Kalte Füsse

Kalte Füsse können Ursache vieler Beschwerden sein

Dass kalte Füsse unangenehm sind, hat natürlich jeder schon selber erfahren müssen. Sinken draussen die Temperaturen, wird es in unseren Wohnungen wohlig warm. Natürlich kann sich das jederzeit ändern, fällt zum Beispiel die Heizung kurz- oder längerfristig aus. Aber ganz gleich, ob drinnen oder draussen: Die Füsse sollten unbedingt warm gehalten werden.




Halten Sie auch im Winter ihre Füsse immer warm

Mit dem richtigen Schuhwerk bleiben die Füsse auch auf einem ausgedehnten Winterspaziergang oder einer Schneeschuhwanderung schön warm. Qualitativ hochwertige Wanderschuhe können Sie problemlos auch im Schnee tragen. Sie halten die Füsse trocken und warm. Natürlich lohnt es sich, für den Winter ein paar wollene Wandersocken anzuschaffen. Achten Sie unbedingt darauf, dass auch Ihre Kinder gute Winterschuhe tragen, die Kälte und Nässe abhalten!

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Mit warmen Füssen macht Schnee doppelt Spass

Kalte Füsse gibt es eher dann, wenn Sie sich nicht bewegen, zum Beispiel beim längeren Warten an der Bushaltestelle. Natürlich sind auch Büroschuhe ungünstig und sollten für den Arbeitsweg gegen gefütterte Stiefel oder andere Winterschuhe ausgetauscht werden.
Gute Winterschuhe für Sport und Freizeit gibt es in grosser Auswahl:

Kalte Füsse sind sehr ungesund

Sind die Füsse längere Zeit kalt, können zahlreiche Beschwerden die Folge sein:
    • Dass kalte Füsse Erkältungskrankheiten begünstigen, ist allgemein bekannt.
    • Auch wer zu Blasenentzündungen neigt, sollte bei Minusgraden warmes Schuhwerk und wollene Socken tragen.
    • Mitunter können kalte Füsse Kopfschmerzen auslösen.
    • Selbst Herzbeschwerden sind, wenn man lange mit eiskalten Füssen unterwegs ist, möglich.
    • Und vielleicht haben Sie selber schon die Erfahrung gemacht, dass das Einschlafen nicht gelingen will, wenn die Füsse kalt sind. Dann können eine Wärmflasche oder flauschige Socken rasch Abhilfe schaffen.

Omas Hausmittel für alle, die oft unter kalten Füssen leiden

Ein warmes Fussbald ist immer eine Wohltat. Verschiedene Badezusätze verstärken die Wirkung. Wer häufig unter kalten Füssen leidet, sollte die Durchblutung der Füsse stärken. Dazu eignen sich Kneipanwendungen gut. Oder Omas Fussbad:
  • Füllen Sie einen Eimer oder eine grosse Schüssel mit warmem Wasser, es sollte heiss sein, aber doch so, dass es sich angenehm anfühlt. Dann geben sie eine Handvoll Salz und zwei Handvoll Holzasche hinzu und verrühren alles.
  • Baden Sie Ihre Füsse 10 bis 10 Minuten darin und machen sie abschliessend einen Knieguss. Wie das geht, lesen Sie bitte hier.
  • Danach die Füsse gut abtrocknen und dicke Socken anziehen.

Das tut Ihren Füssen gut - Abhärtung mit Hilfe der Natur

Etwas, das wir alle wissen und trotzdem kaum jemand tut: Unsere Füsse danken es uns, wenn wir so oft wie möglich barfuss gehen. Dieses Foto habe ich auf einem Barfusswanderweg gemacht. Der ist natürlich für den Sommer gedacht und nicht für Schneetouren. kalte-fuesse-vorratshaltung Auch auf Finnenbahnen können Sie barfuss joggen. Ich habe das früher regelmässig getan und es ist wirklich eine Wohltat. Leider gibt es hier, wo ich jetzt wohne, keine in der Nähe. Eine ähnliche Wirkung wie häufiges Barfussgehen haben Tautreten ode Wassertreten (zum Beispiel in der Badewanne).

FarnkrauT - Noch ein Tipp, der beinahe in Vergessenheit geraten ist:

Ein gutes Hausmittel, dass schon vor Hunderten von Jahren Verwendung fand und eine positive Wirkung auf die Durchblutung der Füsse hat, ist Farnkraut. Im Sommer können Sie auf frischen Farnblättern stehen oder auf der Stelle treten. Trocknen Sie ausreichend Farnblätter und füllen Sie diese in ein Kissen. So haben Sie auch im Winter ein bewährtes Hausmittel zu Hand: Stellen Sie einfach öfters die Füsse darauf.
Farnkraut, oder kurz Farn genannt, gibt es auf der Erde schon rund 350 Millionen Jahre. Die Urform soll die Grösse von Bäumen erreicht haben. Im Mittelalter soll es vor allem als Schutz gegen schwarze Magie eingesetzt worden sein. Daher stammt wohl auch die volkstümliche Bezeichnung Hexenkraut. Farnkraut hat eine leicht entgiftende Wirkung, soll getrocknet bei Wurmbefall helfen und ist in verschiedenen Arzneien gegen Reizhusten und Verdauungsstörungen enthalten. Unsere Vorfahren trockneten das Kraut und nähten es in Kissen, die bei Rheuma und Gicht Erleichterung schafften.
        Farnkraut hilft bei kalten Füssen, indem es die Durchblutung ankurbelt  

Baumheilkunde

Der Baum in der Naturheilkunde

Die Baumheilkunde ist weitestgehend in Vergessenheit geraten. Was für Generationen vor uns selbstverständlich war, wird aber heute so nach und nach wiederentdeckt: Bäume spenden nicht nur der Seele Kraft, sie helfen uns auch bei allerlei körperlichen Beschwerden.




Die Geschichte der Baumheilkunde

Wann die ersten Menschen entdeckten, dass unsere einheimischen Bäume heilende Eigenschaften haben, das ist nicht bekannt. Die meisten, heute noch anwendbaren, Überlieferungen aus der Naturmedizin stammen aus dem Mittelalter. Zu jener Zeit wurden verschiedene Heilmethoden angewandt und auch die Heilkraft der Bäume ganz selbstverständlich genutzt. Aus Blättern, Rinde, Früchten, Wurzeln und Harzen wussten Kräuterfrauen, Heilerinnen und Hebammen wirkungsvolle Medizin herzustellen. Zudem schätzte man die Wirkung der Bäume auf die Seele der Menschen.

Wenn Sie sich damit näher befassen möchten, empfehle ich Ihnen das Buch „Baumheilkunde – Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume“ von Reto Strassmann.

 

Für mehr Informationen einfach aufs Bild klicken:

Die Baumheilkunde und die Psyche des Menschen

Unbewusst haben wir es alle schon erlebt: Bäume spenden Kraft, lassen die kreisenden Gedanken zur Ruhe kommen, beruhigen, stärken und lassen uns durchatmen. In der Baumheilkunde heisst es beispielsweise, dass die Eiche bei Müdigkeit und Kräftemangel stärkt und ein Aufenthalt unter einer Eiche oder ein Spaziergang im Eichenwald neue Kraft und Energie verleiht. Die Birke soll Trost spenden und die Seele mit Licht und Freude füllen. Nadelbäume wie Fichte oder Tanne beruhigen innere Unruhe und Nervosität. Der Kiefer wird nachgesagt, dass sie bei unerklärlicher Traurigkeit und Melancholie lösend wirkt.




Seit Jahrtausenden fühlen Menschen sich zu Bäumen hingezogen. So war es zum Beispiel bei den alten Germanen schon üblich, dass Hochzeiten unter Linden stattfanden. Die Linde wurde mit Weiblichkeit und Fruchtbarkeit verbunden. Gerichte tagten gerne unter markanten Eichen, die deshalb manchmal noch immer als Gerichtsbäume bezeichnet werden. Nadelbäume galten als Symbol für Unsterblichkeit und das aus gutem Grunde: Sie werfen, anders als die Laubbäume, ihr Nadelkleid nie ab. So heisst es auch im berühmten Weihnachtslied „Oh Tannenbaum“:
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit …

Nadelbäume galten früher als Symbol der Unsterblichkeit
Nadelbäume galten früher als Symbol der Unsterblichkeit

Sicher haben Sie auch die wohltuene Wirkung eines Waldspazierganges gespürt. Vielleicht haben sie auch einen Baum, den sie als Freund betrachten und gerne aufsuchen, um den Alltag für einen Moment zu entfliehen. Dann wissen Sie, dass Bäume tatsächlich eine ganz besondere Energie ausstrahlen und welche Wirkung sie auf den Menschen haben können.

Baumheilkunde - unbewusst bei einem Spaziergang nutzen
Baumheilkunde unbewusst bei einem Spaziergang nutzen – Foto S. Itting

Baumheilkunde – Baummedizin

Die Wirkung eines Lindenblütentees bei Erkältungen oder eines entspannenden, schlafförderndes Kiefernadeln-Bades ist allgemein bekannt. Andere Heilwirkungen der Bäume sind ziemlich in Vergessenheit geraten. Einige davon habe ich im Folgenden zusammengetragen:

Die Linner Linde, einer der bekanntesten Kraftorte der Schweiz
Die Linner Linde, einer der bekanntesten Kraftorte der Schweiz – Foto S. Itting
      • Birkensaft – entschlackt und stärkt die Nieren. Deshalb empfiehlt er sich bei Beschwerden der Harnwege. Sie bekommen den Saft im Reformhaus oder in Naturapotheken. Wenn Sie davon mehrmals täglich einen EL mit Wasser verdünnt trinken, soll er bei Hautproblemen und schmerzenden Gelenken helfen und Müdigkeit vertreiben.
      • Birkenblätter – Birkenblätter für Tee kann man in der Apotheke kaufen, aber natürlich auch selbst sammeln. Am besten eignen sich die jungen Blätter zum Trocknen. Für eine Tasse Tee überbrühen Sie 1 EL getrocknete Birkenblätter mit kochendem Wasser und giessen den Tee nach ca. 8 Minuten durch ein Sieb ab.
        • Lindenblätter – Die herzförmigen Blätter der Linde sehen nicht nur dekorativ aus, sie enthalten auch jede Menge gesunde Inhaltsstoffe. Das sind vor allem Vitamin C, Chlorophyll, Flavonoide, Mineralsalze und reichlich Proteine. Ich packe für Wanderungen gerne einen Salat in den Rucksack und ergänze ihn unterwegs mit dem, was die Natur dazu gibt. Hier zum Beispiel waren es Blätter der berühmten und ältesten Linde der Schweiz: der Linner Linde.

          Lindenblätter enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe und sind zudem sehr dekorativ
          Lindenblätter enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe und sind zudem sehr dekorativ – Foto S. Itting

 

      • Buchenrinde – ergibt nicht unbedingt den wohlschmeckendsten Tee, aber er wirkt zuverlässig bei saurem Aufstossen und beruhigt den Magen. Ein halber Teelöffel Buchenrinde genügt pro Tasse. Übergossen mit siedend heissem Wasser soll er nicht länger als 5 Minuten ziehen. Dieser Tee gehört in die Natur-Hausapotheke! Sie können Buchenrinde kaufen oder vorsichtig vom Baum abschaben, zerkleinern und trocknen.
      • Erlenblätter – helfen bei Entzündungen in Mund und Rachen. Sammeln Sie frische Erlenblätter und schneiden oder zupfen sie diese klein. 2 TL pro Tasse mit kochendem Wasser übergiessen und abkühlen lassen. Dieser Aufguss lindert Zahnfleischentzündungen und kann bei Halsweh und Schluckbeschwerden zum Gurgeln verwendet werden.
        • Weidenrinde – wirkt bei Schmerzen und leichtem Fieber. Der Tee wird kalt angesetzt und über Nacht stehen gelassen. Er schmeckt gar nicht gut, weshalb ich ihn nur einmal probiert habe. Das Kopfweh war jedenfalls ziemlich schnell verschwunden. Inzwischen habe ich eine andere schmerzstillende Heilpflanze für mich entdeckt: das Mädesüss. Doch dazu in einem späteren Beitrag mehr.
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          Foto S. Itting

          Natürlich ist das nur ein kurzer Überblick, die Baumheilkunde hat wesentlich mehr zu bieten. Da ich in meinem Blog aber nur aufschreiben möchte, was ich selbst oder Menschen, die ich kenne, wirklich ausprobiert haben, soll das erst einmal genügen. Bestimmt wird es bald zu diesem Thema weitere Beiträge geben!

          Nutzen sie auch die Heilkraft der Bäume? Dann freue ich mich, wenn Sie im Kommentarfeld darüber berichten möchten!

Die Fotos auf dieser Seite (mit Ausnahme der Aufnahme des Nadelbaumes, diese ist von Pixabay), stammen alle von Wanderungen, die ich für meine Wandergruppe organisiert habe.

Möchten Sie einmal dabei sein? Im Moment machen wir Pause, aber Anfang 2017 starten wir neu. Sie sind herzlich willkommen!

Kommen Sie mit in die Natur - Das Schweizer Wanderforum nimmt sie mit in Wald und Berge!
Kommen Sie mit in die Natur – Das Schweizer Wanderforum nimmt sie mit in Wald und Berge!




Antriebslos und müde

Antriebslos und müde? – So werden Sie wieder fit!

Jeder kennt Phasen, in denen man sich antriebslos und müde fühlt. In Winter treten depressive Verstimmungen öfter auf als in der warmen, hellen Jahreszeit. Licht- und Bewegungsmangel sind sicher hauptsächliche Ursachen. Wir können aber mit der richtigen Ernährung und Lebenseinstellung viel tun, um selbst im trüben, grauen November nicht ständig antriebslos und müde zu sein, sondern ihn fit und voller Lebensfreude zu geniessen.

Auch an trüben Tagen gibt es viel Schönes zu entdecken
Auch an grauen Novembertagen gibt es viel Schönes zu entdecken

 



 

In diesem Beitrag finden Sie leicht nachvollziehbare Tipps gegen den typischen „Winterblues“. Allerdings geht es hier nicht um Depressionen! Selbstverständlich müssen Sie, wenn sie unter schweren Depressionen leiden, die Hilfe eines Arztes in Anspruch nehmen! Sollte kein Arzt in Reichweite sein – schliesslich ist das Thema dieses Blogs die Selbstversorgung, auch in Notsituationen – versuchen Sie, mithilfe der Natur ihre Situation zu verbessern. Bereits im Mittelalter wurden depressive Verstimmungen mit natürlichen Mitteln behandelt. Von dem überlieferten Wissen können wir heute noch profitieren.

Hausmittel gegen Antriebslosigkeit und Müdigkeit

    • Pfefferminze erfrischt und weckt die Lebensgeister. Ist viel kopflastige Arbeit zu erledigen, kann man es sich nicht leisten, antriebslos und müde am Schreibtisch zu sitzen. Eine Duftlampe mit ein paar Tropfen Pfefferminzöl macht wach und hilft dabei, konzentriert zu arbeiten. Wenn Sie den Duft der Pfefferminze mögen, sollten Sie immer ein Fläschen Pfefferminzöl in Reichweite haben.
    • Nicht ohne Grund wurde Schokolade früher in Apotheken verkauft und vom Doktor bei chronischer Müdikeit und depressiven Verstimmungen verschrieben. Schoggi mit einem hohen Kakaoanteil hat einen geringeren Zuckergehalt als Vollmilchschokolade. So beeinflusst die dunkle Sorte den Blutzuckerspiegel weniger. Sie enthält aber reichlich Tryptophan, das beim Abbau im Körper die Serotoninbildung fördert.

      Dunkle Schoggi macht fit und glücklich :-)
      Dunkle Schoggi macht fit und glücklich 🙂

 



 

  • Das Johanniskraut gehört zu den wenigen Heilpflanzen, welche heute auch Schulmediziner gegen leichte Depressionen verordnen. Sie müssen aber keine Kapseln aus der Apotheke holen, denn die leuchtend gelbe Pflanze wächst in den Sommermonaten an Wegen und Waldrändern. Es lohnt sich, diese zu sammeln und zu trocknen, um sich bei Bedarf einen Johanniskrauttee zu kochen. Bereits Paracelsus dokumentierte die Wirkung des Krautes, jedoch fand man dafür zu jener Zeit eine andere Erklärung: Depressionen schrieb man früher dem Einfluss von Dämonen zu und man nahm an, dass das Johanniskraut diese vertreiben kann. Wie auch immer, es wirkte gegen die Schwermüdigkeit. Wenn Sie sich antriebslos und müde fühlen, kann Johanniskraut ein sanfter Helfer sein. Trinken Sie eine Zeitlang über den Tag verteilt 3 Tassen Tee. Bitte beachten Sie, dass durch das Johanniskraut die Haut empfindlicher gegen Sonneneinstrahlung werden kann und verwenden Sie auch im Winter einen Sonnenschutz.

    Die Wirkung des Johanniskrautes ist wissenschaftlich erwiesen
    Die Wirkung des Johanniskrautes ist wissenschaftlich erwiesen
  • Eine andere einheimische Pflanze, die Ihnen in der dunklen Jahrezeit durch lange Tage hilft, ist Engelwurz. Sie gilt als Lichtbringer, wenn alles etwas trotslos erscheint und eignet sich dann sehr gut für eine Räucherung. Engelwurz soll bei Existenzangst und Mutlosigkeit wieder Zuversicht schenken.Sie können auch einen Wein mit Engelwurz zubereiten, der stärkend auf Herz, Kreislauf und Immunsystem wirkt.

    Stärkender Wein mit Engelwurz

Zutaten: 2 EL Engelwurz klein geschnitten, 1 Flasche Weisswein.

Zubereitung: Wein und Wurzeln kurz aufkochen und ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen und durch ein Sieb in eine Flasche füllen. Diese gut verschliessen und an einem dunklen Ort aufbewahren.

Anwendung: Wenn Sie sich antriebslos, müde und schwach fühlen, trinken Sie ein Schnapsglas voll.

Und noch mehr hilfreiche Tipps, wenn Sie sich antriebslos und müde fühlen

Auch äusserlich können Sie sich fehlende Energie zurückholen. Wenn die Batterien leer sind und sie sich müde und antrieblos fühlen, brauchen Sie viel Licht! Glücklicherweise scheint in der Schweiz fast immer irgendwo die Sonne.

Ein Ausflug in die Natur ist das beste Mittel, um die eigenen Batterien wieder zu füllen
Ein Ausflug in die Natur ist das beste Mittel, um die eigenen Batterien wieder zu füllen

Auch wenn Sie sich am liebsten mit einer Decke aufs Sofa kuscheln möchten: Raffen Sie sich auf und gehen Sie jeden Tag wengistens ein Stündchen an die frische Luft! Planen Sie Ausflüge, dorthin, wo sie garantiert strahlend blauen Himmel finden. Fahren Sie zum Beispiel in die Berge oder ins Tessin.

Aber was tun, wenn dies, aus welchen Gründen auch immer, gar nicht möglich ist? Dann helfen folgende Tipps einem Burnout oder einer depressiven Verstimmung zu entgehen:

  • Nutzen Sie das Wissen von Sebastian Kneipp: Die Kneipp-Therapien sind leicht nachvollziehbar und lassen sich fast überall anwenden.

  • Etwas, was ich Ihnen persönlich ganz besonders empfehlen möchte, ist Jin Shin Jyutsu. Nein: Das ist keine Kampfsportart, wie oft vermutet wird, sondern eine ganz sanfte aber hochwirksame Heilmethode aus Japan. Alles, was sie dafür brauchen, sind ihre Finger. Jin Shin Jyutsu, auch als japanisches Heilströmen bekannt, ist eine absolute Wohltat. Sie können es anwenden, um sich zu entspannen, um das Immunsystem zu stärken oder bestehende Krankheiten ganz sanft zu behandeln.
    Jin Shin Jyutsu und Entspannung helfen bei Antriebslosigkeit und Müdigkeit
    Jin Shin Jyutsu und Entspannung helfen bei Antriebslosigkeit und Müdigkeit

    Gerne werde ich in einem späteren Artikel über meine wunderschönen Erfahrungen mit Jin Shin Jyutsu berichten. Wer sich näher damit beschäftigen möchte, muss keine Kurse besuchen, es genügt, sich ein Buch anzuschaffen und eigentlich kann man dann bereits starten.

Die folgenden Buchtipps sind nicht einfach irgendeine Werbung, sondern persönliche Tipps, die ich Ihnen wirklich ans Herz legen möchte! ♥


 

Es gibt immer Situationen, in denen wir uns antriebslos und müde fühlen. Aber Sie sehen, es gibt ebenso auch viele Wege, aus einem solchen Tief wieder herauszukommen. Vergessen Sie auch die sozialen Kontakte nicht., nehmen Sie sich ausreichend Zeit für sich, aber auch für Ihre Familie und Freunde. Gehen Sie wandern oder biken oder suchen Sie sich eine andere Outdoor-Sportart, die Ihnen Spass macht.

Wenn Ihnen in der Schweiz Wanderkollegen fehlen, lade ich Sie herzlich in meine Wandergruppe ein!




 

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Maroni – Esskastanien

Maroni – geschätzt seit Tausenden von Jahren

Im Herbst können Sie Maroni kaufen, es gibt sie aber auch gratis: In verschiedenen Regionen der Schweiz, in Österreich oder Deutschland können die von einer stacheligen Schale umgebenen Esskastanien etwa ab Ende September / Anfang Oktober gesammelt werden.

Maroni wachsen bevorzugt in Regionen, in denen auch Wein gedeiht.
Maroni wachsen bevorzugt in Regionen, in denen auch Wein gedeiht.

Mit den Rosskastanien haben Maroni allerdings kaum mehr als ihr Aussehen gemeinsam: Maroni sind essbar, Rosskastanien nicht. Das bedeutet übrigens nicht, dass Letztere wertlos wären! Rosskastanien eignen sich nicht nur zum Spielen und Basteln, sondern können auch Waschmittel ersetzen oder zu einer Heilsalbe verarbeitet werden. Dazu aber mehr in einem späteren Beitrag.

Die Geschichte der Esskastanien

Esskastanien wurden bereits in der Antike als Delikatesse gehandelt, die alten Römer und Griechen verehrten sie und Homer sowie Hippokrates erwähnten die Maroni sogar in ihren Schriften. In der Zeit des Mittelalters hatten sie den Ruf, ein Essen für Arme zu sein. In den Mittelmeerregionen wurde der Kastanienbaum Jahrtausende als Lieferant energiereicher Früchte geschätzt, was ihm die Bezeichnung «Brotbaum» einbrachte. Tatsächlich sammelte die arme Bevölkerung essbare Kastanien, um ihren kargen Speiseplan aufzuwerten. Ihnen verdanken wir bis heute Rezepte mit Esskastanien, die zwar weitestgehend in Vergessenheit gerieten, aber nun endlich wiederentdeckt werden.

Maroni oder Maronen – Esskastanie ist nicht gleich Esskastanie

Maroniwälder finden Sie in vielen Regionen der Schweiz.
Maroniwälder finden Sie in vielen Regionen der Schweiz.

Essbare Kastanien können Sie von den Rosskastanien ganz leicht unterschieden: Ihre Schalen haben längere Stacheln, die man besser nicht mit blossen Händen anfasst! Worin aber unterscheiden sich die essbaren Sorten der Edelkastanien?

Maronen sind die gezüchtete, bzw. angebaute, Variante und schmecken etwas aromatischer. Ihre Nuss lässt sich leichter herausschälen, ausserdem ist sie grösser als die der wild wachsenden Maroni.

Maroni sind die „wilden“, stacheligen Kastanien, die im Herbst entlang vieler Wanderwege aufgesammelt werden können.

Wo Sie wildwachsende Esskastanien finden können

Die Kastanienbäume fühlen sich überall dort besonders wohl, wo auch Wein angebaut wird. In der Schweiz sind sie beispielsweise im Tessin häufig zu finden, in einigen Regionen am Vierwaldstättersee oder am Walensee.

Maroni sammeln – eine stachelige Angelegenheit

Esskastanien sehen aus, wie kleine Igel: und so fühlt es sich auch an, wenn man zugreift! Nehmen Sie also besser Gartenhandschuhe mit, wenn Sie Maroni sammeln möchten. Eine Möglichkeit, an die Nüsse zu kommen, ohne sich in die Finger zu stechen ist es, die Füsse zu nutzen: Stellen Sie sich auf beide Seiten der Schale, die sich dann so weit öffnet, dass Sie die Frucht mit den Fingern herausnehmen können. Am einfachsten ist es natürlich, wenn Sie nur die Maroni aufsammeln, die schon von alleine aus der stacheligen Umhüllung gefallen sind. Viele Schalen enthalten mehr als eine Nuss, dann nehmen Sie nur die grossen, runden mit. Die kleinen sind nicht essbar.

Die beste Zeit, um Maroni zu sammeln, ist der Altweibersommer
Die beste Zeit, um Maroni zu sammeln, ist der Altweibersommer

Sammeln Sie ausschliesslich reife Maroni, also jene die schön braun sind und keine helleren Stellen mehr haben. Achten Sie auch darauf, dass die Schalen ledrig und unversehrt sind. Kleine Löcher weisen auf den Befall mit Würmern hin und machen die Kastanie ungeniessbar.

Maronen: Gesunde Nüsse, die nicht dick machen

Maroni haben einen deutlich geringeren Fettgehalt als beispielsweise Mandeln, Wal- oder Haselnüsse. Ihr hoher Stärkenteil macht sie sehr nahrhaft und die vielen wertvollen Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass die Esskastanien eine richtig gesunde Bereicherung auf unserem Speiseplan sind. Sie enthalten viel Kalium, sind reich an Eiweiss und liefern ausserdem einige B-Vitamine (1, 2, 6), ausserdem Vitamin C und E sowie Beta-Carotin. Gut zu wissen: Maroni sind Gluten frei und somit besonders wertvoll für Menschen, die an Zöliakie leiden.




 

Die Verarbeitung von Esskastanien

Wenn der Duft von einem Maroni-Stand die Nase verwöhnt, ist der Herbst definitiv da. Maroni brauchen gar nicht unbedingt eine Beilage oder raffinierte Verarbeitung. Sie schmecken pur und frisch geröstet einfach lecker. Sie können Maroni über dem Feuer, in einer Pfanne aber auch im Backofen selber rösten. Das geht schneller, wenn die Kastanien vorher ein paar Minuten in Salzwasser gekocht werden. Die Schale wird vor dem Rösten mit einem Messer kreuzförmig eingeritzt, ansonsten kann diese platzen und die Maronen springen auf dem Blech umher. Das Schälen geht heiss am besten, weil sich die pelzige Innenhaut dann leichter löst. Dieses Video erklärt das alles sehr schön in Wort und Bild:

Maroni für die Vorratshaltung

Maroni schmecken frisch am besten. Da es auf dieser Seite aber nicht nur um Selbstversorgung, sondern auch um Vorratshaltung und Notvorrat geht, möchte ich natürlich diesen Punkt nicht ausser Acht lassen. Eignen sich Esskastanien für Vorratshaltung überhaupt? Da ich Maroni eigentlich nur in Herbst und Winter mag, war das bisher nicht wirklich ein Thema für mich. Also habe ich mal wieder in Uromas Aufzeichnungen gestöbert und wurde fündig:

Maroni in Sand einlegen

• Oma hat die Kastanien in einer Wanne gründlich gewaschen und die wurmstichigen ausgelesen. Diese scheinen im Wasser nicht zu sinken und können von der Oberfläche einfach entfernt werden. Nach ein bis zwei Tagen wurden die Maronen auf einem Leintuch an der Sonne ausgebreitet, bis sie schön trocken sind.

• Danach kamen sie in ein grosses Tongefäss mit Sand und wurde auch mit Sand bedeckt. Sie schreibt von Schichten, deshalb denke ich, dass sie im Wechsel Sand und Maroni eingefüllt hat. Die letzte Schicht muss natürlich Sand sein.

• Zuletzt steht der Hinweis, das Gefäss durch luftiges Abdecken vor Ungeziefer und Mäusen zu schützen.


Ich habe das selber nie ausprobiert, gehe aber davon aus, dass sie es nicht aufgeschrieben hätte, würde es nicht funktionieren.

Maroni sind nicht nur lecker, sondern auch sehr dekorativ
Maroni sind nicht nur lecker, sondern auch sehr dekorativ

Kastanienmehl

In einigen Regionen, zum Beispiel in Murg am Walensee, kann man die verschiedensten Produkte, hergestellt aus Kastanien, vor Ort geniessen oder auch kaufen. Maroni kann man einlegen, zu Marmelade verarbeiten oder Mehl daraus machen. Dieses wiederum ist sehr vielseitig und eignet sich zum Backen und Herstellen von Teigwaren. Auch ohne dass es eine Notlage oder einen Versorgungsengpass gibt, macht es Spass, sich mit den Schätzen der Natur selbst zu versorgen. Obwohl wenn es mitunter viel aufwendiger ist, seine Lebensmittel selbst herzustellen, als diese zu kaufen, lohnt sich der Aufwand definitiv. Es macht Spass, die Früchte der Natur zu sammeln und zu verarbeiten und sich damit erst noch gesünder zu ernähren.

Kastanienmehl können Sie ganz einfach selber machen:

• Die Maroni rösten
• schälen
• mahlen – fertig!

Sie suchen Rezepte mit Esskastanien? Dann kann ich Ihnen dieses Buch empfehlen:


 

Ich werde meine Webseite in Kürze um die Kategorie «Rezepte» erweiterten. Diese würden den Rahmen einzelner Blogbeiträge sprengen, deshalb bekommen sie eine extra Rubrik.

Es lohnt sich also, mich bald wieder besuchen!

Hagebutten – ideal für Selbstversorger

Hagebutten – Wissenswertes und leckere Rezepte

Hagebutten sind auch für Selbstversorger, die keinen eigenen Garten haben, ideal. Sie wachsen wild und oft sogar direkt neben dem Weg, an Hecken oder an Waldrändern, sodass sie bequem gesammelt werden können.

Hagebutten reifen im Spätsommer und können etwa ab Ende September, sobald sie leuchtend rot sind, geerntet werden. Wer warten mag: Hagebutten werden nach dem ersten Frost süsser.

Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.
Nach dem ersten Frost sind Hagebutten noch süsser.

Die kleinen supergesunden Kraftpakete eignen sich hervorragend für die Vorratshaltung. Sie schmecken angenehm süss und in ihnen steckt eine grosse Portion an Mineralstoffen und Vitaminen. Ausserdem enthalten sie Pektin und Betacarotin. Diese vielen Vorzüge sollten Sie nutzen und den kleinen «Dornapfel» oder «Rosenapfel», wie die Hagebutte im Volksmund heisst, von einem Herbstspaziergang mit nach Hause nehmen.

Gesunde Vorratshaltung mit Hagebutten

Nur eine Frucht enthält noch mehr Vitamin C als die Hagebutte: der Sanddorn. Hagebutten sind somit ein super Mittel um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen zu lindern. Besonders als Tee gehören sie in jede Hausapotheke. Hagebutten sind seit Hunderten von Jahren als wirksames Heilmittel gegen Darm-, Nieren- und Blasenbeschwerden bekannt. Dank seiner entzündungshemmenden Stoffe beugt Hagebuttentee Infektionen vor. Hagebuttenmarmelade ist zwar nicht so ganz so gesund, wie der Tee, aber im Vergleich zu vielen anderen Brotaufstrichen hat sie doch die Nase vorn.


Hagebutten einmachen

Hagebutten kann man nicht nur als Marmelade einmachen. Selbstversorger sollten auch ein paar Gläser mit den Früchten im Notvorrat haben. Schon Uroma kochte die Hagebutten für Vorratshaltung folgendermassen ein:

  • Stiel und Kelch entfernen.
  • Den Samen mit den juckenden Härchen entfernen.
  • Die Früchte in kaltem Wasser gründlich waschen, damit keine Härchen übrig bleiben.
  • Aus 500 g Zucker und 1 l Wasser eine Zuckerlösung bereiten.
  • Die Hagebutten in sterile Gläser füllen.
  • Mit der Zuckerlösung übergiessen und bei 80 Grad erhitzen: enge Gläser 20 Minuten, weite Gläser 25 Minuten.
  • Dann die Gläser sofort fest verschliessen und zum Abkühlen verkehrt herum auf ein Küchentuch stellen.

Heute ist man ja allgemein mit Haltbarkeitsdaten oft übervorsichtig. Früher hielten eingemachte Früchte jahrelang. Warum sollte sich das heute, sofern ein kühler, dunkler Vorratskeller vorhanden ist, geändert haben?

Wer selbst eingemachte Hagebutten im Notvorrat hat, kann jederzeit auf eine vorzügliche und gesunde Zutat zurückgreifen. Die Hagebutten eignen beispielsweise sich als Beilage zu Fleischgerichten, zum Belegen von Torten und für viele Süssspeisen.

Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.
Die gesunden Hagebutten sind ideal für Vorratshaltung.

Erfrischender, stärkender Hagebuttentee

Wenn Sie die Hagebutten trocknen möchten, müssen Sie die Kerne nicht extra entfernen. Lediglich der Stielansatz und die Blüten müssen mit einem kleinen Messer weggeschnitten werden. Dann spülen Sie die Früchte kurz unter fliessendem Wasser ab und breiten sie zum Trocknen auf ein Küchentuch aus. Anschliessend die Hagebutten mit einem Cutter zerkleinern. Idealerweise trocknen Sie die Früchte in einem Dörrapparat. Fehlt dieser, können die Hagebutten auch auf ein Backblech ausgebreitet im Backofen langsam bei maximal 40 Grad getrocknet werden. Lassen Sie dabei die Backofentüre einen Spalt offenstehen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Das Trocknen im Backofen kann sehr lange dauern und braucht natürlich viel Energie.

Wie so vieles, führt Pearl natürlich auch Dörrautomaten zu sehr fairen Preisen. Ich finde, die Anschaffung lohnt sich, denn getrocknetes Obst und Gemüse gehört in jeden Notvorrat.


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Hagebuttentee zubereiten

Damit die juckenden, feinen Härchen nicht mit im Tee landen, benutzen Sie am besten einen Teefilterbeutel. 6 Teelöffel getrocknete Hagebutten in den Filter füllen, mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgiessen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen.

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Dreimal täglich eine Tasse in der kalten Jahreszeit getrunken, stärkt das Immunsystem und hilft, Erkältungen vorzubeugen.

Eine Wohltat bei Hudelwetter ist eine warme Hagebutten-Apfel-Suppe

Dieses Rezept ergibt 4 Portionen. Sie benötigen dafür getrocknete Hagebuttenschalen ohne Kerne.

  • Die Hagebuttenschalen mehrere Stunden, am besten über Nacht, in kaltem Wasser einweichen.
  • Das Wasser abgiessen und die Früchte mit einem halben Liter frischem Wasser aufkochen. In ca. 45 Minuten garen bis sie weich sind.
  • Pürieren und durch ein feines Sieb streichen.

  • 2 kleine Äpfel rüsten: schälen, Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel in Ringe schneiden.
  • Einen halben Liter Wasser aufkochen und die Apfelringe kurz darin garen. Herausnehmen und abtropfen lassen.
  • 1 EL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glattrühren und unter ständigem Rühren dem Kochwasser hinzufügen.
  • Hagebuttenmus und 4 EL Zucker dazu geben, erhitzen und abschmecken: Falls Sie es süsser wünschen, geben Sie einfach noch etwas Zucker dazu.
  • Die Suppe in Suppenschalen verteilen und die Apfelringe dazugeben.
  • Mit Schlagrahm garnieren.