Sprossen und Kresse

Sprossen und Kresse – Vitalstoffe von der Fensterbank

Der Winter hat sich noch nicht so ganz verabschiedet und der Frühling ist noch nicht da. Er kündigt sich aber bereits an: Während die einen schon über Heuschnupfen klagen, macht sich bei anderen die Frühjahrsmüdigkeit bemerkbar.




Jetzt ist es an der Zeit für eine Extra-Portion Vitamine! Dafür müssen Sie aber nicht zu Nahrungsergänzungsmitteln aus der Apotheke greifen. Kleine Pflänzchen versorgen Sie mit allem, was Ihr Körper jetzt ganz besonders braucht: Kresse und Sprossen, zum Beispiel von Bambus, Radieschen, Randen, Sojabohnen, Rettich oder Alfalfa, liefern reichlich Vitalstoffe.

Kresse und Sprossen

Sprossen und Kresse, die kleinen Winzlinge, sind so anspruchslos, dass Sie weder ein Beet noch einen grünen Daumen brauchen, um in kürzester Zeit eine reiche Ernte geniessen zu können. Die verschiedenen Sorten lassen sich bequem in Schalen auf der Fensterbank ziehen und bereichern Ihre Küche das ganze Jahr über.




Einige Sorten keimen so schnell, dass die zierlichen Blättchen bereits nach wenigen Tagen geerntet werden können. Dazu gehört die Gartenkresse. Diese wird auch von Kindern geliebt, denn man kann ihr beinahe beim Wachsen zusehen! Selbst gesät und selbst geerntet, stört es auch kleine Hobbygärtner überhaupt nicht, dass die Blättchen etwas scharf sind. Gartenkresse ist reich an Eisen, Kalzium und Vitamin C und schmeckt lecker, wenn sie einfach auf ein Butterbrot gestreut wird.

Die Auswahl an Kresse und Sprossen, die leicht daheim gesät und in kürzester Zeit geerntet werden können, ist gross und sollte mehr Beachtung finden: denn einfacher kann man sich fast nicht mit frischen Vitalstoffen versorgen! Der Samen kostet nur wenig und passt bestens in den Vorratsschrank. Wenn Sie für Kresse keine Erde haben, macht das nichts: Säen sie einfach auf feuchte Watte oder Küchenpapier.

Sprossen keimen gut in Gläsern. Hier habe ich ein Video entdeckt, welches Ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie Sie Sprossen einfach ziehen können.

Wussten Sie schon:




  • dass auch Giersch, Rosenkohl, Hopfen, Chicoreè und Spargel zu den Sprossen zählen?
  • dass alle Sprossenarten während des Keimens enorm viele Mineralstoffe und Vitamine bildet?
  • dass Sprossen reich an ungesättigten Fettsäuren sind?
  • dass Sie mit Sprossen viel Magnesium, Kalzium und Zink zu sich nehmen?

Kresse und Sprossen sind übrigens auch ideale Toppings für leckere Salate und sorgen für Genuss und Gesundheit!



Steckrüben – Grossmutters Winteressen

Steckrübe – diese Knolle verdient mehr Aufmerksamkeit!

Während des Krieges kamen Steckrüben häufig auf den Tisch. Da sie sehr viele Kohlenhydrate enthalten, galten sie damals als eines der wichtigsten Lebensmittel. Gross war die Auswahl an Essbarem in Kriegszeiten sowieso nicht. Geschickte Hausfrauen wussten die Knolle aber vielseitig zu verwenden. Auch für die Vorratshaltung wurde sie natürlich genutzt.

In der Nachkriegszeit verschwand die Steckrübe beinahe komplett von den Speisezetteln. Es stand wieder ein grösseres Angebot zur Verfügung und alles, was an die Hungerjahre und den Krieg erinnerte, wurde erstmal verbannt.

Erst als der Wunsch nach regionalen Produkten und das Interesse an bewusster Ernährung wuchsen, gewann sie wieder an Bedeutung. Gemeinsam mit alten Getreide-, Obst- und Gemüsesorten feiern auch die Steckrüben seit einigen Jahren ein Comeback.




Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse
Die Steckrübe gehört zur Familie der Wurzelgemüse

Wissenswertes rund um die Steckrübe

Steckrüben sind ein typisches Wintergemüse. Die Wurzeln können bis zu zwei Kilogramm schwer werden. Grosse Knollen sind oft holzig, weshalb die kleineren zu bevorzugen sind. Sie werden ab September bis in den April hinein geerntet. Ihr gelb glänzendes, festes Fruchtfleisch liefert viel Vitamin C, ausserdem wichtige Mineralstoffe, Senföle, Frucht- und Traubenzucker. Dabei haben 100 Gramm gerade mal 35 Kalorien. Gute Gründe also, das Knollengemüse öfter zu geniessen!

Die Steckrübe in der Küche

Es gibt viele Varianten, die Steckrüben zuzubereiten, sie

  • schmecken gewürfelt, gestiftelt oder in Scheiben geschnitten,
  • können zu Püree verarbeitet werden,
  • bringen Abwechslung in Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und andere Gemüsegerichte,
  • und passen blanchiert zu vielen Salaten.

Natürlich können Steckrüben auch als Beilage zu Fleischgerichten serviert werden. Besonders gut vertragen sie sich mit Schweinefleisch, Gans und Ente. Passende Gewürze sind Pfeffer, Kümmel, Lorbeer, Ingwer und Koriander.

Wem der kräftige, erdige Geschmack nicht so zusagt, der schmort einen klein geschnittenen Apfel mit oder würfelt die Steckrübe und karamellisiert sie vor dem Kochen. Eine ähnliche Wirkung erzielen ein Teelöffel Zucker sowie etwas Zitronensaft im Kochwasser.

Buchtipp – alte Gemüsesorten
neu gekocht

Steckrüben süss-sauer einmachen – Grossmutters Rezept

Früher wurde viel mehr Vorratshaltung betrieben, als das derzeit üblich ist. Vor allem wurde für grössere Familien gekocht, gebacken und natürlich auch eingemacht. Selbstverständlich können Sie die Zutaten halbieren, wenn Ihnen die Mengenangaben in diesem Rezept zu viel erscheinen.

Steckrüben eignen sich gut für die Vorratshaltung
Wurzelgemüse eignet sich gut für die Vorratshaltung

Die Zutaten für 10 Gläser (je ½ Liter)

    • 2.5 kg Steckrüben
    • ½ Liter Weisswein
    • 120 ml Essigessenz
    • 200 g Zucker
    • 400 g Hagebuttenmus
    • 3 Lorbeerblätter
    • Ein paar Zweige Thymian
    • 1 EL schwarzer Pfeffer




Die Zubereitung

  • Etwas Thymian zur Seite legen, die anderen Zutaten zusammen in 1 Liter Wasser und dem Weisswein aufkochen.
  • Im zugedeckten Topf abkühlen lassen, dabei hin und wieder umrühren.
  • Die Steckrüben schälen, in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden und blanchieren.
  • Kalt abschrecken und zusammen mit den aufgehobenen Thymianzweigen in die Gläser verteilen.
  • Den Gewürzaufguss durch ein feines Sieb darüber giessen und die Gläser gut verschliessen.
  • In einem Einmachtopf 1 Stunde kochen.




Bewahren Sie die Gläser am besten in einem dunklen, kühlen Keller auf. Hier können Sie übrigens Steckrüben mehrere Monate lagern. Achten Sie aber darauf, dass die Knollen für die Vorratshaltung keine Wurmlöcher aufweisen. Nur unversehrte, pralle, glatte Steckrüben sind lange haltbar.

 

Reis für die Vorratshaltung

Reis gehört in jeden Notvorrat

Reis ist eines der Lebensmittel, welche sich sehr gut für den Notvorrat eignen. Und Gründe, sich Gedanken über eine sinnvolle Vorratshaltung zu machen, gibt es einige, darüber wurde auf dieser Seite schon mehrfach geschrieben.




Reis ist lange haltbar und vielseitig verwendbar. Fällt jedoch der Strom aus und gibt es keine Möglichkeit, ihn ausreichend zu kochen, nützt er nicht viel. Deshalb ist es sinnvoll, auch ein paar Beutel vorgekochten Reis vorrätig zu haben. Zwar muss dieser auch kurz gekocht oder gedünstet werden, das funktioniert aber in kleinen Portionen beispielsweise stomunabhängig auf einem Rechaud oder einem kleinen, mit Teelichtli betriebenen, Fondueofen.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Sie wirken nicht nur sättigend, in den weissen Körnchen stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe. Diese sind aber von Sorte zu Sorte verschieden. Allen gleich ist, dass sie lange sattmachen. In Asien gehört das Korn zu den Hauptnahrungsmitteln und die asiatische Küche ist bekanntlich gesund!

Reis ist ein Hauptbestandteil der asiatischen Küche
Reis ist ein Hauptbestandteil der asiatischen Küche

Reis gehört zu den wichtigsten Getreidesorten. Alle Reissorten bestehen zu einem grossen Teil aus Kohlehydraten, daneben enthalten sie Wasser, Fett und Eiweiss. Die Körnchen liefern zudem Ballaststoffe und folgende Mineralstoffe:

  • Eisen
  • Zink
  • Magnesium
  • Kalium

Das kleine Korn wirkt, dank Kalium, entwässernd und schützt damit Herz und Kreislauf und fördert den Stoffwechsel. Vor allem in Krisenzeiten, wenn eine abwechslungsreiche Ernährung, wie wir sie heute kennen und schätzen, nicht möglich ist, ist das kleine Korn ein wertvoller Lieferant an wichtigen Stoffen, die die Abwehrkräfte stärken und die Blutbildung fördern.

Auch reichlich Vitamine sind in den kleinen Körner enthalten:

  • Vitamin E
  • viele verschiedene B-Vitamine

Vollkornreis enthält besonders viele Ballaststoffe, die die Verdauung in Schwung bringen.

Wichtig – auf die Qualität kommt es an!




In Krisenzeiten und Hungersnöten möchte man einfach seine Familie und sich selbst satt bekommen. Jetzt, wo wir alles im Überfluss haben können, lohnt es sich unbedingt, auf die beste Qualität zu achten und Reis in Bio-Qualität zu kaufen. Die Böden der Reisfelder sind oft belastet, allen voran mit Arsen. Ausserdem entscheiden Verarbeitung und Reissorten über den gesundheitlichen Wert. Übrigens wurde auch in Bio-Reis schon Arsen nachgewiesen. Hier gibt es aber Grenzwerte, die eingehalten werden müssen.

Täglich sollte Reis nicht auf der Speisekarte stehen, wenn immer möglich ist ausserdem empfohlen, ihn vor dem Kochen gründlich zu waschen und das Wasser wegzugiessen.

Reisfelder in Südostasien
Reisfelder in Südostasien

Reis Kennenlern Box

Für mehr Informationen einfach ins Blick klicken

Gut zu wissen:

Weissem Reis wurden durch das Schälen leider viele Mineralstoffe und Vitamine genommen, mit Ausnahme des Parboiled Reis: Hier sorgt ein spezielles Verfahren dafür, dass die wertvollen Stoffe ins Korninnere gedrückt werden und zu rund 80 Prozent trotz des Schälens erhalten bleiben.

Tipps für die Vorratshaltung

Während die Ärmsten der Armen oft nur Reiskörner als einzige Nahrung haben, können wir aus dem Vollen schöpfen. Jedoch sollte der Notvorrat auch darauf ausgerichtet werden, dass im Ernstfall mit einfachen Mitteln aus den Reiskörnern eine schmackhafte Mahlzeit wird. Getrocknete Kräuter, eingemachtes Obst und Gemüse, langhaltende Käsesorten beispielsweise variieren den neutralen Reisgeschmack immer wieder neu.

Reist ist sehr vielseitig
Reist ist sehr vielseitig

Ausserdem liefert Mutter Natur jede Menge Zutaten, die aus Reis eine leckere Mahlzeit machen. Auf vorratshaltung.ch stellen wir immer wieder Schätze der Natur und ihre An- und Verwendung vor. Jetzt im Herbst sind es vor allem Nüsse, Pilze und Früchte, die gesammelt und für den Notvorrat haltbar gemacht werden können.




Ich freue mich, wenn Sie meine Seite bald wieder besuchen!

Maroni – Esskastanien

Maroni – geschätzt seit Tausenden von Jahren

Im Herbst können Sie Maroni kaufen, es gibt sie aber auch gratis: In verschiedenen Regionen der Schweiz, in Österreich oder Deutschland können die von einer stacheligen Schale umgebenen Esskastanien etwa ab Ende September / Anfang Oktober gesammelt werden.

Maroni wachsen bevorzugt in Regionen, in denen auch Wein gedeiht.
Maroni wachsen bevorzugt in Regionen, in denen auch Wein gedeiht.

Mit den Rosskastanien haben Maroni allerdings kaum mehr als ihr Aussehen gemeinsam: Maroni sind essbar, Rosskastanien nicht. Das bedeutet übrigens nicht, dass Letztere wertlos wären! Rosskastanien eignen sich nicht nur zum Spielen und Basteln, sondern können auch Waschmittel ersetzen oder zu einer Heilsalbe verarbeitet werden. Dazu aber mehr in einem späteren Beitrag.

Die Geschichte der Esskastanien

Esskastanien wurden bereits in der Antike als Delikatesse gehandelt, die alten Römer und Griechen verehrten sie und Homer sowie Hippokrates erwähnten die Maroni sogar in ihren Schriften. In der Zeit des Mittelalters hatten sie den Ruf, ein Essen für Arme zu sein. In den Mittelmeerregionen wurde der Kastanienbaum Jahrtausende als Lieferant energiereicher Früchte geschätzt, was ihm die Bezeichnung «Brotbaum» einbrachte. Tatsächlich sammelte die arme Bevölkerung essbare Kastanien, um ihren kargen Speiseplan aufzuwerten. Ihnen verdanken wir bis heute Rezepte mit Esskastanien, die zwar weitestgehend in Vergessenheit gerieten, aber nun endlich wiederentdeckt werden.

Maroni oder Maronen – Esskastanie ist nicht gleich Esskastanie

Maroniwälder finden Sie in vielen Regionen der Schweiz.
Maroniwälder finden Sie in vielen Regionen der Schweiz.

Essbare Kastanien können Sie von den Rosskastanien ganz leicht unterschieden: Ihre Schalen haben längere Stacheln, die man besser nicht mit blossen Händen anfasst! Worin aber unterscheiden sich die essbaren Sorten der Edelkastanien?

Maronen sind die gezüchtete, bzw. angebaute, Variante und schmecken etwas aromatischer. Ihre Nuss lässt sich leichter herausschälen, ausserdem ist sie grösser als die der wild wachsenden Maroni.

Maroni sind die „wilden“, stacheligen Kastanien, die im Herbst entlang vieler Wanderwege aufgesammelt werden können.

Wo Sie wildwachsende Esskastanien finden können

Die Kastanienbäume fühlen sich überall dort besonders wohl, wo auch Wein angebaut wird. In der Schweiz sind sie beispielsweise im Tessin häufig zu finden, in einigen Regionen am Vierwaldstättersee oder am Walensee.

Maroni sammeln – eine stachelige Angelegenheit

Esskastanien sehen aus, wie kleine Igel: und so fühlt es sich auch an, wenn man zugreift! Nehmen Sie also besser Gartenhandschuhe mit, wenn Sie Maroni sammeln möchten. Eine Möglichkeit, an die Nüsse zu kommen, ohne sich in die Finger zu stechen ist es, die Füsse zu nutzen: Stellen Sie sich auf beide Seiten der Schale, die sich dann so weit öffnet, dass Sie die Frucht mit den Fingern herausnehmen können. Am einfachsten ist es natürlich, wenn Sie nur die Maroni aufsammeln, die schon von alleine aus der stacheligen Umhüllung gefallen sind. Viele Schalen enthalten mehr als eine Nuss, dann nehmen Sie nur die grossen, runden mit. Die kleinen sind nicht essbar.

Die beste Zeit, um Maroni zu sammeln, ist der Altweibersommer
Die beste Zeit, um Maroni zu sammeln, ist der Altweibersommer

Sammeln Sie ausschliesslich reife Maroni, also jene die schön braun sind und keine helleren Stellen mehr haben. Achten Sie auch darauf, dass die Schalen ledrig und unversehrt sind. Kleine Löcher weisen auf den Befall mit Würmern hin und machen die Kastanie ungeniessbar.

Maronen: Gesunde Nüsse, die nicht dick machen

Maroni haben einen deutlich geringeren Fettgehalt als beispielsweise Mandeln, Wal- oder Haselnüsse. Ihr hoher Stärkenteil macht sie sehr nahrhaft und die vielen wertvollen Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass die Esskastanien eine richtig gesunde Bereicherung auf unserem Speiseplan sind. Sie enthalten viel Kalium, sind reich an Eiweiss und liefern ausserdem einige B-Vitamine (1, 2, 6), ausserdem Vitamin C und E sowie Beta-Carotin. Gut zu wissen: Maroni sind Gluten frei und somit besonders wertvoll für Menschen, die an Zöliakie leiden.




 

Die Verarbeitung von Esskastanien

Wenn der Duft von einem Maroni-Stand die Nase verwöhnt, ist der Herbst definitiv da. Maroni brauchen gar nicht unbedingt eine Beilage oder raffinierte Verarbeitung. Sie schmecken pur und frisch geröstet einfach lecker. Sie können Maroni über dem Feuer, in einer Pfanne aber auch im Backofen selber rösten. Das geht schneller, wenn die Kastanien vorher ein paar Minuten in Salzwasser gekocht werden. Die Schale wird vor dem Rösten mit einem Messer kreuzförmig eingeritzt, ansonsten kann diese platzen und die Maronen springen auf dem Blech umher. Das Schälen geht heiss am besten, weil sich die pelzige Innenhaut dann leichter löst. Dieses Video erklärt das alles sehr schön in Wort und Bild:

Maroni für die Vorratshaltung

Maroni schmecken frisch am besten. Da es auf dieser Seite aber nicht nur um Selbstversorgung, sondern auch um Vorratshaltung und Notvorrat geht, möchte ich natürlich diesen Punkt nicht ausser Acht lassen. Eignen sich Esskastanien für Vorratshaltung überhaupt? Da ich Maroni eigentlich nur in Herbst und Winter mag, war das bisher nicht wirklich ein Thema für mich. Also habe ich mal wieder in Uromas Aufzeichnungen gestöbert und wurde fündig:

Maroni in Sand einlegen

• Oma hat die Kastanien in einer Wanne gründlich gewaschen und die wurmstichigen ausgelesen. Diese scheinen im Wasser nicht zu sinken und können von der Oberfläche einfach entfernt werden. Nach ein bis zwei Tagen wurden die Maronen auf einem Leintuch an der Sonne ausgebreitet, bis sie schön trocken sind.

• Danach kamen sie in ein grosses Tongefäss mit Sand und wurde auch mit Sand bedeckt. Sie schreibt von Schichten, deshalb denke ich, dass sie im Wechsel Sand und Maroni eingefüllt hat. Die letzte Schicht muss natürlich Sand sein.

• Zuletzt steht der Hinweis, das Gefäss durch luftiges Abdecken vor Ungeziefer und Mäusen zu schützen.


Ich habe das selber nie ausprobiert, gehe aber davon aus, dass sie es nicht aufgeschrieben hätte, würde es nicht funktionieren.

Maroni sind nicht nur lecker, sondern auch sehr dekorativ
Maroni sind nicht nur lecker, sondern auch sehr dekorativ

Kastanienmehl

In einigen Regionen, zum Beispiel in Murg am Walensee, kann man die verschiedensten Produkte, hergestellt aus Kastanien, vor Ort geniessen oder auch kaufen. Maroni kann man einlegen, zu Marmelade verarbeiten oder Mehl daraus machen. Dieses wiederum ist sehr vielseitig und eignet sich zum Backen und Herstellen von Teigwaren. Auch ohne dass es eine Notlage oder einen Versorgungsengpass gibt, macht es Spass, sich mit den Schätzen der Natur selbst zu versorgen. Obwohl wenn es mitunter viel aufwendiger ist, seine Lebensmittel selbst herzustellen, als diese zu kaufen, lohnt sich der Aufwand definitiv. Es macht Spass, die Früchte der Natur zu sammeln und zu verarbeiten und sich damit erst noch gesünder zu ernähren.

Kastanienmehl können Sie ganz einfach selber machen:

• Die Maroni rösten
• schälen
• mahlen – fertig!

Sie suchen Rezepte mit Esskastanien? Dann kann ich Ihnen dieses Buch empfehlen:


 

Ich werde meine Webseite in Kürze um die Kategorie «Rezepte» erweiterten. Diese würden den Rahmen einzelner Blogbeiträge sprengen, deshalb bekommen sie eine extra Rubrik.

Es lohnt sich also, mich bald wieder besuchen!

Knoblauch pflanzen und haltbar machen

Jetzt ist es höchste Zeit, Knoblauchzehen zu setzen!

Knoblauch gehört in die Vorratshaltung: Er setzt so manches Mittel aus Drogerie und Apotheke. Natürlich sollen Sie sich an einen Arzt oder Heilpraktiker wenden, wenn Sie krank sind. Aber da es auf dieser Seite um Notvorrat und Selbstversorgung geht, dürfen die gesunden Knollen aus dem Süden keinesfalls fehlen. Knoblauch ist ein hervorragendes Mittel, um die Abwehrkräfte zu stärken und viele Krankheitserreger wirkungsvoll zu bekämpfen.

Knoblauch pflanzen in Frühling oder Herbst

Es ist ganz einfach, selbst frischen Knoblauch zu züchten. Meine erste Ernte verdanke ich sogar mehr oder weniger einem Zufall. Weil meine Kräuter auf dem Balkon von Schädlingen befallen waren, bekam ich den Tipp, Knoblauchzehen in die Erde zu stecken. Ehrlich gesagt: Die Hälfte meiner Kräuter fiel trotzdem den Blattläusen zum Opfer, dafür konnte ich aber jungen Knoblauch ernten. Seitdem setze ich bewusst einige Knoblauchzehen im Frühjahr und im Herbst in einen grossen Blumenkasten. Die Pflanze ist so unkompliziert, dass ich bisher immer mit meiner Ernte zufrieden war.

Die supergesunde Knolle wächst auch auf dem Balkon.
Die supergesunde Knolle wächst auch auf dem Balkon.

Tipps für eine reiche Knoblauchernte

  • In seiner Heimat, in Südeuropa und dem Nahen Osten, findet Knoblauch die idealen Bedingungen. Er liebt viel Sonne, weshalb er auch bei uns den sonnigsten Platz im Garten oder auf der Terrasse bekommen sollte.
  • Er schätzt nährstoffreiche, lockere Erde.
  • Die ideale Zeit, um Knoblauch zu pflanzen, ist im Frühling, nach dem letzten Frost, oder im Herbst, bevor der Boden das erste Mal gefriert.
  • Ich pflanze und säe nicht «mit Lineal», weshalb ich keine Zentimeter für Abstände und Reihen angeben kann. Mit der Zeit hat man das im Gefühl, aber wenn Sie erstmals Knoblauch vermehren möchten, halten Sie besser zu viel Abstand, als zu wenig, damit sich die Knollen richtig entwickeln können. Ein Abstand von mindestens 10 Zentimetern sollte passen.
  • Eingepflanzt werden einzelne Zehen. Dafür kaufe ich ein, zwei Bio-Knoblauchknollen. Das Pflanzen geht ganz unkompliziert: Mit dem Finger ein Loch in die Erde bohren, die Zehen mit der Spitze nach oben hineinlegen und mit Erde bedecken. Nur leicht andrücken.
  • Giessen ist nicht unbedingt nötig.
  • Sobald sich die ersten Sprossen zeigen, kann man fast zuschauen, wie der Lauch wächst. (Dieser schmeckt übrigens, in dünne Rollen geschnitten, sehr fein in Salaten oder über Gemüse und Suppen gestreut)
  • Fängt das «Laub» an zu welken, ist die Zeit zum Ernten da. Nun können Sie die Knoblauchknollen ausgraben und entweder frisch verwenden oder für die Vorratshaltung haltbar machen.

Ich habe ein Video gefunden, in welchem Sie Schritt für Schritt sehen können, wie der Anbau von Knoblauch geht:

Knoblauch lagern – so machen Sie die Knollen haltbar

Es gibt diverse Möglichkeiten, Knoblauch ohne grossen Aufwand für die Vorratshaltung zu nutzen. Ich stelle Ihnen die zwei Varianten vor, die ich selbst nutze.

Knoblauch ist ideal für die Vorratshaltung
Knoblauch ist ideal für die Vorratshaltung
  • Bevor Sie den frischen Knoblauch trocken, muss er natürlich gesäubert werden. Zum Trocknen hängen Sie ihn an einem kühlen, luftigen und trockenen Ort als Zopf, in Stoffsäckli oder in Netzen auf. Er darf niemals in Dosen oder Plastik aufbewahrt werden, denn dann würde er rasch faulen.
  • Einen knackig frischen Vorrat an Knoblauch anlegen, ist auch ganz einfach: Schälen Sie einige Zehen und übergiessen Sie diese in einem Glas mit hochwertigem Olivenöl. Glas verschliessen und etwas Geduld haben: Nach etwa zwei Wochen haben Sie leckeres, aromatisches Salatöl. (Das Öl immer wieder neu auffüllen.) Die Knoblauchzehen halten sich in Öl eingelegt im Kühlschrank mindestens 3 Monate frisch. Dann gibt es schon bald die neue Ernte!

Knoblauch – eine supergesunde Knolle

Knoblauch ist ein hervorragendes, natürliches Antibiotikum. Er hemmt aber nicht nur das Wachstum von Bakterien, sondern auch von Pilzen und einigen Grippeviren. Er verhindert, regelmässig verzehrt, dass sich die Blutgefässe verengen, beugt Verkalkung vor, sorgt für eine gute Durchblutung, indem er die Fliesseigenschaften des Blutes verbessert, und kann bei Darmentzündungen und Atemwegserkrankungen helfen.

Knoblauch gehört in jede Naturapotheke und natürlich in die Küche
Knoblauch gehört in jede Naturapotheke und natürlich in die Küche

Schauen Sie doch bald wieder auf dieser Seite vorbei: In den nächsten Tagen finden Sie hier Tipps für das Herstellen von natürlichem Hustensirup sowie fortlaufend nützliche Ideen und Rezepte, natürlich auch mit Knoblauch.

 

Auf vorratshaltung.ch dreht sich alles um die Vorratshaltung, Selbstversorgung und Notvorrat.