Steckrüben – Grossmutters Winteressen

Steckrübe – diese Knolle verdient mehr Aufmerksamkeit!

Während des Krieges kamen Steckrüben häufig auf den Tisch. Da sie sehr viele Kohlenhydrate enthalten, galten sie damals als eines der wichtigsten Lebensmittel. Gross war die Auswahl an Essbarem in Kriegszeiten sowieso nicht. Geschickte Hausfrauen wussten die Knolle aber vielseitig zu verwenden. Auch für die Vorratshaltung wurde sie natürlich genutzt.

In der Nachkriegszeit verschwand die Steckrübe beinahe komplett von den Speisezetteln. Es stand wieder ein grösseres Angebot zur Verfügung und alles, was an die Hungerjahre und den Krieg erinnerte, wurde erstmal verbannt.

Erst als der Wunsch nach regionalen Produkten und das Interesse an bewusster Ernährung wuchsen, gewann sie wieder an Bedeutung. Gemeinsam mit alten Getreide-, Obst- und Gemüsesorten feiern auch die Steckrüben seit einigen Jahren ein Comeback.




Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse
Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse

Wissenswertes rund um die Steckrübe

Steckrüben sind ein typisches Wintergemüse. Die Wurzeln können bis zu zwei Kilogramm schwer werden. Grosse Knollen sind oft holzig, weshalb die kleineren zu bevorzugen sind. Sie werden ab September bis in den April hinein geerntet. Ihr gelb glänzendes, festes Fruchtfleisch liefert viel Vitamin C, ausserdem wichtige Mineralstoffe, Senföle, Frucht- und Traubenzucker. Dabei haben 100 Gramm gerade mal 35 Kalorien. Gute Gründe also, das Knollengemüse öfter zu geniessen!

Die Steckrübe in der Küche

Es gibt viele Varianten, die Steckrüben zuzubereiten, sie

  • schmecken gewürfelt, gestiftelt oder in Scheiben geschnitten,
  • können zu Püree verarbeitet werden,
  • bringen Abwechslung in Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und andere Gemüsegerichte,
  • und passen blanchiert zu vielen Salaten.

Natürlich können Steckrüben auch als Beilage zu Fleischgerichten serviert werden. Besonders gut vertragen sie sich mit Schweinefleisch, Gans und Ente. Passende Gewürze sind Pfeffer, Kümmel, Lorbeer, Ingwer und Koriander.

Wem der kräftige, erdige Geschmack nicht so zusagt, der schmort einen klein geschnittenen Apfel mit oder würfelt die Steckrübe und karamellisiert sie vor dem Kochen. Eine ähnliche Wirkung erzielen ein Teelöffel Zucker sowie etwas Zitronensaft im Kochwasser.

Buchtipp – alte Gemüsesorten
neu gekocht

Steckrüben süss-sauer einmachen – Grossmutters Rezept

Früher wurde viel mehr Vorratshaltung betrieben, als das derzeit üblich ist. Vor allem wurde für grössere Familien gekocht, gebacken und natürlich auch eingemacht. Selbstverständlich können Sie die Zutaten halbieren, wenn Ihnen die Mengenangaben in diesem Rezept zu viel erscheinen.

Steckrüben eignen sich gut für die Vorratshaltung
Wurzelgemüse eignet sich gut für die Vorratshaltung

Die Zutaten für 10 Gläser (je ½ Liter)

    • 2.5 kg Steckrüben
    • ½ Liter Weisswein
    • 120 ml Essigessenz
    • 200 g Zucker
    • 400 g Hagebuttenmus
    • 3 Lorbeerblätter
    • Ein paar Zweige Thymian
    • 1 EL schwarzer Pfeffer




Die Zubereitung

  • Etwas Thymian zur Seite legen, die anderen Zutaten zusammen in 1 Liter Wasser und dem Weisswein aufkochen.
  • Im zugedeckten Topf abkühlen lassen, dabei hin und wieder umrühren.
  • Die Steckrüben schälen, in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden und blanchieren.
  • Kalt abschrecken und zusammen mit den aufgehobenen Thymianzweigen in die Gläser verteilen.
  • Den Gewürzaufguss durch ein feines Sieb darüber giessen und die Gläser gut verschliessen.
  • In einem Einmachtopf 1 Stunde kochen.




Bewahren Sie die Gläser am besten in einem dunklen, kühlen Keller auf. Hier können Sie übrigens Steckrüben mehrere Monate lagern. Achten Sie aber darauf, dass die Knollen für die Vorratshaltung keine Wurmlöcher aufweisen. Nur unversehrte, pralle, glatte Steckrüben sind lange haltbar.

 

Schwarzwurzel – Winterspargel

Schwarzwurzel – gesunder «Winterspargel»

Die Schwarzwurzel war beinahe in Vergessenheit geraten. Selbstversorger, aber auch der ökologische Gemüseanbau, entdecken die dunklen Stangen seit einigen Jahren wieder neu. Und die gesunde Küche freut sich: Sind die mit dem Löwenzahn verwandten Schwarzwurzeln doch eine echte Bereicherung auf den Speisezetteln.

Die ursprünglich aus Spanien stammende Schwarzwurzel wird im Volksmund auch Winterspargel genannt. Dieses vitaminreiche Gemüse war im Mittelalter nicht als Lebens-, sondern als Heilmittel bekannt. Noch im 16. Jahrhundert galt die wild wachsende Schwarzwurzel als wirksames Gegenmittel bei Schlangenbissen und wurde Pestkranken als Medizin verabreicht. Kultiviert wird sie erst seit dem 17. Jahrhundert. Zählte man im 19. Jahrhundert noch rund 30 verschiedene Arten der Schwarzwurzel, so werden heute nur noch einige wenige angebaut.

Die gesunden Inhaltsstoffe der Schwarzwurzel

Schwarzwurzeln liefern die Vitamine C, B1 und E in nennenswerter Menge. Ausserdem stecken in ihnen wertvolle Mineralstoffe. Hier sind vor allem Folsäure, Kalium und Eisen zu nennen. Schwarzwurzeln sollten auch wegen ihres hohen Anteils an Ballaststoffen öfters auf dem Speiseplan stehen. Besonders für Frauen in den Wechseljahren ist das Gemüse zu empfehlen, es leistet nämlich einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Osteoporose. Schwarzwurzeln sind auch ideal für Diabetiker. Sie regen die Hirntätigkeit an und stärken Herz und Kreislauf. Ein weiterer Pluspunkt für das Wintergemüse: Es hat nur wenige Kalorien.



Schwarzwurzeln – Verwandte des Löwenzahns

Als Korbblütler sind die Schwarzwurzeln mit dem Löwenzahn und der Haferwurzel verwandt. Die Erntesaison der winterharten Pflanze reicht von Oktober bis in den Frühling hinein. Anbau und Ernte sind im Vergleich zu anderen Gemüsesorten etwas mühsam – lockere, tiefgründige Böden erleichtern die Arbeit. Schwarzwurzel eignet sich zum Einlagern, Einfrieren und Einmachen.

Ganz viel Schwarzwurzel-Wissen vermittelt Ihnen dieser Film. Das Video habe ich neulich entdeckt und denke, dass muss ich einfach verlinken 🙂

Die Schwarzwurzel in der Küche

Winterspargel oder gar Spargel der armen Leute wird die schmackhafte Wurzel mitunter genannt. Heute gilt sie unter den alten Gemüsesorten als die Neuentdeckung. Vegetarier und Veganer sowie alle, die sich bewusst ernähren und auf Bio setzen, betrachten die Schwarzwurzel als willkommene Abwechslung auf dem Teller. Das biologisch hochwertige Wintergemüse kann ähnlich wie Spargel zubereitet werden: Nach dem Entfernen von Schmutz und Erde werden die Wurzeln gründlich gewaschen und anschliessend geschält. Damit sie schön weiss bleiben, sollten sie nach dem Schälen sofort in Zitronen- oder Essigwasser gelegt werden.

Schwarzwurzeln lassen sich vielfältig zubereiten, aber es muss gar nicht immer ein aufwendiges Rezept sein: Kochen Sie die Wurzeln in Salzwasser mit einem Schuss Essig weich und servieren Sie sie gesalzen, mit zerlassener Butter, Spiegelei und Salat.

Buchtipp:

Hinweis für die Verarbeitung:

Tritt beim Schälen ein milchiger Saft aus, ist das ein Beweis für die Frische der Wurzel. Er färbt sehr stark, weshalb Sie eine Schürze und Küchenhandschuhe bei der Zubereitung tragen sollten. Die Verfärbungen lassen sich nur schwer auswaschen.




Neu gibt es auf meiner Seite die Kategorie «Gesunde Rezepte», wo Sie in Kürze auch mehr über die Schwarzwurzel finden werden.

Obstsaft selber machen

Obstsäfte ohne Entsafter selber machen

Im Spätsommer und im September gibt es viele einheimische Obstsorten. Meist werden sie frisch verzehrt, zum Backen genutzt, oder zu Marmelade verarbeitet. Aber es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, die leckeren Früchte haltbar zu machen: als Obstsaft zum Beispiel. Für die Selbstversorgung spielt das Entsaften eine grosse Rolle.

Fruchtsäfte gehören in jede Vorratshaltung und werten den Notvorrat mit wertvollen Vitalstoffen auf. Obstsaft lässt sich auf verschiedene Art und Weise gewinnen. In vielen Haushalten findet sich ein Entsafter, der die Arbeit übernimmt. Wie aber funktioniert das Entsaften ohne ein entsprechendes Gerät, oder wenn kein Strom vorhanden ist? Werfen wir dafür wieder einen Blick in Omas Aufzeichnungen:

3 Methoden wie Sie Fruchtsaft ohne Saftpresse herstellen können

  • Am einfachsten lässt sich Saft gewinnen, wenn die einwandfreien, gut gereinigten und reifen Früchte knapp mit Wasser bedeckt einmal aufgekocht werden. Dann werden Sie durch ein Sieb, das mit einem Küchentuch oder mit einer Mullwindel ausgelegt ist, abgegossen. Der so gewonnene Saft ist klar, aber natürlich mit Wasser vermischt.

    Selbst gemachte Fruchtsäfte eignen sich sehr gut für die gesunde Vorratshaltung.
    Selbst gemachte Fruchtsäfte eignen sich sehr gut für die gesunde Vorratshaltung.
  • Für die Dampfentsaftung gibt es verschiedene Geräte. Es geht aber auch ohne. Sie können sich selbst mit einfachen Mitteln einen behelfsmässigen Dampfentsafter herstellen. Die Saftgewinnung auf diese Weise ist natürlich nur für kleine Mengen geeignet.

Sie benötigen einen grossen Top, in welchen ein kleineres Gefäss gestellt wird. Nun füllen Sie so viel Wasser in den Topf, dass es dem kleineren Behältnis etwa ein bis zwei Zentimeter unter den Rand reicht. Anstelle eines Deckels kommt ein Sieb, welches wiederum mit einem sauberen Tuch ausgelegt wird, auf den Topf.
Verwenden Sie ein Sieb, dass nach unten leicht spitz zuläuft. Eines aus Drahtgewebe können Sie selbst zurechtbiegen. Das verhindert, dass ein Teil des Obstsaftes in das Wasser tropft. Aus dem gleichen Grund sollten auch nicht zu viele Früchte auf einmal entsaftet werden.
Das zerkleinerte Obst wird in das Sieb gelegt und das Wasser zum Kochen gebracht. Durch die Erhitzung und den aufsteigenden Dampf werden die Früchte entsaftet, der Fruchtsaft tropft in das Gefäss. Er kommt bei dieser Methode nicht mit dem Wasser in Berührung und bleibt deshalb völlig rein.

Zum Entsaften darf nur einwandfreies Obst verwendet werden.
Zum Entsaften darf nur einwandfreies Obst verwendet werden.
  • Auch die folgende Methode eignet sich für die Saftgewinnung von kleinen Obstmengen: Die Früchte werden zerstampft und leicht gezuckert. Dann kommen sie über Nacht in ein Glas- oder Steingutgefäss. (Plastik kannte Urgrossmutter natürlich noch nicht. Das würde sicher auch gehen, die alten Varianten gefallen mir jedoch besser.) Am folgenden Tag wird das Obst durch ein Tuch gepresst, um den Fruchtsaft zu gewinnen. Dieses Verfahren ist besonders für weiches Obst, wie z.B. Beeren, geeignet. Es ist weniger ergiebig als die beiden erstgenannten Methoden.

Wenn für die Selbstversorgung regelmässig grössere Mengen Obst entsaftet werden, lohnt sich natürlich die Anschaffung eines Entsafters. Ein gutes Gerät ist nicht günstig. Hier gibt es alle Haushaltsgeräte, so auch verschiedene Saftpressen, zu Fabrikpreisen: einfach «Entsafter» in die Suchfunktion eingeben.

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Fruchtsäfte für Vorratshaltung

Der Obstsaft wird noch heiss mit Zucker vermischt, in Flaschen gefüllt und ca. eine halbe Stunde bei 75 Grad eingekocht. Die Flaschen sollten kühl und dunkel gelagert werden.

Noch ein paar Tipps:

Selbst gemachter Obstsaft steckt voller gesunder Vitalstoffe
Selbst gemachter Obstsaft steckt voller gesunder Vitalstoffe

  • Ich verwende seit einiger Zeit vorwiegend Birkenzucker. Er eignet sich sehr gut zum Einmachen und soll Marmelade und Obstsäfte sogar besonders gut haltbar machen, da sich schädliche Mikroorganismen wie Pilze oder Bakterien nicht von echtem Birkenzucker ernähren. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass Fruchtzucker und Wasser trotzdem vorhanden sind und das Eingekochte mit der Zeit leider doch verderben wird.
  • Es sollte auch zum Entsaften nur einwandfreie Ware verwendet werden. Das Obst muss vorher gut gereinigt und verlesen werden, damit keine fauligen oder schimmeligen Stellen übersehen werden.
  • Die oft gestellte Frage, wie lange selbst gemachter Obstsaft haltbar ist, ist nicht pauschal zu beantworten. Früher wurde ein viel grösserer Notvorrat angelegt, als heute üblich. Fast jede Familie hatte einen Vorratskeller und dort wurde Eingemachtes oft jahrelang gelagert, ohne dass es Schaden nahm.
  • Schreiben Sie jede Flasche mit Inhalt und Datum an und schauen Sie regelmässig, ob alle Ware noch in einwandfreiem Zustand ist. Selbst gemachter Fruchtsaft ist bestens für langfristige Vorratshaltung geeignet.
  • Wenn Sie sich ausführlich in das Thema vertiefen möchten, gibt es einige gute Bücher:

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    Auf meiner Webseite finden Sie regelmässig Tipps, News und Informationen zu den Themen Selbstversorgung, Vorratshaltung und Notvorrat.

    Hagebutten – ideal für Selbstversorger

    Hagebutten – Wissenswertes und leckere Rezepte

    Hagebutten sind auch für Selbstversorger, die keinen eigenen Garten haben, ideal. Sie wachsen wild und oft sogar direkt neben dem Weg, an Hecken oder an Waldrändern, sodass sie bequem gesammelt werden können.

    Hagebutten reifen im Spätsommer und können etwa ab Ende September, sobald sie leuchtend rot sind, geerntet werden. Wer warten mag: Hagebutten werden nach dem ersten Frost süsser.

    Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.
    Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.

    Die kleinen supergesunden Kraftpakete eignen sich hervorragend für die Vorratshaltung. Sie schmecken angenehm süss und in ihnen steckt eine grosse Portion an Mineralstoffen und Vitaminen. Ausserdem enthalten sie Pektin und Betacarotin. Diese vielen Vorzüge sollten Sie nutzen und den kleinen «Dornapfel» oder «Rosenapfel», wie die Hagebutte im Volksmund heisst, von einem Herbstspaziergang mit nach Hause nehmen.

    Gesunde Vorratshaltung mit Hagebutten

    Nur eine Frucht enthält noch mehr Vitamin C als die Hagebutte: der Sanddorn. Hagebutten sind somit ein super Mittel um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen zu lindern. Besonders als Tee gehören sie in jede Hausapotheke. Hagebutten sind seit Hunderten von Jahren als wirksames Heilmittel gegen Darm-, Nieren- und Blasenbeschwerden bekannt. Dank seiner entzündungshemmenden Stoffe beugt Hagebuttentee Infektionen vor. Hagebuttenmarmelade ist zwar nicht so ganz so gesund, wie der Tee, aber im Vergleich zu vielen anderen Brotaufstrichen hat sie doch die Nase vorn.


    Hagebutten einmachen

    Hagebutten kann man nicht nur als Marmelade einmachen. Selbstversorger sollten auch ein paar Gläser mit den Früchten im Notvorrat haben. Schon Uroma kochte die Hagebutten für Vorratshaltung folgendermassen ein:

    • Stiel und Kelch entfernen.
    • Den Samen mit den juckenden Härchen entfernen.
    • Die Früchte in kaltem Wasser gründlich waschen, damit keine Härchen übrig bleiben.
    • Aus 500 g Zucker und 1 l Wasser eine Zuckerlösung bereiten.
    • Die Hagebutten in sterile Gläser füllen.
    • Mit der Zuckerlösung übergiessen und bei 80 Grad erhitzen: enge Gläser 20 Minuten, weite Gläser 25 Minuten.
    • Dann die Gläser sofort fest verschliessen und zum Abkühlen verkehrt herum auf ein Küchentuch stellen.

    Heute ist man ja allgemein mit Haltbarkeitsdaten oft übervorsichtig. Früher hielten eingemachte Früchte jahrelang. Warum sollte sich das heute, sofern ein kühler, dunkler Vorratskeller vorhanden ist, geändert haben?

    Wer selbst eingemachte Hagebutten im Notvorrat hat, kann jederzeit auf eine vorzügliche und gesunde Zutat zurückgreifen. Die Hagebutten eignen beispielsweise sich als Beilage zu Fleischgerichten, zum Belegen von Torten und für viele Süssspeisen.

    Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.
    Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.

    Erfrischender, stärkender Hagebuttentee

    Wenn Sie die Hagebutten trocknen möchten, müssen Sie die Kerne nicht extra entfernen. Lediglich der Stielansatz und die Blüten müssen mit einem kleinen Messer weggeschnitten werden. Dann spülen Sie die Früchte kurz unter fliessendem Wasser ab und breiten sie zum Trocknen auf ein Küchentuch aus. Anschliessend die Hagebutten mit einem Cutter zerkleinern. Idealerweise trocknen Sie die Früchte in einem Dörrapparat. Fehlt dieser, können die Hagebutten auch auf ein Backblech ausgebreitet im Backofen langsam bei maximal 40 Grad getrocknet werden. Lassen Sie dabei die Backofentüre einen Spalt offenstehen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Das Trocknen im Backofen kann sehr lange dauern und braucht natürlich viel Energie.

    Wie so vieles, führt Pearl natürlich auch Dörrautomaten zu sehr fairen Preisen. Ich finde, die Anschaffung lohnt sich, denn getrocknetes Obst und Gemüse gehört in jeden Notvorrat.


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    Hagebuttentee zubereiten

    Damit die juckenden, feinen Härchen nicht mit im Tee landen, benutzen Sie am besten einen Teefilterbeutel. 6 Teelöffel getrocknete Hagebutten in den Filter füllen, mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgiessen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen.

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    Dreimal täglich eine Tasse in der kalten Jahreszeit getrunken, stärkt das Immunsystem und hilft, Erkältungen vorzubeugen.

    Eine Wohltat bei Hudelwetter ist eine warme Hagebutten-Apfel-Suppe

    Dieses Rezept ergibt 4 Portionen. Sie benötigen dafür getrocknete Hagebuttenschalen ohne Kerne.

    • Die Hagebuttenschalen mehrere Stunden, am besten über Nacht, in kaltem Wasser einweichen.
    • Das Wasser abgiessen und die Früchte mit einem halben Liter frischem Wasser aufkochen. In ca. 45 Minuten garen bis sie weich sind.
    • Pürieren und durch ein feines Sieb streichen.

    • 2 kleine Äpfel rüsten: schälen, Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel in Ringe schneiden.
    • Einen halben Liter Wasser aufkochen und die Apfelringe kurz darin garen. Herausnehmen und abtropfen lassen.
    • 1 EL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glattrühren und unter ständigem Rühren dem Kochwasser hinzufügen.
    • Hagebuttenmus und 4 EL Zucker dazu geben, erhitzen und abschmecken: Falls Sie es süsser wünschen, geben Sie einfach noch etwas Zucker dazu.
    • Die Suppe in Suppenschalen verteilen und die Apfelringe dazugeben.
    • Mit Schlagrahm garnieren.

     

     

    Wie vitaminreich ist eingemachtes Obst und Gemüse?

    Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie gesund eigentlich selbst eingemachte Früchte und Gemüse sind? In industriellen Konserven werden oft künstliche Vitamine zugefügt. Ob diese wirklich gut für die Gesundheit sind, ist umstritten. Wir bevorzugen natürliche Kost.

    Halten Sie sich an die angegebenen Zeiten und kochen Sie das Einmachgut nur so lange, wie nötig. Dann ist es eine wertvolle Ergänzung für Ihren Notvorrat.

    Über den Vitaminreichtum von selbst gemachten Konserven

    Bis etwa Mitte vom letzten Jahrhundert war Einkochen und überhaupt die Vorratshaltung noch selbstverständlich. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts ergaben Studien, dass gewissenhaft sterilisierte Lebensmittel einwandfrei und vollwertig frischgehalten werden. Mit der Zeit, also wenn Sie das Eingemachte länger als ein Jahr lagern, verringert sich der Vitamingehalt zwar, aber als Ergänzung in einer Zeit, in der frisches Obst und Gemüse nicht immer verfügbar ist, sind Haushaltskonserven eine gute Alternative.

    Vitamine, die hitzeempfindlich sind, gehen beim Einkochen bis etwa 30 % verloren. Allerdings weiss man heute, dass auch Frischobst von der Ernte über den Händler bis zum Verbraucher einiges an Vitaminen einbüsst. Besonders Salat sollte so rasch als möglich gegessen werden.

    Fazit: Wenn Sie die Möglichkeit haben, reifes, einwandfreies Obst und Gemüse einzukochen, sollten Sie diese nutzen. Greifen Sie am besten auf ganz frische Ware zurück.

    Autorin Michaela Km.