Schwarzwurzel – Winterspargel

Schwarzwurzel – gesunder «Winterspargel»

Die Schwarzwurzel war beinahe in Vergessenheit geraten. Selbstversorger, aber auch der ökologische Gemüseanbau, entdecken die dunklen Stangen seit einigen Jahren wieder neu. Und die gesunde Küche freut sich: Sind die mit dem Löwenzahn verwandten Schwarzwurzeln doch eine echte Bereicherung auf den Speisezetteln.

Die ursprünglich aus Spanien stammende Schwarzwurzel wird im Volksmund auch Winterspargel genannt. Dieses vitaminreiche Gemüse war im Mittelalter nicht als Lebens-, sondern als Heilmittel bekannt. Noch im 16. Jahrhundert galt die wild wachsende Schwarzwurzel als wirksames Gegenmittel bei Schlangenbissen und wurde Pestkranken als Medizin verabreicht. Kultiviert wird sie erst seit dem 17. Jahrhundert. Zählte man im 19. Jahrhundert noch rund 30 verschiedene Arten der Schwarzwurzel, so werden heute nur noch einige wenige angebaut.

Die gesunden Inhaltsstoffe der Schwarzwurzel

Schwarzwurzeln liefern die Vitamine C, B1 und E in nennenswerter Menge. Ausserdem stecken in ihnen wertvolle Mineralstoffe. Hier sind vor allem Folsäure, Kalium und Eisen zu nennen. Schwarzwurzeln sollten auch wegen ihres hohen Anteils an Ballaststoffen öfters auf dem Speiseplan stehen. Besonders für Frauen in den Wechseljahren ist das Gemüse zu empfehlen, es leistet nämlich einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Osteoporose. Schwarzwurzeln sind auch ideal für Diabetiker. Sie regen die Hirntätigkeit an und stärken Herz und Kreislauf. Ein weiterer Pluspunkt für das Wintergemüse: Es hat nur wenige Kalorien.



Schwarzwurzeln – Verwandte des Löwenzahns

Als Korbblütler sind die Schwarzwurzeln mit dem Löwenzahn und der Haferwurzel verwandt. Die Erntesaison der winterharten Pflanze reicht von Oktober bis in den Frühling hinein. Anbau und Ernte sind im Vergleich zu anderen Gemüsesorten etwas mühsam – lockere, tiefgründige Böden erleichtern die Arbeit. Schwarzwurzel eignet sich zum Einlagern, Einfrieren und Einmachen.

Ganz viel Schwarzwurzel-Wissen vermittelt Ihnen dieser Film. Das Video habe ich neulich entdeckt und denke, dass muss ich einfach verlinken 🙂

Die Schwarzwurzel in der Küche

Winterspargel oder gar Spargel der armen Leute wird die schmackhafte Wurzel mitunter genannt. Heute gilt sie unter den alten Gemüsesorten als die Neuentdeckung. Vegetarier und Veganer sowie alle, die sich bewusst ernähren und auf Bio setzen, betrachten die Schwarzwurzel als willkommene Abwechslung auf dem Teller. Das biologisch hochwertige Wintergemüse kann ähnlich wie Spargel zubereitet werden: Nach dem Entfernen von Schmutz und Erde werden die Wurzeln gründlich gewaschen und anschliessend geschält. Damit sie schön weiss bleiben, sollten sie nach dem Schälen sofort in Zitronen- oder Essigwasser gelegt werden.

Schwarzwurzeln lassen sich vielfältig zubereiten, aber es muss gar nicht immer ein aufwendiges Rezept sein: Kochen Sie die Wurzeln in Salzwasser mit einem Schuss Essig weich und servieren Sie sie gesalzen, mit zerlassener Butter, Spiegelei und Salat.

Buchtipp:

Hinweis für die Verarbeitung:

Tritt beim Schälen ein milchiger Saft aus, ist das ein Beweis für die Frische der Wurzel. Er färbt sehr stark, weshalb Sie eine Schürze und Küchenhandschuhe bei der Zubereitung tragen sollten. Die Verfärbungen lassen sich nur schwer auswaschen.




Neu gibt es auf meiner Seite die Kategorie «Gesunde Rezepte», wo Sie in Kürze auch mehr über die Schwarzwurzel finden werden.

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