Erdbeben in der Schweiz

Auch in der Schweiz kann sich jederzeit ein verheerendes Erdbeben ereignen

Italien trauert. Das Erdbebenunglück im Sommer 2016 hat wahrscheinlich 290 Tode gefordert, rund 500 Menschen wurden teils schwer verletzt. Tausende verloren ihr Zuhause. Mehrere Dörfer sind teils total zerstört, der Wiederaufbau kostet Milliarden. Kann eine solche Katastrophe auch die Schweiz treffen? Was sollte man wissen, bezüglich Erdbeben in der Schweiz – die Bevölkerung ist verunsichert.




Ein zerstörerisches Erdbeben in der Schweiz ist unwahrscheinlich - aber nicht unmöglich
Ein zerstörerisches Erdbeben in der Schweiz ist unwahrscheinlich – aber nicht unmöglich

Ein kurzfristiger Stromausfall ist jederzeit möglich und hat keine nennenswerten Folgen. Ein Privathaushalt kann diese Situation ohne Notstrom-Aggregat meistern. Kerzen, ein Fondue-Rechaud mit Brennpaste, auf dem sich problemlos Wasser erhitzen lässt sowie eine gute Taschenlampe gehören in jeden Notvorrat. Was aber wenn, zum Beispiel in Folge eines starken Erdbebens, die Stromversorgung zusammenbricht?

Die schwersten Erdbeben in der Schweiz

Das folgenschwerste Erdbeben ereignete sich in der Schweiz im Jahre 1356 in Basel. Es hatte die Stärke 6.6. Das erste dokumentierte Erdbeben überraschte die Menschen in Graubünden im Jahre 1295, in Churwalden. Gut möglich, dass es auch zu früheren Zeiten in unserer Region schon ähnliche Ereignisse gab, darüber gibt es jedoch keine Aufzeichnungen. Insgesamt sind 11 Erdbeben mit einer Stärke ab 5.4 bis 6.6 verzeichnet. Das letzte ereignete sich am 25. Januar 1946 in Sierre im Wallis.




Beide Basel, das St. Galler Rheintal, Mittelbünden, die Zentralschweiz, das Engadin und Wallis gelten als die am stärksten gefährdeten Region der Schweiz. Von den 11 stärksten Erdbeben fanden 4 im Wallis statt, 2 in Graubünden, 2 in der Zentralschweiz (UR und NW) sowie eines in Basel.

Wie wahrscheinlich ist ein Erdbeben in der Schweiz?

Die Schweiz lebt mit Naturgefahren: Bergstürze, Steinschlag, Schnee- und Gerölllawinen oder verheerende Überschwemmungen treten relativ häufig auf. Erdbeben jedoch haben laut Angabe des SED (Schweizerischer Erdbebendienst) das grösste Schadenspotential. Dazu kommt, dass Erdbeben oft völlig überraschend auftreten, eine zuverlässige Vorhersage ist ebenso wenig möglich, wie eine Verhinderung des Ereignisses.

Zwar ist die Gefährdung in der Schweiz gegenüber beispielsweise Italien, Griechenland oder der Türkei geringer, jedoch kann es jederzeit zu einem neuen Erdbeben in der Schweiz kommen. Leichte Beben, die keinerlei Schäden anrichten, treten relativ häufig auf. Etwa 10-mal im Durchschnitt bebt die Schweizer Erde jedes Jahr mit einer Stärke von 3 bis 4 auf der Richterskala. Diese Beben sind mitunter deutlich spürbar und können die Bevölkerung auch aus dem Schlaf schrecken. Verletzte hat es jedoch seit Jahrzehnten keine mehr gegeben. Wann es in der Schweiz wieder zu einem stärkeren Erdbeben kommt, das weiss niemand. Es könnte morgen sein, nächstes Jahr, in 10 oder 100 Jahren. Auch wer sich dann nicht direkt im Erdbebengebiet aufhält, kann von den Auswirkungen heftig betroffen sein. Es ist nicht auszuschliessen, dass ein starkes Erdbeben in der Schweiz die Stromversorgung in unserem Land vorrübergehend lahmlegt.

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Was passiert, wenn die Stromversorgung über einen längeren Zeitraum nicht mehr gewährleistet ist?

Wir sitzen im Dunklen. Aber das ist das geringste Problem. Es gibt eine grosse Auswahl an Lampen, die teilweise ohne Batterien auskommen und/oder noch weitere nützliche Funktionen haben. Eine Auswahl finden Sie hier:

Wir müssten auch mit den folgenden Problemen rechnen. Auf einige können wir uns ohne grossen finanziellen Aufwand vorbereiten und den Notvorrat entsprechend ergänzen:

  • Läden bleiben geschlossen.
  • Wir haben kein fliessend Wasser zur Verfügung.
  • Tankstellen können kein Benzin verkaufen.
  • Je nachdem, ob der Zwischenfall zu Tag- oder Nachtzeiten auftritt, stecken mehr oder weniger Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln fest. Einige wahrscheinlich auch in einem Lift.
  • Einige werden merken, dass es nicht sehr schlau war, den Grossteil des Notvorrates in die Tiefkühltruhe zu packen: Kühlschrank und Tiefkühler stellen ab.
  • In den meisten Haushalten bleibt der Herd kalt.
  • Die Heizung ist kalt.
  • PC und Handy funktionieren noch so lange, bis der Akku leer ist, das Festnetztelefon überhaupt nicht.
  • Radio und Fernseher bleiben stumm. Um regelmässig die neusten Nachrichten und Informationen zu bekommen, sollte jeder Haushalt über ein Kurbelradio verfügen:

Um die Zeit bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung zu überbrücken, ist eine durchdachte Notversorgung äusserst wichtig!

 




Fotos: pixaybay.de