Baumheilkunde

Der Baum in der Naturheilkunde

Die Baumheilkunde ist weitestgehend in Vergessenheit geraten. Was für Generationen vor uns selbstverständlich war, wird aber heute so nach und nach wiederentdeckt: Bäume spenden nicht nur der Seele Kraft, sie helfen uns auch bei allerlei körperlichen Beschwerden.




Die Geschichte der Baumheilkunde

Wann die ersten Menschen entdeckten, dass unsere einheimischen Bäume heilende Eigenschaften haben, das ist nicht bekannt. Die meisten, heute noch anwendbaren, Überlieferungen aus der Naturmedizin stammen aus dem Mittelalter. Zu jener Zeit wurden verschiedene Heilmethoden angewandt und auch die Heilkraft der Bäume ganz selbstverständlich genutzt. Aus Blättern, Rinde, Früchten, Wurzeln und Harzen wussten Kräuterfrauen, Heilerinnen und Hebammen wirkungsvolle Medizin herzustellen. Zudem schätzte man die Wirkung der Bäume auf die Seele der Menschen.

Wenn Sie sich damit näher befassen möchten, empfehle ich Ihnen das Buch „Baumheilkunde – Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume“ von Reto Strassmann.

 

Für mehr Informationen einfach aufs Bild klicken:

Die Baumheilkunde und die Psyche des Menschen

Unbewusst haben wir es alle schon erlebt: Bäume spenden Kraft, lassen die kreisenden Gedanken zur Ruhe kommen, beruhigen, stärken und lassen uns durchatmen. In der Baumheilkunde heisst es beispielsweise, dass die Eiche bei Müdigkeit und Kräftemangel stärkt und ein Aufenthalt unter einer Eiche oder ein Spaziergang im Eichenwald neue Kraft und Energie verleiht. Die Birke soll Trost spenden und die Seele mit Licht und Freude füllen. Nadelbäume wie Fichte oder Tanne beruhigen innere Unruhe und Nervosität. Der Kiefer wird nachgesagt, dass sie bei unerklärlicher Traurigkeit und Melancholie lösend wirkt.




Seit Jahrtausenden fühlen Menschen sich zu Bäumen hingezogen. So war es zum Beispiel bei den alten Germanen schon üblich, dass Hochzeiten unter Linden stattfanden. Die Linde wurde mit Weiblichkeit und Fruchtbarkeit verbunden. Gerichte tagten gerne unter markanten Eichen, die deshalb manchmal noch immer als Gerichtsbäume bezeichnet werden. Nadelbäume galten als Symbol für Unsterblichkeit und das aus gutem Grunde: Sie werfen, anders als die Laubbäume, ihr Nadelkleid nie ab. So heisst es auch im berühmten Weihnachtslied „Oh Tannenbaum“:
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit …

Nadelbäume galten früher als Symbol der Unsterblichkeit
Nadelbäume galten früher als Symbol der Unsterblichkeit

Sicher haben Sie auch die wohltuene Wirkung eines Waldspazierganges gespürt. Vielleicht haben sie auch einen Baum, den sie als Freund betrachten und gerne aufsuchen, um den Alltag für einen Moment zu entfliehen. Dann wissen Sie, dass Bäume tatsächlich eine ganz besondere Energie ausstrahlen und welche Wirkung sie auf den Menschen haben können.

Baumheilkunde - unbewusst bei einem Spaziergang nutzen
Baumheilkunde unbewusst bei einem Spaziergang nutzen – Foto S. Itting

Baumheilkunde – Baummedizin

Die Wirkung eines Lindenblütentees bei Erkältungen oder eines entspannenden, schlafförderndes Kiefernadeln-Bades ist allgemein bekannt. Andere Heilwirkungen der Bäume sind ziemlich in Vergessenheit geraten. Einige davon habe ich im Folgenden zusammengetragen:

Die Linner Linde, einer der bekanntesten Kraftorte der Schweiz
Die Linner Linde, einer der bekanntesten Kraftorte der Schweiz – Foto S. Itting
      • Birkensaft – entschlackt und stärkt die Nieren. Deshalb empfiehlt er sich bei Beschwerden der Harnwege. Sie bekommen den Saft im Reformhaus oder in Naturapotheken. Wenn Sie davon mehrmals täglich einen EL mit Wasser verdünnt trinken, soll er bei Hautproblemen und schmerzenden Gelenken helfen und Müdigkeit vertreiben.
      • Birkenblätter – Birkenblätter für Tee kann man in der Apotheke kaufen, aber natürlich auch selbst sammeln. Am besten eignen sich die jungen Blätter zum Trocknen. Für eine Tasse Tee überbrühen Sie 1 EL getrocknete Birkenblätter mit kochendem Wasser und giessen den Tee nach ca. 8 Minuten durch ein Sieb ab.
        • Lindenblätter – Die herzförmigen Blätter der Linde sehen nicht nur dekorativ aus, sie enthalten auch jede Menge gesunde Inhaltsstoffe. Das sind vor allem Vitamin C, Chlorophyll, Flavonoide, Mineralsalze und reichlich Proteine. Ich packe für Wanderungen gerne einen Salat in den Rucksack und ergänze ihn unterwegs mit dem, was die Natur dazu gibt. Hier zum Beispiel waren es Blätter der berühmten und ältesten Linde der Schweiz: der Linner Linde.

          Lindenblätter enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe und sind zudem sehr dekorativ
          Lindenblätter enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe und sind zudem sehr dekorativ – Foto S. Itting

 

      • Buchenrinde – ergibt nicht unbedingt den wohlschmeckendsten Tee, aber er wirkt zuverlässig bei saurem Aufstossen und beruhigt den Magen. Ein halber Teelöffel Buchenrinde genügt pro Tasse. Übergossen mit siedend heissem Wasser soll er nicht länger als 5 Minuten ziehen. Dieser Tee gehört in die Natur-Hausapotheke! Sie können Buchenrinde kaufen oder vorsichtig vom Baum abschaben, zerkleinern und trocknen.
      • Erlenblätter – helfen bei Entzündungen in Mund und Rachen. Sammeln Sie frische Erlenblätter und schneiden oder zupfen sie diese klein. 2 TL pro Tasse mit kochendem Wasser übergiessen und abkühlen lassen. Dieser Aufguss lindert Zahnfleischentzündungen und kann bei Halsweh und Schluckbeschwerden zum Gurgeln verwendet werden.
        • Weidenrinde – wirkt bei Schmerzen und leichtem Fieber. Der Tee wird kalt angesetzt und über Nacht stehen gelassen. Er schmeckt gar nicht gut, weshalb ich ihn nur einmal probiert habe. Das Kopfweh war jedenfalls ziemlich schnell verschwunden. Inzwischen habe ich eine andere schmerzstillende Heilpflanze für mich entdeckt: das Mädesüss. Doch dazu in einem späteren Beitrag mehr.
          weide-baumheilkunde-vorratshaltung-schmerzen-naturheilkunde-selbstversorger
          Foto S. Itting

          Natürlich ist das nur ein kurzer Überblick, die Baumheilkunde hat wesentlich mehr zu bieten. Da ich in meinem Blog aber nur aufschreiben möchte, was ich selbst oder Menschen, die ich kenne, wirklich ausprobiert haben, soll das erst einmal genügen. Bestimmt wird es bald zu diesem Thema weitere Beiträge geben!

          Nutzen sie auch die Heilkraft der Bäume? Dann freue ich mich, wenn Sie im Kommentarfeld darüber berichten möchten!

Die Fotos auf dieser Seite (mit Ausnahme der Aufnahme des Nadelbaumes, diese ist von Pixabay), stammen alle von Wanderungen, die ich für meine Wandergruppe organisiert habe.

Möchten Sie einmal dabei sein? Im Moment machen wir Pause, aber Anfang 2017 starten wir neu. Sie sind herzlich willkommen!

Kommen Sie mit in die Natur - Das Schweizer Wanderforum nimmt sie mit in Wald und Berge!
Kommen Sie mit in die Natur – Das Schweizer Wanderforum nimmt sie mit in Wald und Berge!




Schnupfen? So nicht!

So werden Sie den Schnupfen los – Tipps aus der Naturapotheke

Schnupfen ist vor allem in der kalten Jahreszeit weit verbreitet. Mindestens einmal im Jahr plagt er wohl jeden von uns. Selbstversorger und «Kräuterhexen» haben vorgesorgt und wissen, dass gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen ist. Schön, wenn man dieses rechtzeitig zur Hand hat.
Und wenn nicht? Dann müssen Sie noch lange nicht zur Chemiekeule greifen.

Viele natürliche Mittel helfen gegen Schnupfen
Viele natürliche Mittel helfen gegen Schnupfen

Im Küchenschrank finden sich gut wirksame Mittel und mit ein paar Handgriffen lässt sich damit eine wirksame Naturmedizin gegen Schnupfen herstellen.




Meerrettich mit Honig und Zwiebelsaft

Frischer Meerrettich enthält jede Menge Senföle. Diese wirken schleimlösend und regen sowohl die Verdauung als auch den Stoffwechsel an. In Verbindung mit Zwiebelsaft und Honig ergibt der Meerrettich ein natürliches Antibiotikum.

So wird es gemacht:

• Schneiden Sie zwei grosse Zwiebeln in grobe Würfel und geben Sie diese mit 3 TL Honig in ein Glas. Über Nacht stehen lassen, in der Zeit bildet sich der Zwiebelsaft.

• Den Saft abschöpfen oder durch ein Sieb giessen.

• Frischen Meerrettich reiben, Sie benötigen ca. 4 EL.

• Den Zwiebel-Honig-Saft mit dem Meerrettich verrühren.

• In ein verschliessbares Glas geben.

Von dieser Mischung nehmen Sie über den Tag verteilt etwa alle 3 Stunden oder bei Bedarf eine kleine Menge ein.




Vitamin C – frische Säfte selber machen

Frisch gepresst enthalten Frucht- und Gemüsesäfte besonders viel Vitamin C. Trinken Sie deshalb in der Schnupfenzeit vorbeugend täglich ein grosses Glas frisch gepressten Saft oder einen Smoothie. Besonders geeignet, da reich an Vitamin C, sind Orangen, Zitronen, Sanddorn, Hagebutten, Kiwi oder folgende Gemüsesorten: Peperoni (Paprika). Grünkohl, Rosenkohl und Brokkoli.
Ist der Schnupfen schon da, benötigen Sie natürlich ebenfalls reichlich Vitamin C.

Also nicht vergessen, bei Hudelwetter und Kälte reichlich Obst und Gemüse in den Speiseplan einzubauen!

Inhalieren befreit die Nase
Inhalieren befreit die Nase

Inhalieren

Durch Inhalieren werden die Atemwege befreit und Sie können wieder durchatmen. Es gibt verschiedene Mittel, welche Sie dem heissen Wasser zusetzen können. Kamille ist beispielsweise ein mildes Heilkraut, welches schleimlösend und entzündungshemmend wirkt und ausserdem die Durchblutung der Schleimhäute fördert.

Andere geeignete Zusätze sind beispielsweise Thymian, Pfefferminzöl, Fichtennadelöl oder Eukalyptusöl.
Achten Sie bei Schnupfen darauf, genügend zu trinken und ausreichend zu schlafen. Neben Frucht- und Gemüsesäften ist warmer Tee die beste Wahl.

Kamille ist ein gutes Mittel gegen Schnupfen
Kamille ist ein gutes Mittel gegen Schnupfen

Wenn sich höheres Fieber einstellt und Sie sich mehr als 3 Tage krank fühlen, sollten Sie einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen.




Welche ist Ihre Geheimwaffe gegen Schnupfen und Erkältungen? Wenn Sie möchten, hinterlassen Sie doch einen Kommentar! 

Esskastanien Suppe

Esskastanien Suppe mit Rüebli


Wenn der Herbst sich einmal von seiner trüben Seite zeigt, wärmt eine selbst gemacht Suppe mit saisonalen Zutaten so richtig schön auf. Esskastanien Suppe bringt Abwechslung auf den Tisch, denn dieses Rezept ist nicht alltäglich:

  • Ca. 750 g Maroni kreuzweise einritzen und ca. eine Viertelstunde in Salzwasser kochen.
  • Aus dem Wasser nehmen und schälen. (Das geht am besten, so lange sie noch heiss sind.)
  • 1 grosse Zwiebel und 4 Rüebli (Möhren) schälen.
    Beides in kleine Würfel schneiden.
  • Die Zwiebelwürfelchen in 1 EL Öl leicht rösten.
  • 1,5 l Bouillon aufkochen und Zwiebeln, Rüebli und Maroni hineingeben.
    Solange köcheln lassen, bis sich das Gemüse mit dem Mixstab gut pürieren lässt (ca. 20 min.)
  • Die Esskastanien Suppe mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, 2 EL Kerbel dazu geben und 100 ml Weisswein darunter rühren.
  • 2 EL Crème fraiche einrühren.

Buchtipp

Die Suppe in rustikale Suppenschüsseln oder Teller verteilen, mit Petersilie betreuen und mit frischem Vollkornbrot servieren.




Jetzt ist die richtige Zeit, die gesunden Maroni zu sammeln. Hier gibt es einen ausführlichen Beitrag über Esskastanien (Maroni).

Schwarzwurzel – Winterspargel

Schwarzwurzel – gesunder «Winterspargel»

Die Schwarzwurzel war beinahe in Vergessenheit geraten. Selbstversorger, aber auch der ökologische Gemüseanbau, entdecken die dunklen Stangen seit einigen Jahren wieder neu. Und die gesunde Küche freut sich: Sind die mit dem Löwenzahn verwandten Schwarzwurzeln doch eine echte Bereicherung auf den Speisezetteln.

Die ursprünglich aus Spanien stammende Schwarzwurzel wird im Volksmund auch Winterspargel genannt. Dieses vitaminreiche Gemüse war im Mittelalter nicht als Lebens-, sondern als Heilmittel bekannt. Noch im 16. Jahrhundert galt die wild wachsende Schwarzwurzel als wirksames Gegenmittel bei Schlangenbissen und wurde Pestkranken als Medizin verabreicht. Kultiviert wird sie erst seit dem 17. Jahrhundert. Zählte man im 19. Jahrhundert noch rund 30 verschiedene Arten der Schwarzwurzel, so werden heute nur noch einige wenige angebaut.

Die gesunden Inhaltsstoffe der Schwarzwurzel

Schwarzwurzeln liefern die Vitamine C, B1 und E in nennenswerter Menge. Ausserdem stecken in ihnen wertvolle Mineralstoffe. Hier sind vor allem Folsäure, Kalium und Eisen zu nennen. Schwarzwurzeln sollten auch wegen ihres hohen Anteils an Ballaststoffen öfters auf dem Speiseplan stehen. Besonders für Frauen in den Wechseljahren ist das Gemüse zu empfehlen, es leistet nämlich einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Osteoporose. Schwarzwurzeln sind auch ideal für Diabetiker. Sie regen die Hirntätigkeit an und stärken Herz und Kreislauf. Ein weiterer Pluspunkt für das Wintergemüse: Es hat nur wenige Kalorien.



Schwarzwurzeln – Verwandte des Löwenzahns

Als Korbblütler sind die Schwarzwurzeln mit dem Löwenzahn und der Haferwurzel verwandt. Die Erntesaison der winterharten Pflanze reicht von Oktober bis in den Frühling hinein. Anbau und Ernte sind im Vergleich zu anderen Gemüsesorten etwas mühsam – lockere, tiefgründige Böden erleichtern die Arbeit. Schwarzwurzel eignet sich zum Einlagern, Einfrieren und Einmachen.

Ganz viel Schwarzwurzel-Wissen vermittelt Ihnen dieser Film. Das Video habe ich neulich entdeckt und denke, dass muss ich einfach verlinken 🙂

Die Schwarzwurzel in der Küche

Winterspargel oder gar Spargel der armen Leute wird die schmackhafte Wurzel mitunter genannt. Heute gilt sie unter den alten Gemüsesorten als die Neuentdeckung. Vegetarier und Veganer sowie alle, die sich bewusst ernähren und auf Bio setzen, betrachten die Schwarzwurzel als willkommene Abwechslung auf dem Teller. Das biologisch hochwertige Wintergemüse kann ähnlich wie Spargel zubereitet werden: Nach dem Entfernen von Schmutz und Erde werden die Wurzeln gründlich gewaschen und anschliessend geschält. Damit sie schön weiss bleiben, sollten sie nach dem Schälen sofort in Zitronen- oder Essigwasser gelegt werden.

Schwarzwurzeln lassen sich vielfältig zubereiten, aber es muss gar nicht immer ein aufwendiges Rezept sein: Kochen Sie die Wurzeln in Salzwasser mit einem Schuss Essig weich und servieren Sie sie gesalzen, mit zerlassener Butter, Spiegelei und Salat.

Buchtipp:

Hinweis für die Verarbeitung:

Tritt beim Schälen ein milchiger Saft aus, ist das ein Beweis für die Frische der Wurzel. Er färbt sehr stark, weshalb Sie eine Schürze und Küchenhandschuhe bei der Zubereitung tragen sollten. Die Verfärbungen lassen sich nur schwer auswaschen.




Neu gibt es auf meiner Seite die Kategorie «Gesunde Rezepte», wo Sie in Kürze auch mehr über die Schwarzwurzel finden werden.

Rosskastanien Heilsalbe

Rosskastaniensalbe – Venensalbe selber machen

Vor allem bei Venenproblemen ist Rosskastaniensalbe ein wirkungsvolles Naturheilmittel. Selbst gemachte Heilsalbe aus Rosskastanien hilft aber auch gegen viele andere Beschwerden. Im Oktober können die Kastanien gesammelt und zu einer venenstärkenden, entzündungshemmenden und durchblutungsfördernden Salbe verarbeitet werden.

Krampfadern und Venenprobleme – vorbeugen mit selbst gemachter Rosskastaniensalbe

Venensalbe aus Rosskastanien selber machen ist einfach und lohnt sich
Venensalbe aus Rosskastanien selber machen ist einfach und lohnt sich

Sie benötigen:

  • 10 frische, einwandfreie Rosskastanien
  • 100 ml Öl (z.B. Kokosöl)
  • 100 g Kakaobutter
  • 25 g Bienenwachs
  • 200 ml Wasser

Und so stellen sie Venensalbe aus Rosskastanien her:

  • Die Rosskastanien entweder mit einem scharfen Messer klein hacken, oder im Mixer unter Beigabe des Wassers zerkleinern.
  • Die zerkleinerten Kastanien mit dem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und zugedeckt rund 10 Minuten leicht köcheln lassen.
  • Öl und Kakaobutter darunter rühren, erhitzen aber nicht mehr aufkochen!
  • Etwa eine Stunde ziehen lassen, zwischendurch mehrmals rühren
  • Nun die Venensalbe nochmals kurz erwärmen und durch ein feines Teesieb in einen weiteren Topf giessen.
  • Wachs dazugeben und alles nochmals erwärmen, bis das Wachs schmilzt.
  • Erkalten lassen.
  • Wenn die Rosskastaniensalbe fest wird, mit dem Schneebesen oder Handmixer (Pürierstab) zu einer gleichmässigen Salbe verrühren
  • In Gläser füllen, fest verschliessen, dunkel lagern.

Ganz viele Rezepte und Tipps zum Thema Salben selber machen, finden Sie in diesem Buch:

Warum selbst gemachte Venensalbe aus Rosskastanien wirkt

Es ist erwiesen, dass vor allem das in den Rosskastanien enthaltene Aescin die Venen stärkt und elastisch hält. Es verdichtet die Gefässwände und soll verhindern, dass Flüssigkeit eingelagert wird. Die selbst gemachte Rosskastaniensalbe ist nicht nur wirksam bei der Behandlung von Venenbeschwerden, sondern hat auch eine abschwellende Wirkung zum Beispiel nach Sportverletzungen sowie bei Hämorrhoiden, Ödemen und Prellungen. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe der Rosskastanie sind Bitter- und Gerbstoffe, ätherisches Öl sowie Allantoin. Dadurch wirkt sie auch desinfizierend und zusammenziehend, was sie für die Naturapotheke ebenfalls wertvoll macht.




Rosskastaniensalbe für die Vorratshaltung?

Wenn Sie die Salbe herstellen, um Venenprobleme damit zu behandeln, sollten Sie diese täglich auftragen. Möchten Sie ein Gläschen für die Hausapotheke aufheben, so können Sie das bis zu 8 Wochen tun. Länger ist die Venensalbe aus Rosskastanien leider nicht haltbar.

Die verschiedenen Kastanien unterscheiden

Hier habe ich ein schönes Video entdeckt, in welchem Sie sehr schön die Unterschiede von Rosskastanien und Maroni sehen können.

Kastanien spielen in der Selbstversorgung eine grosse Rolle. Hier finden Sie viel Wissenswertes über die Maroni.

 



Text: Redaktion