser Lösung zu, haben Sie ein gutes Mittel zum Gurgeln.

Wissenswertes rund um den Honig als Hausmittel

Billiger Honig ist oft gepanscht. Achten Sie unbedingt auf gute Qualität. Farbe und Geschmack sind davon abhängig, welche Blüten und Kräuter die Bienen anfliegen. Übrigens: Bis zu 10’000 mal müssen die fleissigen Bienchen ausfliegen, um ein Kilo Honig zu produzieren!

Honig als Hausmittel

Es ist normal, wenn Honig kristallisiert und das hat keinen Einfluss auf die Qualität. In warmem Wasser wird er schnell wieder flüssig.

Möchten Sie Honig als Hausmittel verwenden, kaufen Sie ihn am besten direkt beim Imker oder im Reformhaus.

Erstklassig ist der Manuka-Honig, der so manches Antibiotika ersetzen kann.
Möchten Sie mehr über Manuka-Honig erfahren? Dann gibt es hier interessante Bücher und die Bestellmöglichkeit, nicht nur für Literatur, sondern auch für den Honig:


Übrigens: Honig ist, kühl und dunkel gelagert, beinahe unbegrenzt haltbar und somit bestens für die Vorratshaltung geeignet.

Honig als Hausmittel

Fotos in diesem Beitrag: Quelle pixabay.de

 

Pastinaken

Pastinaken – ein Gemüse aus Omas Küche feiert sein Comeback

Mögen Sie Pastinaken? Schon die Steinzeitmenschen sollen Pastinaken gegessen haben und auch von den Römern weiss man, dass sie diese sehr schätzten. Seit einigen Jahren sind sie wieder vermehrt in unseren Gemüseläden zu finden. Als typisches Wintergemüse bietet sich die Pastinake in der kalten Jahreszeit als Lieferant von unverzichtbaren Nährstoffen an.
Gut zu wissen:
Sie können aus den gesunden Pastinaken Babynahrung hergestellen, die bekömmlich und frei von Schadstoffen ist.




Im Mittelalter kamen die Wurzeln sehr häufig auf den Tisch. Etwa vom 18. Jahrhundert an wurden sie von anderen Gemüsesorten verdrängt und hatten schliesslich den Ruf ein «Arme-Leute-Essen» zu sein. So führte sie rund 150 Jahre lang ein Schattendasein, bis sie in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Delikatesse wiederentdeckt wurden.

Die Pastinake – ein aromatisches, gesundes Wintergemüse

Pastinaken schmecken leicht süsslich, das Aroma wird durch den ersten Frost noch verstärkt. Sie eignen sich hervorragend für die Vorratshaltung. Unsere Vorfahren lagerten sie in Sand, wo sie bis in den Frühling hinein haltbar blieben.

Die einheimischen Wurzeln ähneln in der Form den Rüebli (Karotten), sind aber cremefarben und meist etwas grösser. Schauen Sie beim Einkauf darauf, dass das Gemüse unbeschädigt und fest ist.

Gesunde Pastinaken – das steckt drin:

Vor allem aufgrund ihres hohen Gehaltes an Kalium und Folsäure lohnt es sich, Pastinaken regelmässig zuzubereiten. Sie unterstützen dadurch Herz, Nerven und Muskelfunktion. Auch bringen sie viele B-Vitamine auf den Tisch und sind reich an Vitamin E. Dadurch unterstützen sie die Verdauung, wirken gegen Konzentrationsstörungen und Infektanfälligkeit. Die ballaststoffreichen Wurzeln liefern zudem Magnesium, Phosphor, Natrium und Kalzium in nennenswerten Mengen.

Pastinaken Babynahrung ist sehr empfehlenswert!

Die aromatische Rübe ist kaum anfällig auf Schädlingsbefall und muss deshalb beim Anbau nicht oder kaum mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Darum greifen immer mehr Mütter für die Säuglings- und Kindernahrung lieber zu Pastinaken als zu Rüebli. Pastinaken Babynahrung kann leicht selber gekocht werden, es gibt sie aber auch fertig in Gläsern zu kaufen.

Die Zubereitung der Pastinaken als Gemüse ist unkompliziert:

  • Die Wurzeln waschen, abschaben und nochmals kurz abspülen.
  • In kurze, dicke Stücke schneiden.
  • Grosse Pastinaken einfach kreuzweise einschneiden und dann schneiden, sodass es Würfel gibt.
  • In kochendem Salzwasser mit etwas Butter so lange köcheln, bis sie weich, aber noch bissfest, sind.
  • Die Kochflüssigkeit sämig einkochen, mit Muskat würzen und als Sosse verwenden.




Leckere, leichte Wintersuppe – vegetarisch

Pastinaken Wintergemüse
Pastinaken Wintergemüse

Diese Suppe hat herrlich viel Geschmack, die Zutaten sind für ca. 4 Personen berechnet.

  • 500 g Steckrüben
  • 200 g Rüebli
  • 200 g Pastinaken
  • 150 g Petersilienwurzeln
  • 1 kleine Stangen Lauch
  • 2 EL Butter
  • 1 TL Currypulver
  • Salz, Pfeffer, etwas Kümmel
  • 1 Liter Gemüsebouillon
  • 1 TL Majoranblättli kleingeschnitten.

Die Zubereitung:

  • Das Gemüse waschen und rüsten, in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Butter in einer Pfanne schmelzen und das Gemüse, ausser dem Lauch, darin andünsten.
  • Kümmel und Currypulver dazugeben, unterrühren und kurz mitdünsten.
  • Bouillon angiessen und alles ca. 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
  • Lauch dazugeben und nochmals 10 Minuten garen.
  • Pfanne vom Herd nehmen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Majoran darunter rühren und kurz ziehen lassen.
  • Auf Teller verteilen und mit Majoranzweigen garnieren.
Tipps:

Wenn Sie es scharf mögen, geben Sie zur Suppe ein paar Spritzer Tabasco.

Diese Suppe ist übrigens auch ideal als Mitternachtssuppe, wenn die Nacht mal wieder länger ist – zum Beispiel an Silvester!




 

 

 

Baumheilkunde

Der Baum in der Naturheilkunde

Die Baumheilkunde ist weitestgehend in Vergessenheit geraten. Was für Generationen vor uns selbstverständlich war, wird aber heute so nach und nach wiederentdeckt: Bäume spenden nicht nur der Seele Kraft, sie helfen uns auch bei allerlei körperlichen Beschwerden.




Die Geschichte der Baumheilkunde

Wann die ersten Menschen entdeckten, dass unsere einheimischen Bäume heilende Eigenschaften haben, das ist nicht bekannt. Die meisten, heute noch anwendbaren, Überlieferungen aus der Naturmedizin stammen aus dem Mittelalter. Zu jener Zeit wurden verschiedene Heilmethoden angewandt und auch die Heilkraft der Bäume ganz selbstverständlich genutzt. Aus Blättern, Rinde, Früchten, Wurzeln und Harzen wussten Kräuterfrauen, Heilerinnen und Hebammen wirkungsvolle Medizin herzustellen. Zudem schätzte man die Wirkung der Bäume auf die Seele der Menschen.

Wenn Sie sich damit näher befassen möchten, empfehle ich Ihnen das Buch „Baumheilkunde – Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume“ von Reto Strassmann.

 

Für mehr Informationen einfach aufs Bild klicken:

Die Baumheilkunde und die Psyche des Menschen

Unbewusst haben wir es alle schon erlebt: Bäume spenden Kraft, lassen die kreisenden Gedanken zur Ruhe kommen, beruhigen, stärken und lassen uns durchatmen. In der Baumheilkunde heisst es beispielsweise, dass die Eiche bei Müdigkeit und Kräftemangel stärkt und ein Aufenthalt unter einer Eiche oder ein Spaziergang im Eichenwald neue Kraft und Energie verleiht. Die Birke soll Trost spenden und die Seele mit Licht und Freude füllen. Nadelbäume wie Fichte oder Tanne beruhigen innere Unruhe und Nervosität. Der Kiefer wird nachgesagt, dass sie bei unerklärlicher Traurigkeit und Melancholie lösend wirkt.




Seit Jahrtausenden fühlen Menschen sich zu Bäumen hingezogen. So war es zum Beispiel bei den alten Germanen schon üblich, dass Hochzeiten unter Linden stattfanden. Die Linde wurde mit Weiblichkeit und Fruchtbarkeit verbunden. Gerichte tagten gerne unter markanten Eichen, die deshalb manchmal noch immer als Gerichtsbäume bezeichnet werden. Nadelbäume galten als Symbol für Unsterblichkeit und das aus gutem Grunde: Sie werfen, anders als die Laubbäume, ihr Nadelkleid nie ab. So heisst es auch im berühmten Weihnachtslied „Oh Tannenbaum“:
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit …

Nadelbäume galten früher als Symbol der Unsterblichkeit
Nadelbäume galten früher als Symbol der Unsterblichkeit

Sicher haben Sie auch die wohltuene Wirkung eines Waldspazierganges gespürt. Vielleicht haben sie auch einen Baum, den sie als Freund betrachten und gerne aufsuchen, um den Alltag für einen Moment zu entfliehen. Dann wissen Sie, dass Bäume tatsächlich eine ganz besondere Energie ausstrahlen und welche Wirkung sie auf den Menschen haben können.

Baumheilkunde - unbewusst bei einem Spaziergang nutzen
Baumheilkunde unbewusst bei einem Spaziergang nutzen – Foto S. Itting

Baumheilkunde – Baummedizin

Die Wirkung eines Lindenblütentees bei Erkältungen oder eines entspannenden, schlafförderndes Kiefernadeln-Bades ist allgemein bekannt. Andere Heilwirkungen der Bäume sind ziemlich in Vergessenheit geraten. Einige davon habe ich im Folgenden zusammengetragen:

Die Linner Linde, einer der bekanntesten Kraftorte der Schweiz
Die Linner Linde, einer der bekanntesten Kraftorte der Schweiz – Foto S. Itting
      • Birkensaft – entschlackt und stärkt die Nieren. Deshalb empfiehlt er sich bei Beschwerden der Harnwege. Sie bekommen den Saft im Reformhaus oder in Naturapotheken. Wenn Sie davon mehrmals täglich einen EL mit Wasser verdünnt trinken, soll er bei Hautproblemen und schmerzenden Gelenken helfen und Müdigkeit vertreiben.
      • Birkenblätter – Birkenblätter für Tee kann man in der Apotheke kaufen, aber natürlich auch selbst sammeln. Am besten eignen sich die jungen Blätter zum Trocknen. Für eine Tasse Tee überbrühen Sie 1 EL getrocknete Birkenblätter mit kochendem Wasser und giessen den Tee nach ca. 8 Minuten durch ein Sieb ab.
        • Lindenblätter – Die herzförmigen Blätter der Linde sehen nicht nur dekorativ aus, sie enthalten auch jede Menge gesunde Inhaltsstoffe. Das sind vor allem Vitamin C, Chlorophyll, Flavonoide, Mineralsalze und reichlich Proteine. Ich packe für Wanderungen gerne einen Salat in den Rucksack und ergänze ihn unterwegs mit dem, was die Natur dazu gibt. Hier zum Beispiel waren es Blätter der berühmten und ältesten Linde der Schweiz: der Linner Linde.

          Lindenblätter enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe und sind zudem sehr dekorativ
          Lindenblätter enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe und sind zudem sehr dekorativ – Foto S. Itting

 

      • Buchenrinde – ergibt nicht unbedingt den wohlschmeckendsten Tee, aber er wirkt zuverlässig bei saurem Aufstossen und beruhigt den Magen. Ein halber Teelöffel Buchenrinde genügt pro Tasse. Übergossen mit siedend heissem Wasser soll er nicht länger als 5 Minuten ziehen. Dieser Tee gehört in die Natur-Hausapotheke! Sie können Buchenrinde kaufen oder vorsichtig vom Baum abschaben, zerkleinern und trocknen.
      • Erlenblätter – helfen bei Entzündungen in Mund und Rachen. Sammeln Sie frische Erlenblätter und schneiden oder zupfen sie diese klein. 2 TL pro Tasse mit kochendem Wasser übergiessen und abkühlen lassen. Dieser Aufguss lindert Zahnfleischentzündungen und kann bei Halsweh und Schluckbeschwerden zum Gurgeln verwendet werden.
        • Weidenrinde – wirkt bei Schmerzen und leichtem Fieber. Der Tee wird kalt angesetzt und über Nacht stehen gelassen. Er schmeckt gar nicht gut, weshalb ich ihn nur einmal probiert habe. Das Kopfweh war jedenfalls ziemlich schnell verschwunden. Inzwischen habe ich eine andere schmerzstillende Heilpflanze für mich entdeckt: das Mädesüss. Doch dazu in einem späteren Beitrag mehr.
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          Foto S. Itting

          Natürlich ist das nur ein kurzer Überblick, die Baumheilkunde hat wesentlich mehr zu bieten. Da ich in meinem Blog aber nur aufschreiben möchte, was ich selbst oder Menschen, die ich kenne, wirklich ausprobiert haben, soll das erst einmal genügen. Bestimmt wird es bald zu diesem Thema weitere Beiträge geben!

          Nutzen sie auch die Heilkraft der Bäume? Dann freue ich mich, wenn Sie im Kommentarfeld darüber berichten möchten!

Die Fotos auf dieser Seite (mit Ausnahme der Aufnahme des Nadelbaumes, diese ist von Pixabay), stammen alle von Wanderungen, die ich für meine Wandergruppe organisiert habe.

Möchten Sie einmal dabei sein? Im Moment machen wir Pause, aber Anfang 2017 starten wir neu. Sie sind herzlich willkommen!

Kommen Sie mit in die Natur - Das Schweizer Wanderforum nimmt sie mit in Wald und Berge!
Kommen Sie mit in die Natur – Das Schweizer Wanderforum nimmt sie mit in Wald und Berge!




Steckrüben – Grossmutters Winteressen

Steckrübe – diese Knolle verdient mehr Aufmerksamkeit!

Während des Krieges kamen Steckrüben häufig auf den Tisch. Da sie sehr viele Kohlenhydrate enthalten, galten sie damals als eines der wichtigsten Lebensmittel. Gross war die Auswahl an Essbarem in Kriegszeiten sowieso nicht. Geschickte Hausfrauen wussten die Knolle aber vielseitig zu verwenden. Auch für die Vorratshaltung wurde sie natürlich genutzt.

In der Nachkriegszeit verschwand die Steckrübe beinahe komplett von den Speisezetteln. Es stand wieder ein grösseres Angebot zur Verfügung und alles, was an die Hungerjahre und den Krieg erinnerte, wurde erstmal verbannt.

Erst als der Wunsch nach regionalen Produkten und das Interesse an bewusster Ernährung wuchsen, gewann sie wieder an Bedeutung. Gemeinsam mit alten Getreide-, Obst- und Gemüsesorten feiern auch die Steckrüben seit einigen Jahren ein Comeback.




Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse
Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse

Wissenswertes rund um die Steckrübe

Steckrüben sind ein typisches Wintergemüse. Die Wurzeln können bis zu zwei Kilogramm schwer werden. Grosse Knollen sind oft holzig, weshalb die kleineren zu bevorzugen sind. Sie werden ab September bis in den April hinein geerntet. Ihr gelb glänzendes, festes Fruchtfleisch liefert viel Vitamin C, ausserdem wichtige Mineralstoffe, Senföle, Frucht- und Traubenzucker. Dabei haben 100 Gramm gerade mal 35 Kalorien. Gute Gründe also, das Knollengemüse öfter zu geniessen!

Die Steckrübe in der Küche

Es gibt viele Varianten, die Steckrüben zuzubereiten, sie

  • schmecken gewürfelt, gestiftelt oder in Scheiben geschnitten,
  • können zu Püree verarbeitet werden,
  • bringen Abwechslung in Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und andere Gemüsegerichte,
  • und passen blanchiert zu vielen Salaten.

Natürlich können Steckrüben auch als Beilage zu Fleischgerichten serviert werden. Besonders gut vertragen sie sich mit Schweinefleisch, Gans und Ente. Passende Gewürze sind Pfeffer, Kümmel, Lorbeer, Ingwer und Koriander.

Wem der kräftige, erdige Geschmack nicht so zusagt, der schmort einen klein geschnittenen Apfel mit oder würfelt die Steckrübe und karamellisiert sie vor dem Kochen. Eine ähnliche Wirkung erzielen ein Teelöffel Zucker sowie etwas Zitronensaft im Kochwasser.

Buchtipp – alte Gemüsesorten
neu gekocht

Steckrüben süss-sauer einmachen – Grossmutters Rezept

Früher wurde viel mehr Vorratshaltung betrieben, als das derzeit üblich ist. Vor allem wurde für grössere Familien gekocht, gebacken und natürlich auch eingemacht. Selbstverständlich können Sie die Zutaten halbieren, wenn Ihnen die Mengenangaben in diesem Rezept zu viel erscheinen.

Steckrüben eignen sich gut für die Vorratshaltung
Wurzelgemüse eignet sich gut für die Vorratshaltung

Die Zutaten für 10 Gläser (je ½ Liter)

    • 2.5 kg Steckrüben
    • ½ Liter Weisswein
    • 120 ml Essigessenz
    • 200 g Zucker
    • 400 g Hagebuttenmus
    • 3 Lorbeerblätter
    • Ein paar Zweige Thymian
    • 1 EL schwarzer Pfeffer




Die Zubereitung

  • Etwas Thymian zur Seite legen, die anderen Zutaten zusammen in 1 Liter Wasser und dem Weisswein aufkochen.
  • Im zugedeckten Topf abkühlen lassen, dabei hin und wieder umrühren.
  • Die Steckrüben schälen, in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden und blanchieren.
  • Kalt abschrecken und zusammen mit den aufgehobenen Thymianzweigen in die Gläser verteilen.
  • Den Gewürzaufguss durch ein feines Sieb darüber giessen und die Gläser gut verschliessen.
  • In einem Einmachtopf 1 Stunde kochen.




Bewahren Sie die Gläser am besten in einem dunklen, kühlen Keller auf. Hier können Sie übrigens Steckrüben mehrere Monate lagern. Achten Sie aber darauf, dass die Knollen für die Vorratshaltung keine Wurmlöcher aufweisen. Nur unversehrte, pralle, glatte Steckrüben sind lange haltbar.