Steckrüben – Grossmutters Winteressen

Steckrübe – diese Knolle verdient mehr Aufmerksamkeit!

Während des Krieges kamen Steckrüben häufig auf den Tisch. Da sie sehr viele Kohlenhydrate enthalten, galten sie damals als eines der wichtigsten Lebensmittel. Gross war die Auswahl an Essbarem in Kriegszeiten sowieso nicht. Geschickte Hausfrauen wussten die Knolle aber vielseitig zu verwenden. Auch für die Vorratshaltung wurde sie natürlich genutzt.

In der Nachkriegszeit verschwand die Steckrübe beinahe komplett von den Speisezetteln. Es stand wieder ein grösseres Angebot zur Verfügung und alles, was an die Hungerjahre und den Krieg erinnerte, wurde erstmal verbannt.

Erst als der Wunsch nach regionalen Produkten und das Interesse an bewusster Ernährung wuchsen, gewann sie wieder an Bedeutung. Gemeinsam mit alten Getreide-, Obst- und Gemüsesorten feiern auch die Steckrüben seit einigen Jahren ein Comeback.




Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse
Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse

Wissenswertes rund um die Steckrübe

Steckrüben sind ein typisches Wintergemüse. Die Wurzeln können bis zu zwei Kilogramm schwer werden. Grosse Knollen sind oft holzig, weshalb die kleineren zu bevorzugen sind. Sie werden ab September bis in den April hinein geerntet. Ihr gelb glänzendes, festes Fruchtfleisch liefert viel Vitamin C, ausserdem wichtige Mineralstoffe, Senföle, Frucht- und Traubenzucker. Dabei haben 100 Gramm gerade mal 35 Kalorien. Gute Gründe also, das Knollengemüse öfter zu geniessen!

Die Steckrübe in der Küche

Es gibt viele Varianten, die Steckrüben zuzubereiten, sie

  • schmecken gewürfelt, gestiftelt oder in Scheiben geschnitten,
  • können zu Püree verarbeitet werden,
  • bringen Abwechslung in Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und andere Gemüsegerichte,
  • und passen blanchiert zu vielen Salaten.

Natürlich können Steckrüben auch als Beilage zu Fleischgerichten serviert werden. Besonders gut vertragen sie sich mit Schweinefleisch, Gans und Ente. Passende Gewürze sind Pfeffer, Kümmel, Lorbeer, Ingwer und Koriander.

Wem der kräftige, erdige Geschmack nicht so zusagt, der schmort einen klein geschnittenen Apfel mit oder würfelt die Steckrübe und karamellisiert sie vor dem Kochen. Eine ähnliche Wirkung erzielen ein Teelöffel Zucker sowie etwas Zitronensaft im Kochwasser.

Buchtipp – alte Gemüsesorten
neu gekocht

Steckrüben süss-sauer einmachen – Grossmutters Rezept

Früher wurde viel mehr Vorratshaltung betrieben, als das derzeit üblich ist. Vor allem wurde für grössere Familien gekocht, gebacken und natürlich auch eingemacht. Selbstverständlich können Sie die Zutaten halbieren, wenn Ihnen die Mengenangaben in diesem Rezept zu viel erscheinen.

Steckrüben eignen sich gut für die Vorratshaltung
Wurzelgemüse eignet sich gut für die Vorratshaltung

Die Zutaten für 10 Gläser (je ½ Liter)

    • 2.5 kg Steckrüben
    • ½ Liter Weisswein
    • 120 ml Essigessenz
    • 200 g Zucker
    • 400 g Hagebuttenmus
    • 3 Lorbeerblätter
    • Ein paar Zweige Thymian
    • 1 EL schwarzer Pfeffer




Die Zubereitung

  • Etwas Thymian zur Seite legen, die anderen Zutaten zusammen in 1 Liter Wasser und dem Weisswein aufkochen.
  • Im zugedeckten Topf abkühlen lassen, dabei hin und wieder umrühren.
  • Die Steckrüben schälen, in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden und blanchieren.
  • Kalt abschrecken und zusammen mit den aufgehobenen Thymianzweigen in die Gläser verteilen.
  • Den Gewürzaufguss durch ein feines Sieb darüber giessen und die Gläser gut verschliessen.
  • In einem Einmachtopf 1 Stunde kochen.




Bewahren Sie die Gläser am besten in einem dunklen, kühlen Keller auf. Hier können Sie übrigens Steckrüben mehrere Monate lagern. Achten Sie aber darauf, dass die Knollen für die Vorratshaltung keine Wurmlöcher aufweisen. Nur unversehrte, pralle, glatte Steckrüben sind lange haltbar.

 

Reis für die Vorratshaltung

Reis gehört in jeden Notvorrat

Reis ist eines der Lebensmittel, welche sich sehr gut für den Notvorrat eignen. Und Gründe, sich Gedanken über eine sinnvolle Vorratshaltung zu machen, gibt es einige, darüber wurde auf dieser Seite schon mehrfach geschrieben.




Reis ist lange haltbar und vielseitig verwendbar. Fällt jedoch der Strom aus und gibt es keine Möglichkeit, ihn ausreichend zu kochen, nützt er nicht viel. Deshalb ist es sinnvoll, auch ein paar Beutel vorgekochten Reis vorrätig zu haben. Zwar muss dieser auch kurz gekocht oder gedünstet werden, das funktioniert aber in kleinen Portionen beispielsweise stomunabhängig auf einem Rechaud oder einem kleinen, mit Teelichtli betriebenen, Fondueofen.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Sie wirken nicht nur sättigend, in den weissen Körnchen stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe. Diese sind aber von Sorte zu Sorte verschieden. Allen gleich ist, dass sie lange sattmachen. In Asien gehört das Korn zu den Hauptnahrungsmitteln und die asiatische Küche ist bekanntlich gesund!

Reis ist ein Hauptbestandteil der asiatischen Küche
Reis ist ein Hauptbestandteil der asiatischen Küche

Reis gehört zu den wichtigsten Getreidesorten. Alle Reissorten bestehen zu einem grossen Teil aus Kohlehydraten, daneben enthalten sie Wasser, Fett und Eiweiss. Die Körnchen liefern zudem Ballaststoffe und folgende Mineralstoffe:

  • Eisen
  • Zink
  • Magnesium
  • Kalium

Das kleine Korn wirkt, dank Kalium, entwässernd und schützt damit Herz und Kreislauf und fördert den Stoffwechsel. Vor allem in Krisenzeiten, wenn eine abwechslungsreiche Ernährung, wie wir sie heute kennen und schätzen, nicht möglich ist, ist das kleine Korn ein wertvoller Lieferant an wichtigen Stoffen, die die Abwehrkräfte stärken und die Blutbildung fördern.

Auch reichlich Vitamine sind in den kleinen Körner enthalten:

  • Vitamin E
  • viele verschiedene B-Vitamine

Vollkornreis enthält besonders viele Ballaststoffe, die die Verdauung in Schwung bringen.

Wichtig – auf die Qualität kommt es an!




In Krisenzeiten und Hungersnöten möchte man einfach seine Familie und sich selbst satt bekommen. Jetzt, wo wir alles im Überfluss haben können, lohnt es sich unbedingt, auf die beste Qualität zu achten und Reis in Bio-Qualität zu kaufen. Die Böden der Reisfelder sind oft belastet, allen voran mit Arsen. Ausserdem entscheiden Verarbeitung und Reissorten über den gesundheitlichen Wert. Übrigens wurde auch in Bio-Reis schon Arsen nachgewiesen. Hier gibt es aber Grenzwerte, die eingehalten werden müssen.

Täglich sollte Reis nicht auf der Speisekarte stehen, wenn immer möglich ist ausserdem empfohlen, ihn vor dem Kochen gründlich zu waschen und das Wasser wegzugiessen.

Reisfelder in Südostasien
Reisfelder in Südostasien

Reis Kennenlern Box

Für mehr Informationen einfach ins Blick klicken

Gut zu wissen:

Weissem Reis wurden durch das Schälen leider viele Mineralstoffe und Vitamine genommen, mit Ausnahme des Parboiled Reis: Hier sorgt ein spezielles Verfahren dafür, dass die wertvollen Stoffe ins Korninnere gedrückt werden und zu rund 80 Prozent trotz des Schälens erhalten bleiben.

Tipps für die Vorratshaltung

Während die Ärmsten der Armen oft nur Reiskörner als einzige Nahrung haben, können wir aus dem Vollen schöpfen. Jedoch sollte der Notvorrat auch darauf ausgerichtet werden, dass im Ernstfall mit einfachen Mitteln aus den Reiskörnern eine schmackhafte Mahlzeit wird. Getrocknete Kräuter, eingemachtes Obst und Gemüse, langhaltende Käsesorten beispielsweise variieren den neutralen Reisgeschmack immer wieder neu.

Reist ist sehr vielseitig
Reist ist sehr vielseitig

Ausserdem liefert Mutter Natur jede Menge Zutaten, die aus Reis eine leckere Mahlzeit machen. Auf vorratshaltung.ch stellen wir immer wieder Schätze der Natur und ihre An- und Verwendung vor. Jetzt im Herbst sind es vor allem Nüsse, Pilze und Früchte, die gesammelt und für den Notvorrat haltbar gemacht werden können.




Ich freue mich, wenn Sie meine Seite bald wieder besuchen!

Obstsaft selber machen

Obstsäfte ohne Entsafter selber machen

Im Spätsommer und im September gibt es viele einheimische Obstsorten. Meist werden sie frisch verzehrt, zum Backen genutzt, oder zu Marmelade verarbeitet. Aber es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, die leckeren Früchte haltbar zu machen: als Obstsaft zum Beispiel. Für die Selbstversorgung spielt das Entsaften eine grosse Rolle.

Fruchtsäfte gehören in jede Vorratshaltung und werten den Notvorrat mit wertvollen Vitalstoffen auf. Obstsaft lässt sich auf verschiedene Art und Weise gewinnen. In vielen Haushalten findet sich ein Entsafter, der die Arbeit übernimmt. Wie aber funktioniert das Entsaften ohne ein entsprechendes Gerät, oder wenn kein Strom vorhanden ist? Werfen wir dafür wieder einen Blick in Omas Aufzeichnungen:

3 Methoden wie Sie Fruchtsaft ohne Saftpresse herstellen können

  • Am einfachsten lässt sich Saft gewinnen, wenn die einwandfreien, gut gereinigten und reifen Früchte knapp mit Wasser bedeckt einmal aufgekocht werden. Dann werden Sie durch ein Sieb, das mit einem Küchentuch oder mit einer Mullwindel ausgelegt ist, abgegossen. Der so gewonnene Saft ist klar, aber natürlich mit Wasser vermischt.

    Selbst gemachte Fruchtsäfte eignen sich sehr gut für die gesunde Vorratshaltung.
    Selbst gemachte Fruchtsäfte eignen sich sehr gut für die gesunde Vorratshaltung.
  • Für die Dampfentsaftung gibt es verschiedene Geräte. Es geht aber auch ohne. Sie können sich selbst mit einfachen Mitteln einen behelfsmässigen Dampfentsafter herstellen. Die Saftgewinnung auf diese Weise ist natürlich nur für kleine Mengen geeignet.

Sie benötigen einen grossen Top, in welchen ein kleineres Gefäss gestellt wird. Nun füllen Sie so viel Wasser in den Topf, dass es dem kleineren Behältnis etwa ein bis zwei Zentimeter unter den Rand reicht. Anstelle eines Deckels kommt ein Sieb, welches wiederum mit einem sauberen Tuch ausgelegt wird, auf den Topf.
Verwenden Sie ein Sieb, dass nach unten leicht spitz zuläuft. Eines aus Drahtgewebe können Sie selbst zurechtbiegen. Das verhindert, dass ein Teil des Obstsaftes in das Wasser tropft. Aus dem gleichen Grund sollten auch nicht zu viele Früchte auf einmal entsaftet werden.
Das zerkleinerte Obst wird in das Sieb gelegt und das Wasser zum Kochen gebracht. Durch die Erhitzung und den aufsteigenden Dampf werden die Früchte entsaftet, der Fruchtsaft tropft in das Gefäss. Er kommt bei dieser Methode nicht mit dem Wasser in Berührung und bleibt deshalb völlig rein.

Zum Entsaften darf nur einwandfreies Obst verwendet werden.
Zum Entsaften darf nur einwandfreies Obst verwendet werden.
  • Auch die folgende Methode eignet sich für die Saftgewinnung von kleinen Obstmengen: Die Früchte werden zerstampft und leicht gezuckert. Dann kommen sie über Nacht in ein Glas- oder Steingutgefäss. (Plastik kannte Urgrossmutter natürlich noch nicht. Das würde sicher auch gehen, die alten Varianten gefallen mir jedoch besser.) Am folgenden Tag wird das Obst durch ein Tuch gepresst, um den Fruchtsaft zu gewinnen. Dieses Verfahren ist besonders für weiches Obst, wie z.B. Beeren, geeignet. Es ist weniger ergiebig als die beiden erstgenannten Methoden.

Wenn für die Selbstversorgung regelmässig grössere Mengen Obst entsaftet werden, lohnt sich natürlich die Anschaffung eines Entsafters. Ein gutes Gerät ist nicht günstig. Hier gibt es alle Haushaltsgeräte, so auch verschiedene Saftpressen, zu Fabrikpreisen: einfach «Entsafter» in die Suchfunktion eingeben.

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Fruchtsäfte für Vorratshaltung

Der Obstsaft wird noch heiss mit Zucker vermischt, in Flaschen gefüllt und ca. eine halbe Stunde bei 75 Grad eingekocht. Die Flaschen sollten kühl und dunkel gelagert werden.

Noch ein paar Tipps:

Selbst gemachter Obstsaft steckt voller gesunder Vitalstoffe
Selbst gemachter Obstsaft steckt voller gesunder Vitalstoffe

  • Ich verwende seit einiger Zeit vorwiegend Birkenzucker. Er eignet sich sehr gut zum Einmachen und soll Marmelade und Obstsäfte sogar besonders gut haltbar machen, da sich schädliche Mikroorganismen wie Pilze oder Bakterien nicht von echtem Birkenzucker ernähren. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass Fruchtzucker und Wasser trotzdem vorhanden sind und das Eingekochte mit der Zeit leider doch verderben wird.
  • Es sollte auch zum Entsaften nur einwandfreie Ware verwendet werden. Das Obst muss vorher gut gereinigt und verlesen werden, damit keine fauligen oder schimmeligen Stellen übersehen werden.
  • Die oft gestellte Frage, wie lange selbst gemachter Obstsaft haltbar ist, ist nicht pauschal zu beantworten. Früher wurde ein viel grösserer Notvorrat angelegt, als heute üblich. Fast jede Familie hatte einen Vorratskeller und dort wurde Eingemachtes oft jahrelang gelagert, ohne dass es Schaden nahm.
  • Schreiben Sie jede Flasche mit Inhalt und Datum an und schauen Sie regelmässig, ob alle Ware noch in einwandfreiem Zustand ist. Selbst gemachter Fruchtsaft ist bestens für langfristige Vorratshaltung geeignet.
  • Wenn Sie sich ausführlich in das Thema vertiefen möchten, gibt es einige gute Bücher:

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    Auf meiner Webseite finden Sie regelmässig Tipps, News und Informationen zu den Themen Selbstversorgung, Vorratshaltung und Notvorrat.

    Eier für die Vorratshaltung – Hühnerhaltung für die Selbstversorgung

    Eier für die Vorratshaltung – Tipps für Selbstversorger und Vorratshaltung

    Heute weiss schon jedes Kind: Eier sollten immer frisch sein, im Kühlschrank aufbewahrt werden, und müssen, falls sie eine beschädigte Schale haben, rasch verbraucht werden.

    Aber wie war das früher, bevor es Kühlschränke gab?

    Grossmutter kannte verschiedene Methoden für die Aufbewahrung von Eiern
    Grossmutter kannte verschiedene Methoden für die Aufbewahrung von Eiern




    Während des Winters legten früher alle Hühner viel weniger Eier, die meisten sogar gar keine mehr. Deshalb musste es Möglichkeiten geben, einen Vorrat anzulegen. Denken Sie nur beispielsweise einmal an die Weihnachtsbäckerei unserer Vorfahren! Da hat man keine Guetzli gekauft, sondern fleissig für die Grossfamilie gebacken. Sonntags gab es einen Kuchen und auch die Pasta wurde selbst gemacht. Wie wurden Eier aber monatelang gelagert? Ich habe in Aufzeichnungen meiner Urgrossmutter Antworten gefunden und versuche, diese verständlich und für die heutige Zeit anwendbar wiederzugeben.

    Eier für die Vorratshaltung – was Uroma noch wusste:

    • Septembereier sind für die Vorratshaltung am besten geeignet. Sie können ohne besondere Vorsichtsmassnahmen auf einem Eierbrett in einem kühlen, dunklen Raum aufbewahrt werden. Es ist wichtig, dass sie im Winter immer wieder gewendet werden. Da heute wahrscheinlich niemand mehr ein Eierbrett aus Keramik daheim hat, denke ich, dass ein Eierkarton den Zweck auch erfüllen würde.

    • Eine weitere Möglichkeit, die früher weit verbreitet war, war jene, die Eier in einem absolut trockenen Gefäss in ebenso trockenem Salz, Sand oder in Asche zu lagern. Dieses Material musste im Winter ein- zweimal erneuert werden.

    • Es gibt noch eine andere, zu jener Zeit offensichtlich sehr beliebte, Methode, Eier einzulegen: Die Konservierung mit Wasserglas. Im Verhältnis 1:9 mit Wasser angerührt, wurde die chemische Substanz mit einem Schneebesen aufgeschlagen, bis sie eine gallertartige Konsistenz bekam. Die gut gesäuberten Eier kamen da hinein und wurden konserviert, indem die Lösung die Poren der Schalen verschloss. Luft, Wasser oder Mikroorganismen konnten nicht mehr eindringen und das Ei war über Monate hinweg geschützt. Wasserglas wird heute kaum noch für die Vorratshaltung verwendet, findet aber im Bauwesen Einsatz. Deshalb sollte es leicht zu bekommen sein, falls sich jemand für diese Methode interessiert.

    • Sollten Eier nicht über den Winter, sondern nur ein paar Wochen frisch bleiben, war es üblich, die Schale mit Fett einzureiben.

    Warum legen die meisten Hühner heute auch im Winter?

    Fehlt ausreichend Licht und Wärme, gibt es weniger Eier.


    Wer nur wenige Hühner für die Selbstversorgung hält, kennt das: Manche Hühner lassen sich überzeugen, doch ab und zu ein Ei zu legen, wenn sie zum Beispiel in warmem Wasser aufgeweichtes Toastbrot zum Fressen bekommen. Andere Hühnerhalter schwören auf das Füttern von Sonnenblumenkernen. Ob es auch nützt, mit seinem Huhn zu sprechen und ihm ein paar Streicheleinheiten zu schenken? Da erinnere ich mich an Frieda, mein Lieblingshuhn aus Kindertagen. Frieda liess sich streicheln und herumtragen und ihre Eier schmeckten viel besser als die anderen. Mir zumindest. Wer für die Selbstversorgung nur ein Dutzend Hühner hält, kann seinen Tieren natürlich viel mehr derartige Aufmerksamkeit schenken, als wenn Hunderte Hühner im Stall daheim sind.
    Kunstlicht für den Hühnerstall ist ganz klar die zuverlässigere Lösung.

    Auch ein Huhn freut sich über Streicheleinheiten
    Auch ein Huhn freut sich über Streicheleinheiten

    Sicher haben Sie schon Sprüche gehört wie: «Mit den Hühnern ins Bett gehen» oder «Beim ersten Hahnenschrei». Das heisst nichts anderes, als dass sich die Hühner ohne entsprechende Massnahmen ihren natürlichen Rhythmus anpassen: Mit den ersten Sonnenstrahlen in den Tag starten, in der Dämmerung schlafen gehen. Das tun sie auch heute noch, sofern sie nicht in modernen, beleuchteten Ställen leben. Dazu kommt, dass ein Huhn viel zum Fressen braucht, damit es täglich ein Ei produzieren kann. In der dunklen Jahreszeit findet es aber tagsüber im Freilauf kaum genug Nahrung dafür. Wer also erzwingen möchte, dass seine Tiere auch in der dunklen Jahreszeit täglich ein Ei legen, muss mit modernen Mitteln für die nötigen Bedingungen sorgen:

    Spezielles Licht und gutes Futter verhelfen auch im Winter zu ausreichend frischen Eiern. Schweizer Bauern sind für ihre Hühnerställe pro Tag maximal 16 Stunden Kunstlicht erlaubt.

    Übrigens, wenn Sie für die Selbstversorgung Hühner halten möchten, beachten Sie bitte, dass diese für das Legen der Eier einen dunkleren Platz bevorzugen.

    Wir hatten zwar früher zu Hause selber Hühner, die aber ihren natürlichen Hühnerrhythmus lebten und im Winter nicht mit speziellen Massnahmen zum Eierlegen animiert wurden. Ich bin also keine Geflügelfachfrau und kann Ihnen keine Fachfragen beantworten. Ich habe aber einen Link gefunden, der viele Antworten rund um die Hühnerhaltung in der Schweiz gibt.




    —> Wer noch mehr wissen möchte, findet vertieftes Hühner- und Selbstversorgerwissen zum Beispiel in diesen Büchern:

    Für die Vorratshaltung sollten nur einwandfreie Eier in Bioqualität verwendet werden. Wer keine eigenen Hühner halten kann oder möchte, bezieht diese am besten direkt beim Biobauer.

    Erdbeben in der Schweiz

    Auch in der Schweiz kann sich jederzeit ein verheerendes Erdbeben ereignen

    Italien trauert. Das Erdbebenunglück im Sommer 2016 hat wahrscheinlich 290 Tode gefordert, rund 500 Menschen wurden teils schwer verletzt. Tausende verloren ihr Zuhause. Mehrere Dörfer sind teils total zerstört, der Wiederaufbau kostet Milliarden. Kann eine solche Katastrophe auch die Schweiz treffen? Was sollte man wissen, bezüglich Erdbeben in der Schweiz – die Bevölkerung ist verunsichert.




    Ein zerstörerisches Erdbeben in der Schweiz ist unwahrscheinlich - aber nicht unmöglich
    Ein zerstörerisches Erdbeben in der Schweiz ist unwahrscheinlich – aber nicht unmöglich

    Ein kurzfristiger Stromausfall ist jederzeit möglich und hat keine nennenswerten Folgen. Ein Privathaushalt kann diese Situation ohne Notstrom-Aggregat meistern. Kerzen, ein Fondue-Rechaud mit Brennpaste, auf dem sich problemlos Wasser erhitzen lässt sowie eine gute Taschenlampe gehören in jeden Notvorrat. Was aber wenn, zum Beispiel in Folge eines starken Erdbebens, die Stromversorgung zusammenbricht?

    Die schwersten Erdbeben in der Schweiz

    Das folgenschwerste Erdbeben ereignete sich in der Schweiz im Jahre 1356 in Basel. Es hatte die Stärke 6.6. Das erste dokumentierte Erdbeben überraschte die Menschen in Graubünden im Jahre 1295, in Churwalden. Gut möglich, dass es auch zu früheren Zeiten in unserer Region schon ähnliche Ereignisse gab, darüber gibt es jedoch keine Aufzeichnungen. Insgesamt sind 11 Erdbeben mit einer Stärke ab 5.4 bis 6.6 verzeichnet. Das letzte ereignete sich am 25. Januar 1946 in Sierre im Wallis.




    Beide Basel, das St. Galler Rheintal, Mittelbünden, die Zentralschweiz, das Engadin und Wallis gelten als die am stärksten gefährdeten Region der Schweiz. Von den 11 stärksten Erdbeben fanden 4 im Wallis statt, 2 in Graubünden, 2 in der Zentralschweiz (UR und NW) sowie eines in Basel.

    Wie wahrscheinlich ist ein Erdbeben in der Schweiz?

    Die Schweiz lebt mit Naturgefahren: Bergstürze, Steinschlag, Schnee- und Gerölllawinen oder verheerende Überschwemmungen treten relativ häufig auf. Erdbeben jedoch haben laut Angabe des SED (Schweizerischer Erdbebendienst) das grösste Schadenspotential. Dazu kommt, dass Erdbeben oft völlig überraschend auftreten, eine zuverlässige Vorhersage ist ebenso wenig möglich, wie eine Verhinderung des Ereignisses.

    Zwar ist die Gefährdung in der Schweiz gegenüber beispielsweise Italien, Griechenland oder der Türkei geringer, jedoch kann es jederzeit zu einem neuen Erdbeben in der Schweiz kommen. Leichte Beben, die keinerlei Schäden anrichten, treten relativ häufig auf. Etwa 10-mal im Durchschnitt bebt die Schweizer Erde jedes Jahr mit einer Stärke von 3 bis 4 auf der Richterskala. Diese Beben sind mitunter deutlich spürbar und können die Bevölkerung auch aus dem Schlaf schrecken. Verletzte hat es jedoch seit Jahrzehnten keine mehr gegeben. Wann es in der Schweiz wieder zu einem stärkeren Erdbeben kommt, das weiss niemand. Es könnte morgen sein, nächstes Jahr, in 10 oder 100 Jahren. Auch wer sich dann nicht direkt im Erdbebengebiet aufhält, kann von den Auswirkungen heftig betroffen sein. Es ist nicht auszuschliessen, dass ein starkes Erdbeben in der Schweiz die Stromversorgung in unserem Land vorrübergehend lahmlegt.

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    Was passiert, wenn die Stromversorgung über einen längeren Zeitraum nicht mehr gewährleistet ist?

    Wir sitzen im Dunklen. Aber das ist das geringste Problem. Es gibt eine grosse Auswahl an Lampen, die teilweise ohne Batterien auskommen und/oder noch weitere nützliche Funktionen haben. Eine Auswahl finden Sie hier:

    Wir müssten auch mit den folgenden Problemen rechnen. Auf einige können wir uns ohne grossen finanziellen Aufwand vorbereiten und den Notvorrat entsprechend ergänzen:

    • Läden bleiben geschlossen.
    • Wir haben kein fliessend Wasser zur Verfügung.
    • Tankstellen können kein Benzin verkaufen.
    • Je nachdem, ob der Zwischenfall zu Tag- oder Nachtzeiten auftritt, stecken mehr oder weniger Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln fest. Einige wahrscheinlich auch in einem Lift.
    • Einige werden merken, dass es nicht sehr schlau war, den Grossteil des Notvorrates in die Tiefkühltruhe zu packen: Kühlschrank und Tiefkühler stellen ab.
    • In den meisten Haushalten bleibt der Herd kalt.
    • Die Heizung ist kalt.
    • PC und Handy funktionieren noch so lange, bis der Akku leer ist, das Festnetztelefon überhaupt nicht.
    • Radio und Fernseher bleiben stumm. Um regelmässig die neusten Nachrichten und Informationen zu bekommen, sollte jeder Haushalt über ein Kurbelradio verfügen:

    Um die Zeit bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung zu überbrücken, ist eine durchdachte Notversorgung äusserst wichtig!

     




    Fotos: pixaybay.de