Haare waschen mit natürlichen Mitteln

Haare natürlich pflegen

Es gibt derzeit einen Trend, die Haare nur noch mit Wasser zu waschen. Das ist umstritten und ich persönlich halte davon aus verschiedenen Gründen nichts. Aber ich versuche auch, die handelsüblichen Shampoos zu vermeiden. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe ist ziemlich erschreckend.

Deshalb freue ich mich, dass ich für diesen Blog meine Alternative zum herkömmlichen Haarshampoo aufschreiben darf. Natürlich ist es auch gut, diese Möglichkeit zu kennen, falls es einmal nicht möglich ist, in der Drogerie oder im Supermarkt die nötigen Pflegeprodukte zu kaufen.

Glänzende und gesunde Haare dank natürlicher Pflege

Ich habe gerade, eher dünne Haare. Dieses selbst gemischte Shampoo eignet sich aber für jede Haarstruktur. Selbstversorger haben sicher alle Zutaten im Haus, das sind lediglich:

• 2-3 EL Bier (die Menge der Zutaten kommt ein bisschen auf die Haarlänge und -fülle an)
• 1 Eigelb
• Saft von einer halben Zitrone.

zitrone-shampoo-naturkosmetik-selbstversorger

Geben Sie zuerst das Eigelb in eine Schüssel und verschlagen Sie es mit einem kleinen Schneebesen oder einer Gabel. Dann geben sie die Zitrone und das Bier dazu und rühren alles gut, bis es sich zu einem gleichmässigen natürlichen Haarshampoo verbunden hat.
Dieses selbstgemachte Haarwaschmittel verwenden Sie auf feuchtem, nicht tropfendem Haar. Massieren Sie es wie gewohnt ein und lassen Sie es mindestens 5 Minuten einwirken. (Deshalb der Hinweis, dass die Haare nicht tropfnass sein sollten).
Anschliessend mit lauwarmem Wasser sehr gründlich ausspülen.


Ich benötige keine zusätzliche Pflegespülung, meine Haare werden durch diese Behandlung nicht nur sauber, sondern lassen sich auch gut kämmen und glänzen schön.

Gibt es weitere Möglichkeiten, Haare ohne Shampoo zu pflegen?

Natürlich gibt es die, bestimmt folgen dazu später noch weitere Beiträge. Hier möchte ich nur kurz aufzählen, was Sie zum Beispiel tun können, wenn Ihre Haare eine Wäsche benötigen und Sie kein Haarwaschmittel zur Hand haben oder auch auf Naturprodukte setzen möchten:

• Waschen Sie Ihre Haare mit lauwarmem Wasser und etwas Natron und spülen Sie es abschliessend mit Essigwasser.
• Manche Frauen machen gute Erfahrung mit Roggenmehl als Ersatz für Haarshampoo.
• Babypuder soll die gleiche Wirkung wie Trockenshampoo haben, jedoch deutlich milder sein.
• Verschiedene Seifen eignen sich sehr gut zum Haare waschen. Fühlen sich die Haare davon etwas klebrig an, ist das natürlich ungewohnt. Dann können Sie eine Spülung mit Essig- oder Zitronenwasser machen, wodurch Ihre Haare schön weich werden und glänzen.

Noch viel mehr gute Tipps finden Sie in diesem Buch:

 

Eier für die Vorratshaltung – Hühnerhaltung für die Selbstversorgung

Eier für die Vorratshaltung – Tipps für Selbstversorger und Vorratshaltung

Heute weiss schon jedes Kind: Eier sollten immer frisch sein, im Kühlschrank aufbewahrt werden, und müssen, falls sie eine beschädigte Schale haben, rasch verbraucht werden.

Aber wie war das früher, bevor es Kühlschränke gab?

Grossmutter kannte verschiedene Methoden für die Aufbewahrung von Eiern
Grossmutter kannte verschiedene Methoden für die Aufbewahrung von Eiern




Während des Winters legten früher alle Hühner viel weniger Eier, die meisten sogar gar keine mehr. Deshalb musste es Möglichkeiten geben, einen Vorrat anzulegen. Denken Sie nur beispielsweise einmal an die Weihnachtsbäckerei unserer Vorfahren! Da hat man keine Guetzli gekauft, sondern fleissig für die Grossfamilie gebacken. Sonntags gab es einen Kuchen und auch die Pasta wurde selbst gemacht. Wie wurden Eier aber monatelang gelagert? Ich habe in Aufzeichnungen meiner Urgrossmutter Antworten gefunden und versuche, diese verständlich und für die heutige Zeit anwendbar wiederzugeben.

Eier für die Vorratshaltung – was Uroma noch wusste:

• Septembereier sind für die Vorratshaltung am besten geeignet. Sie können ohne besondere Vorsichtsmassnahmen auf einem Eierbrett in einem kühlen, dunklen Raum aufbewahrt werden. Es ist wichtig, dass sie im Winter immer wieder gewendet werden. Da heute wahrscheinlich niemand mehr ein Eierbrett aus Keramik daheim hat, denke ich, dass ein Eierkarton den Zweck auch erfüllen würde.

• Eine weitere Möglichkeit, die früher weit verbreitet war, war jene, die Eier in einem absolut trockenen Gefäss in ebenso trockenem Salz, Sand oder in Asche zu lagern. Dieses Material musste im Winter ein- zweimal erneuert werden.

• Es gibt noch eine andere, zu jener Zeit offensichtlich sehr beliebte, Methode, Eier einzulegen: Die Konservierung mit Wasserglas. Im Verhältnis 1:9 mit Wasser angerührt, wurde die chemische Substanz mit einem Schneebesen aufgeschlagen, bis sie eine gallertartige Konsistenz bekam. Die gut gesäuberten Eier kamen da hinein und wurden konserviert, indem die Lösung die Poren der Schalen verschloss. Luft, Wasser oder Mikroorganismen konnten nicht mehr eindringen und das Ei war über Monate hinweg geschützt. Wasserglas wird heute kaum noch für die Vorratshaltung verwendet, findet aber im Bauwesen Einsatz. Deshalb sollte es leicht zu bekommen sein, falls sich jemand für diese Methode interessiert.

• Sollten Eier nicht über den Winter, sondern nur ein paar Wochen frisch bleiben, war es üblich, die Schale mit Fett einzureiben.

Warum legen die meisten Hühner heute auch im Winter?

Fehlt ausreichend Licht und Wärme, gibt es weniger Eier.


Wer nur wenige Hühner für die Selbstversorgung hält, kennt das: Manche Hühner lassen sich überzeugen, doch ab und zu ein Ei zu legen, wenn sie zum Beispiel in warmem Wasser aufgeweichtes Toastbrot zum Fressen bekommen. Andere Hühnerhalter schwören auf das Füttern von Sonnenblumenkernen. Ob es auch nützt, mit seinem Huhn zu sprechen und ihm ein paar Streicheleinheiten zu schenken? Da erinnere ich mich an Frieda, mein Lieblingshuhn aus Kindertagen. Frieda liess sich streicheln und herumtragen und ihre Eier schmeckten viel besser als die anderen. Mir zumindest. Wer für die Selbstversorgung nur ein Dutzend Hühner hält, kann seinen Tieren natürlich viel mehr derartige Aufmerksamkeit schenken, als wenn Hunderte Hühner im Stall daheim sind.
Kunstlicht für den Hühnerstall ist ganz klar die zuverlässigere Lösung.

Auch ein Huhn freut sich über Streicheleinheiten
Auch ein Huhn freut sich über Streicheleinheiten

Sicher haben Sie schon Sprüche gehört wie: «Mit den Hühnern ins Bett gehen» oder «Beim ersten Hahnenschrei». Das heisst nichts anderes, als dass sich die Hühner ohne entsprechende Massnahmen ihren natürlichen Rhythmus anpassen: Mit den ersten Sonnenstrahlen in den Tag starten, in der Dämmerung schlafen gehen. Das tun sie auch heute noch, sofern sie nicht in modernen, beleuchteten Ställen leben. Dazu kommt, dass ein Huhn viel zum Fressen braucht, damit es täglich ein Ei produzieren kann. In der dunklen Jahreszeit findet es aber tagsüber im Freilauf kaum genug Nahrung dafür. Wer also erzwingen möchte, dass seine Tiere auch in der dunklen Jahreszeit täglich ein Ei legen, muss mit modernen Mitteln für die nötigen Bedingungen sorgen:

Spezielles Licht und gutes Futter verhelfen auch im Winter zu ausreichend frischen Eiern. Schweizer Bauern sind für ihre Hühnerställe pro Tag maximal 16 Stunden Kunstlicht erlaubt.

Übrigens, wenn Sie für die Selbstversorgung Hühner halten möchten, beachten Sie bitte, dass diese für das Legen der Eier einen dunkleren Platz bevorzugen.

Wir hatten zwar früher zu Hause selber Hühner, die aber ihren natürlichen Hühnerrhythmus lebten und im Winter nicht mit speziellen Massnahmen zum Eierlegen animiert wurden. Ich bin also keine Geflügelfachfrau und kann Ihnen keine Fachfragen beantworten. Ich habe aber einen Link gefunden, der viele Antworten rund um die Hühnerhaltung in der Schweiz gibt.




—> Wer noch mehr wissen möchte, findet vertieftes Hühner- und Selbstversorgerwissen zum Beispiel in diesen Büchern:

Für die Vorratshaltung sollten nur einwandfreie Eier in Bioqualität verwendet werden. Wer keine eigenen Hühner halten kann oder möchte, bezieht diese am besten direkt beim Biobauer.