Alkoholfreier Punsch

Punsch ohne Alkohol – wärmender Hagebutten-Punsch

Ein alkoholfreier Punsch wärmt und tut gut. Er ist das perfekte Getränk nach einem Winterspaziergang und passt natürlich zu feinen Guetzli. Auch wenn Glühwein das beliebteste Getränk in der Adventszeit ist, so kann ein alkoholfreier Punsch doch locker mithalten. Vor allem, wenn er selbst gemacht ist. Vergessen Sie die oft faden Varianten, die es auf Weihnachtsmärkten speziell für Kinder gibt: Folgende Rezept-Idee begeistert Ihre Familie und das Christkind garantiert!

Alkoholfreier Punsch mit Hagebutten und Beeren

So bereiten Sie einen alkoholfreien Punsch, einen Seelenwärmer für Jung und Alt, zu:

Zutaten für 4 Gläser

  • 4 TL Hagebuttentee
  • 2 Zimtstangen
  • 200 ml roten Johannisbeersaft
  • 200 g Heidelbeeren
  • 4 TL Zucker
  • Zimtstangen zum Garnieren




Die Zubereitung:

  • 400 ml Wasser aufkochen und über den Hagebuttentee sowie die Zimtstangen giessen.
  • 10 Minuten ziehen lassen.
  • Einige Heidelbeeren zur Seite legen, die anderen pürieren.
  • Den Johannisbeersaft erhitzen, er sollte jedoch nicht kochen.
  • Den Tee durch ein Teesieb abgiessen und mit dem Püree und dem Johannisbeersaft mischen.
  • 4 Gläser heiss ausspülen und den alkohlfreien Punsch einfüllen.
  • Mit dem Zucker süssen.
  • Vor dem Servieren mit den restlichen Heidelbeeren und den Zimtstangen garnieren.
Alkoholfreier Punsch wärmt Jung und Alt nach einem Winterspaziergang
Alkoholfreier Punsch wärmt Jung und Alt nach einem Winterspaziergang

Gesunde Tipps

Natürlich können Sie den alkoholfreien Punsch aus getrockneten Früchten in Teebeuteln kochen. Er schmeckt aber nicht nur besser, wenn Sie selbst gesammelte Hagebutten verwenden, sondern ist dann auch gesünder. Wie Sie einen erfrischenden, stärkenden Hagbuttentee herstellen, lesen Sie in diesem Beitrag. Hagebutten können Sie problemlos auch nach dem ersten Schnee und Frost noch sammeln, sie schmecken dann sogar etwas süsser.

Zum Süssen empfehle ich Ihnen Birkenzucker. Er steht in Geschmack und Süsskraft dem üblichen Haushaltszucker in nichts nach, ist jedoch sehr kalorienarm und vor allem zahnfreundlich.

Ein Punsch ist übrigens auch eine Wohltat auf Wanderungen im Winter und auf Schneeschuhtouren. Die meisten Outdoor-Sportler haben ohnehin immer eine Thermoskanne mit heissen Tee im Rucksack. Da ist ein  – natürlich alkoholfreier – Punsch eine leckere Alternative.




Hagebutten – ideal für Selbstversorger

Hagebutten – Wissenswertes und leckere Rezepte

Hagebutten sind auch für Selbstversorger, die keinen eigenen Garten haben, ideal. Sie wachsen wild und oft sogar direkt neben dem Weg, an Hecken oder an Waldrändern, sodass sie bequem gesammelt werden können.

Hagebutten reifen im Spätsommer und können etwa ab Ende September, sobald sie leuchtend rot sind, geerntet werden. Wer warten mag: Hagebutten werden nach dem ersten Frost süsser.

Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.
Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.

Die kleinen supergesunden Kraftpakete eignen sich hervorragend für die Vorratshaltung. Sie schmecken angenehm süss und in ihnen steckt eine grosse Portion an Mineralstoffen und Vitaminen. Ausserdem enthalten sie Pektin und Betacarotin. Diese vielen Vorzüge sollten Sie nutzen und den kleinen «Dornapfel» oder «Rosenapfel», wie die Hagebutte im Volksmund heisst, von einem Herbstspaziergang mit nach Hause nehmen.

Gesunde Vorratshaltung mit Hagebutten

Nur eine Frucht enthält noch mehr Vitamin C als die Hagebutte: der Sanddorn. Hagebutten sind somit ein super Mittel um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen zu lindern. Besonders als Tee gehören sie in jede Hausapotheke. Hagebutten sind seit Hunderten von Jahren als wirksames Heilmittel gegen Darm-, Nieren- und Blasenbeschwerden bekannt. Dank seiner entzündungshemmenden Stoffe beugt Hagebuttentee Infektionen vor. Hagebuttenmarmelade ist zwar nicht so ganz so gesund, wie der Tee, aber im Vergleich zu vielen anderen Brotaufstrichen hat sie doch die Nase vorn.


Hagebutten einmachen

Hagebutten kann man nicht nur als Marmelade einmachen. Selbstversorger sollten auch ein paar Gläser mit den Früchten im Notvorrat haben. Schon Uroma kochte die Hagebutten für Vorratshaltung folgendermassen ein:

  • Stiel und Kelch entfernen.
  • Den Samen mit den juckenden Härchen entfernen.
  • Die Früchte in kaltem Wasser gründlich waschen, damit keine Härchen übrig bleiben.
  • Aus 500 g Zucker und 1 l Wasser eine Zuckerlösung bereiten.
  • Die Hagebutten in sterile Gläser füllen.
  • Mit der Zuckerlösung übergiessen und bei 80 Grad erhitzen: enge Gläser 20 Minuten, weite Gläser 25 Minuten.
  • Dann die Gläser sofort fest verschliessen und zum Abkühlen verkehrt herum auf ein Küchentuch stellen.

Heute ist man ja allgemein mit Haltbarkeitsdaten oft übervorsichtig. Früher hielten eingemachte Früchte jahrelang. Warum sollte sich das heute, sofern ein kühler, dunkler Vorratskeller vorhanden ist, geändert haben?

Wer selbst eingemachte Hagebutten im Notvorrat hat, kann jederzeit auf eine vorzügliche und gesunde Zutat zurückgreifen. Die Hagebutten eignen beispielsweise sich als Beilage zu Fleischgerichten, zum Belegen von Torten und für viele Süssspeisen.

Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.
Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.

Erfrischender, stärkender Hagebuttentee

Wenn Sie die Hagebutten trocknen möchten, müssen Sie die Kerne nicht extra entfernen. Lediglich der Stielansatz und die Blüten müssen mit einem kleinen Messer weggeschnitten werden. Dann spülen Sie die Früchte kurz unter fliessendem Wasser ab und breiten sie zum Trocknen auf ein Küchentuch aus. Anschliessend die Hagebutten mit einem Cutter zerkleinern. Idealerweise trocknen Sie die Früchte in einem Dörrapparat. Fehlt dieser, können die Hagebutten auch auf ein Backblech ausgebreitet im Backofen langsam bei maximal 40 Grad getrocknet werden. Lassen Sie dabei die Backofentüre einen Spalt offenstehen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Das Trocknen im Backofen kann sehr lange dauern und braucht natürlich viel Energie.

Wie so vieles, führt Pearl natürlich auch Dörrautomaten zu sehr fairen Preisen. Ich finde, die Anschaffung lohnt sich, denn getrocknetes Obst und Gemüse gehört in jeden Notvorrat.


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Hagebuttentee zubereiten

Damit die juckenden, feinen Härchen nicht mit im Tee landen, benutzen Sie am besten einen Teefilterbeutel. 6 Teelöffel getrocknete Hagebutten in den Filter füllen, mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgiessen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen.

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Dreimal täglich eine Tasse in der kalten Jahreszeit getrunken, stärkt das Immunsystem und hilft, Erkältungen vorzubeugen.

Eine Wohltat bei Hudelwetter ist eine warme Hagebutten-Apfel-Suppe

Dieses Rezept ergibt 4 Portionen. Sie benötigen dafür getrocknete Hagebuttenschalen ohne Kerne.

  • Die Hagebuttenschalen mehrere Stunden, am besten über Nacht, in kaltem Wasser einweichen.
  • Das Wasser abgiessen und die Früchte mit einem halben Liter frischem Wasser aufkochen. In ca. 45 Minuten garen bis sie weich sind.
  • Pürieren und durch ein feines Sieb streichen.

  • 2 kleine Äpfel rüsten: schälen, Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel in Ringe schneiden.
  • Einen halben Liter Wasser aufkochen und die Apfelringe kurz darin garen. Herausnehmen und abtropfen lassen.
  • 1 EL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glattrühren und unter ständigem Rühren dem Kochwasser hinzufügen.
  • Hagebuttenmus und 4 EL Zucker dazu geben, erhitzen und abschmecken: Falls Sie es süsser wünschen, geben Sie einfach noch etwas Zucker dazu.
  • Die Suppe in Suppenschalen verteilen und die Apfelringe dazugeben.
  • Mit Schlagrahm garnieren.